Dies diem docct!
Seit einer langen Reihe von Jahren hielt ich mich davonüberzeugt, dass die Pflanzen diejenigen unorganischen Sub-stanzen, welche in ihrer Asche gefunden werden, vonAufsen aufnehmen, und, dass sie dieselben zu ihrer völli-gen, naturgemäfsen Ausbildung bedürfen, als ich aus demlOlsten Stücke der Göttingischen gelehrten Anzeigen von1838, und der 31sten Nummer der Regensburger botani-schen Zeitung desselben Jahres ersah, dass ein ungenann-ter Freund der Wissenschaft einen Preis für die gründlich-ste Beantwortung der Frage:
»Ob die sogenannten unorganischen Elemente, welchein der Asche der Pflanzen gefunden werden, auchdann in den Pflanzen sich finden, wenn sie densel-ben von Aufsen nicht dargeboten werden; und, objene Elemente so wesentliche Bestandteile des vege-tabilischen Organismus sind, dass dieser sie zu seinervölligen Ausbildung durchaus bedarf«ausgesetzt habe, und also die Gründlichkeit der erwähntenMeinung nicht als gründlich erwiesen betrachtet werde.
Alle Gewächse, die Wassergewächse nicht ausgenom-men, sind entweder unmittelbar, oder doch mittelbar, anden Boden geheftet, und nehmen zum Theil die zu ihrerErhaltung nötigen Nahrungsmittel aus demselben auf.
Aller Boden unsers Erdkörpers ist aber erweislich einProdukt der Verwitterung oder theilweisen Vernichtung derGebirgsarten oder festen Steinmassen, und aller Humusge-halt desselben, welcher die Dammerde constituirt, ist dasErgebniss der Verwesung tierischer oder vegetabilischer