Abhandlung wird dargethan werden. Und da sich dieser Salpeter indem Innern des Felses und zwischen den Steinen, dahin die Luft nichteindringen kann, erzeuget, und in den tiefsten Höhlen nicht nur mitErde mineralisirt, sondern rein und vollkommen krystallisirt an denGewölben und Wänden der verschlossenen und auf 16 ?almi mit Erdeverschütteten Höhlen, wohin weder eine atmosphärische Luft, noch einevegetabilische Substanz gelangen konnte, vorkömmt; ist es außer Zwei-fel, daß weder der Salpeter selbst, so schön und ordentlich gebildet,weder die Materialien zur Erzeugung der alkalinischen Basis des Sal-peters aus der äußern Luft in diese Höhlen konnten abgesezt werden.Ja auch der sauere Grundtheil des Salpeters kam nicht aus dem Dunst-kreise dahin; die Betrachtung der obgemeldten Luftlöcher giebt den über-zeugendsten Beweis von dieser Wahrheit, welche auch ein Unerfahrnerin der Mineralogie und Chemie bey einer bloßen Besichtigung des Pulsgleich erkennen muß.
Diese Luftlöcher sehen so aus, als wäre ihre innere Oberflächezerfressen und dann wieder mit einer Salpeterrinde bedeckt worden.Diese Rinde ist gegen innen dicker, als gegen aussen. Die nämlicheZerfressung, die nämliche salpetrigte Rinde befindet sich aufden, besagtenLuftlöchern entgegengesehen Steinen, und zwar auf der Seite, diegegen die Luftlöcher zugekehrt ist. Alles dieses giebt denn augenscheinlichzu erkennen, daß ein unmerklicher Dunst aus dem Eingeweide der Erdebeständig durch die Kraft des Meeres in den vertheilten Luftlöchernaufsteige; daß dieser das Gestein des Pulo zu Salpeter und Salpeter-erde auflöse; daß durch diese Auflösung die Luftlöcher immer weiterwerden, und das Gesteine in Verwitterung gehe; daß durch diese Arbeitder Natur alle die zahlreichen Höhlen, welche im ganzen Umfange desPulo bereits entdeckt worden, und theils noch ringsum unter der auf-gethürmten Erde verborgen liegen, entstanden seyen; welche Höhlengleichsam als so viele reiche Gänge von Salpetererde und kryftallisirtcnSalpeter anzusehen sind.
Nach diesen Grundsazen wird nun begreiflich, warum die Kalk-schichten am obern Theile des Pulo, wo der besagte Dunst nicht hm-
L 2 kömt,