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Vielfach ist es bedauert worden, dass das Repertorium botanices systematioae sichnicht auch uber die apetalischen und monokotyledonischcn Gewachse erstrecke, wie esdoch anfangs von mir beabsichtigt wurde. Die Schwierigkeil, welche mich Yon der Aus-fiihrung dieses Planes abhiclt, lag mit darin, dass es fiir die hierher gehorigen Pflanzen-familicn mehrentheils an einer Yollstandigen, brauckbaren Grundlage fehlt. DennSprengePs Systema vegetabilium, die Ietzte vollendete Uebersicht des Gewachsreiches, istzu Iiickenhaft, auch schon zu veraltet und nach einem so mangelhaften Principe bearbeitet,so dass es sich nicht der Miihc verlohnen mochte, dieses trotz alie Dem gegenwiirtig nochunentbehrliche Buch durch Supplemente zu vervollstiindigen.
Deshalb habe ich mich im Einverstandniss mit dem Verleger enlschlossen, das Reper-torium nicht fernerweilig in der bisherigen Form fortzusetzen, sondern statt dessen,gleichsam ais eine neue Series des Werkcs, die
,,Annales Viotanices systematicae^
enthaltend die wahrend des letzten Jahres neu publicirten phanerogamischen Pflanzen-gattungen und Arten, so wie Berichtigungen zu den bereits beschriebenen, herauszugeben.Es soli dieses Wcrk in Banden von unbestimmter Starke in der ersten Hiilfte eines jedenJahres die Erscheinungen des lelzt verwichenen bringen, und sich in der Art an die sechsBande des Repertorii anschliessen, dass es zu diesen ein forliaufendes Supplement abgiebt.Zum Schluss eines jeden Bandes wird, um den Gebrauch von vorn herein zu erleichtern,cin Uegister der abgehandelien Galtungcn und Arten erfolgen. Der 1. Band dieses Jahres-berichtcs der syslcmalischen Botanik wird die Jahre 1846 und 1847 umfassen, und da dieYorarbeilen grosstcntheils vollendet sind, so kann mit dem Drucke bald nach Beendigungdes gegcnwartig vorliegenden Schlussheftes des Repertorii bcgonnen wcrden.
Zwar hat Hr. Prof. Grisebach angefangen, einen Jahresbcricht der syslemalischen Bo-lanik zu gebcn, doch abgesehen davon, dass derselbe in Bezug auf Vollstandigkeit Einigeszu wunschen ubrig lasst, so beschriinkt er sich darauf, die ibm zu Gesichte gekommenenneuen literarischen Erscheinungen blos im AUgemeinen zu besprechen, so dass seineArbcit zur Bestimmung neuer Pflanzen in keiner Weise benulzt werden kann.
Die mbglichstc Vollstandigkeit zn erreichen, werde ich durchaus keine Muhe scheuen,und hoffe, dass diejenigen Botaniker, welche dem Repertorium bis jelzt ihren Beifall undihre Theilnahme gezollt haben, nicht anstehen wcrden, diesem neuen, noch gemeinnutzi-geren Unternehmen ihre giitige Mitwirkung und Aufmerksamkeit zu widmen. Namentlichergeht an alie diejenigen llerren, welche sich mit syslematischer Pflanzenkunde beschafti-gen, und Gemeinsinn genug besitzen, dass sic es einsehen, wie nur durch bereitwilligeMiltheilung der so sehr zersplillerten botanischen Literatur eine dem Einzelnen auch beidem ausdauerndsten Fleisse unerreichbare Vollstandigkeit erzielt werden kann, hiermit dieeben so angelegenlliche ais ergebenste Bitte, mich durch Miltheilung seltener Brochurennamentlich der ausserdeutschen Eiteralur, so wie durch anderweitige Notizen freundlicbstuntersliilzen zu wollen. Jede noch so kleine Miltheilung ist willkommen und bitte ichauf dem Wege des Buchbandels durch Herrn Friedrich Hofmeister in Leipzig oder di-rect durch die Post an mich gelangen zu Iassen.
Berlin, (Mauerslrasse No.' 6 et 7.) im Februar 1848.
Ur. 6?« fFnljim.