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Ueber die anorganischen Bestandtheile der Pflanzen oder Beantwortung der Frage: Sind die anorganischen Elemente, welche sich in der Asche der Pflanzen finden, so wesentliche Bestandtheile des vegetabilischen Organismus, dass diese sie zu seiner völligen Ausbildung bedarf, und werden sie den Gewächsen von Aussen dargeboten? : eine in Göttingen im Jahre 1842 gekrönte Preisschrift / von A.F. Wiegmann und L. Polstorff
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Am 2l. April 1839 besäete ich fünf mit dem reinenSande, und fünf mit der künstlichen Ackererde gefüllteTöpfe, je zwei verschiedenen Inhaltes, mit 3 GrammenWicken, eben so viel Buchweizen, Hafer, Gerste und Klee(Trifolium pratense), so wie am 10. Mai die beiden übri-gen Töpfe verschiedenen Inhaltes, mit etwas Tabacksamen.

Bei dem Mangel eines Glashauses war es mir nichtmöglich, sämmtliche, mit dem reinen Sande gefüllte undbesäete Töpfe durch Glasfenster vollkommen gegen denatmosphärischen Luftstaub zu schützen, und ich vermochtenur drei derselben, den mit Taback, den mit Wicken, undden mit Gerste besäeten Topf, an einen, der Morgensonnebis Mittag ausgesetzten Ort, zwischen zwei Glasfenster zustellen. Die übrigen wurden mit feiner Gaze bedeckt andem Ende meines Gartens, wo kein mechanisch erregterStaub zu befürchten war, unter einem Schuppen, wo siedie Morgensonne bis zun Mittage genossen, und durchausgegen Regen geschützt waren, aufgestellt, und wenn es er-forderlich war, des Abends mit doppelt destillirtem Was-ser, von welchem die zuerst abgezogenen Portionen weg-gegossen waren, also ammoniakfreiem Wasser, begossen.

Am 5. Mai waren in sämmtlichen Töpfen, so-wohl in den mit Sand, als in den mit der künstlichenAckererde gefüllten, auf dem Garten sowohl, als auch inden zwischen den Glasfenstern stehenden Töpfen, Wicken,Klee, Gersten und Hafer, und am 8. Mai auch der Buch-weizen aufgelaufen.

In den ersten 8 bis 10 Tagen ihres Wachsthumsverhielten sich alle aufgelaufenen Pflanzen vollkommen gleich,dann aber zeigte es sich, dass die in künstlicher Ackererdeschneller und kräftiger wuchsen, und 8 Tage später, dassdie Blätter derselben dunkelgrüner, als die der in demSande wachsenden gefärbt, auch deren heranwachsendeStengel und Halme stärker und steifer waren.

Am 20. Mai lief der in künstliche Ackererde gesäeleTaback, und am 2. Junius erst der in Sand gesäete auf,und beide zeigten bis zur EnLwickelung des 4. Blattes ver-hältnissmäfsig gleich freudiges W r achsthum.

Seit Mitte des Junius zeigte sich aber das Wachs-