Alpcbetta
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Alpen
Alpehetta, ein 7160F. hoch gelegenes Df. in Italien, Sardinien,Prov. Turin, Bez.Aosta, einer der höchst, bewohnten Orte in Kuropa.
Alpeck, 1) vormalige Herrschaft in Würtemberg, Donaukr., OA.Ulm. 2) Df. darin an einer Felseneoke der Alp, 464 E.
Alpedrinha, Geb. und Fl. in Portugal, Prov. Beira, am Moor,1400 F. [Leiria.
Alpedrlz, Fick, in Portugal, Prov. Estremadura, Distr. von
Alpei, Df. in Oesterreich, Steiermark, Kr. Bruck, Bez. Kind-borg, 300 E.
Alpen, Gebirgsmasse, die sich zwischen dem Meerbusen desmittelländ. Meeres bei Lyon und dem bei Genua erhebt, anfänglichin nördl. Hauptrichtung sich ausdehnend bis zum Mont-Blanc, dannin ONO-Bichtung bis an den Golf Quarnero des Adria im S., undbis an die mittlere Donau im N. hinzieht, das europ. Alpenland bil-det. Dasselbe liegt gleich weit vom Aequator und dem Nordpol ent-fernt, zu beiden Seiten des 45° n. Br., vom 28° bis 36° ö. L., undbreitet sich Uber den Flächenraum von4600QM., von soinem äussor-ston WSW- bis zum äussersten ONO-Punkt 156 geogr. M. weit ineiner Breite von 20—60 M., von W. nach O. zunehmend, aus.Dieses Alpengebirge besteht nicht aus einer einzigen, sondorn aussehr vielen Ketten, die alle die Richtung von W. nach O. haben.Vorzüglich drei dieser Ketten sind zu unterscheiden: 1) die Ur-alpen, in der Mitte, 2) zwei Reihen Kalkalpen, nördl. undsüdl. von der ersten. In Rücksicht auf die Höhe thoilt man die Alpenin: 1) Voralpen, 2—5000 F., bis zur Grenze des Holzwuchses.2) Mittelalpen, 5—8000 F., bis zur Grenze des ewigen Schneo's.8) Hochalpen, von 8—14,000 F. Sieht man auf die Richtung undgeogr. Lage der Alpen, so kann man sie ebenfalls in dreiTheile thei-lon: 1 ) Die Mittel-oder Central-Alpen (dio penninischen,lepontLachen oder Schweizer-, und rhätischon Alpen), von dem Gipfeldes Montblanc bis zu dem dos Dreihorrnspitz, wo die Quellen derSalzach und Drau liegen. 2) Die West-Alpen (die grajischen,cottischon und Meer-Alpen), vom Montblano bis zum ligurischonMeer. 3) Die Ost-Alpen (die norischen, carnischen und juli-schen), beginnen mit dem Grossglockner, und endigen im O. beiWien an der oberungarischon Ebene, im S. am Golf von Fiume.
1. Dio Mittel- oder Central-Alpen zerfallen in: 1) dieCentral-Alpen, der mittlere, innerste, höchste Kamm des Ge-birges. Es gehören dazu: a) die penninischen Alpen, vomMontblanc (14,760 F.) bis zum Simplon, der höchste, wildesteTheil dos ganzen Gebirges, mit Schnee- und Eisfeldern, b) Dielepontischen Alpen, vom Simplon über das Gotthardsge-birge, den Vogelsberg, Bernhardin, zum Splügcnpass. Essind dieB die eigentlichen Schweizeralpen, welohe sich nord-wärts auf das mannigfachste zwischen Aar, Reuse und Rhein ver-zweigen. c) Die rhätischon Alpen, vom Splügenpass bis zumDreiherrnspitz, mit den Hochgipfeln des Septiraer undJulierberges; des Bernina, dor Oetzthaler Ferner, desBrenner. 2) Die Alpengobirge im Norden der Central-Alpen. Hierzu gehören: a) die Berneralpen, wolche sich ost-wärts anschliessen an das Gotthardgebirgo und von O. nach W.der Normaldirection der Central-Alpen parallel laufen. Auf demHauptkamm derselben sind wilde Hochgipfcl: Finsteraarhorn(13,200F.), der Mönch (12.666F.), Eigher (12,270 F.), Mittags-horn (12,000 F.), Wetterhorn (11,748 F.), das alto Eishorn(11,480 F.), Blamhorn (11,424 F.), Zackhorn (11,400 F.),Blüinlis-A lp (11,388 F.), Doldenhorn (11,280 F.), Jungfrau(12,870 F.), das Schreckhorn (12,588 F.). b) Dio Vierwald-stätteralpen schlieesen sich mit dom Suston an die Nordseitedes Gotthardgebirges an und füllen das Lund zwischen demBrienzer-und Thunersee, der Reuss und dem Vierwaldstättersee. WildeHochgebirge, c) Die Glarn er - und Sch wy zer-Alpen, zwischender Reuss und dem Luzernersee im W., dem obern Rhein im S. undO., dem Wullunstädtersee, der Linth im N.; im allgemeinen zu-gänglicher und bewohntor als die vorigem. Darauf als Hochgipfel:der Crispalt, Tödi (11,040 F.), Klariden-Alp (10,998 F.), dasSchoerhorn (10.200 F.), Ober-Alp (10.254 F.), Kistenberg(10,898 F.). Die Landschaften zwischen den Seen habon nur niedrigeBergzüge. (Rhigi 5772 F. , Mythenberg, Albis.) d) DieThuralpen, zwischen den vorigen im 8., dem Rhein und Bodon-see im N., und dem Rhein im O., bestehen fast nur aus niedornVorulpen. Nur im SO. erreicht der hohe Säntis die Schneelinie,e) Die Algaueralpen, die nördlichen Fortsetzungen der rhät.Alpen zwischen dem Rhein ira W., dem Inn und der Isar im O.Einzelne Gipfel (Hochvogel, Arlberg) überragen noch dieSchneelinie. Nördlich von ihnen beginnt das breite Plateau deroborn Donau. 8) Die Alpengebirge imSüdenderCentral-kette. Dor SUdabfall der Alpen ist jäh. Es sind nur Zweige derpenninischen, lepontischen und rhätischon Alpen, nicht besondereKetton , die sich südlich der Centralketto finden; nur im O. tronntsich von diesem: a) die Gruppo der Ortelor-Alpen, zwischenden Quellen und Thälorn der Etsch, Adda, Oglio. Die Orteles-spitze (Oertler) ist 12,060 F. b) Dio Trientinischen-Alpenzwischen Etsch im W., der Rienz im N. und den Quellen dorBrenta im SO.
II. Dio. West-Alpen. Ihr westlicher Abfall ist verviol-zweigt, breit und sanfter, als der Abfall zum Po und zum Moor,welche beide kurz und steil sind. Es gehören dazu: a) die grafi-schen oder grauen Alpen, vom Mont-Blanc über den kleinenSt. Bernhard, den Iseran (12,456 F.), zum M.-Cenis. Sie bildeneinen Theil der Savoyer Alpen. Darin sind die höchsten Gipfel:Aiguille de Vanoiso (11,892 F.), AiguiUe de Sassiöre(11,586 F.), Rocca-Meloue (10,864 F.), Aiguillo d’Arvo(10,776F.), Roche-Michel (10,762 F.), M. -Valai sau (10,254 F.).b) Die cottischen Alpen, von jenen über den M.-Genövre,M.-Polvoux bis zum M.-Viso. Ihre westlichen Zweige reichen biszum Khonethalo. Ihre höchsten Gipfel sind M.-Olan (12,966 F.),Pic Maurin (12,300 F.), trois Kllioug (11,952 F.), M.-Viao( 11,808 F.). Galeon de Grave (11,700 F.). o) Die Meoralpon,vom M.-Viso südwärts bis zum Moor. Mit diesen hängen durch |
den Col di Tonda (6526 F.) die Aponnlnen zusammen. Di«höchsten Gipfol derselben sind: Col de Longot (0708 F.)»M. - Pelvo (9342 F.), Col Maurin (9180 I«\), Col de Roburent(9120 F.), Col de Genestres (7044 F.), Col de Tonda (5626 FO-HL Die Ost-Alpen. Diese sind boi weitem broiter undkettenreicher als die West-Alpon. Dazu gohören: a) die nori'sehen Alpen, zwischen der Donau und Drau, mit niedrigen»Gipfeln. Der höchste Kamm derselben heisst: die Tauern, undseine Zweige heissen die salzburger, österreichischen,steirischen Alpen. Der Wienerwald mit dem Kalenborg«istihrnördlichsfcerZweig. Gipfel: das Wiesbachhorn ( 10 , 800 F.).der Gross-Watzmann (9060 F.), im S. von Salzburg, der Dach'stein, am S.-Ende des Hallstädter See's, dio Stangalp im SW'-von Bruck, b) Dio oarnisohen Alpen beginnen im S. dos Drei'herrnspitz mit dom M.-Pellegrino, ziehon als nackte schroffgezackte Felswände von den Quellen dor Drau zu denen dor Piav®«de8 Tagliamento, des Isonzo und der Sau, und vorflachon sich unterverschiedenen Namen als niedere Vorhöhon gegen die Mündung« 0der Sau und Drau. Gipfel: die Steineralp (10,000 F.), im N. vo°Laibach, der Dobratsoh, im W. von Villach, c) Dio julische°oder Kraineralpen; von dem Gebirgsstock dos Terglon(10,174 F. oder 8798 F.), unfern der Quellen des Isonzo und dor Sau.ziehen sich zwischen den obern Thälern dieser Flüsse als ein sehrverwittertes, nacktes, grottenroiches Gebirge gegen SO. bis zurQuelle der Culpa und dom Meerbusen von Fiume, wo sich die Züg«des griechischen Hochlandes anschliosson.
Die Gletscher (Firner, Ferner, Käs, Gl&oier, Vedretti), sindEismassen, an ihror Oberfläche woissllch, tiofer hinab meergrün, gan«tief dunkelblau, welohe an der Nordseite der Alpen tiofer als an derSüdseite hinabroiohen, oft so mächtig, dass sie kleine Eismeer«bilden. Im Winter häuft sich der Schnee, schmilzt im Sommer,friert aber in der Tiefe wiodor zu Eis und vergrössort so die Gletscher,die dann sich fortschieben. Eine andere Erscheinung in den Alpe 0sind die Lauvinen. Man theilt sie in vier Gattungon: 1) Staub"oder Wi u dl au vi nen, entstehen bei frischer Schneedecke, wen®der Wind kleine Schneestückchen losroisst. 2) Die Frühling«"lauvinen, Roll-, Grund-, Schlag-, Stoss- etc. Lauvin®®*3) Rutsehlauvinen, bei minder steilen Abhängen. 4) Glot"scherlauvinen, Sommerlauvinen, sind StUcko von Gletschern*die in der Sonne aufthauen und donnernd in die Tiefe stürzen.
Die grössten Thäler auf der deutschen Seito der Alpen sindLängenthälor, auf der franz. und Italien. Quorthäler und mündenfast alle in die angrenzenden Hauptthäler der Rhone, dos Rhein*der Donau und des Po. Die bedeutendsten derselben sind: l) a°*der West- und Nordseite, von S. nach N. und von W. nach 0- :a) das Thal der Durance, Quelle am M.-Genövre, die Thäler vonEmbrun undSisteron. b) Das Thal derlsöre, Quelle am M.-Iser»®*c) Das Thal der Arve, dessen oberer Theil, das 8000—4000 F. hob«Chamouny-Thal, vom Nordabhang des M.-Blano beginnt, d) D* 1 ,Rhone-Thal vom Furca bis zum Genfersee, von dessen linker SeH esich von O. naoh W. einmünden die Querthäler: Val d’Kntremo»»^Val de Bagne, Vald’Arraenoi, Eringcrthal, Einflschthal, Turtman®"thal, Visperthal, auf dor rechten Seite aber von (). nach W. d**Lötsehthal. Die Thäler auf der Nordsoito der Bornoralpen, der« 0Gewässer in die Aar und mit dieser zum Rhein abfliessen, si» ( * :das Saanenthal, das Ober- und Niedersimmenthal, Adelbode®"'Kander- und Kionthal, welche sich zusammen in das Thal der A« rraündon, Lauterbruunen- und Lütschinenthal, das Haslithal. e) I“den Vierwaldstätteralpen: das Reussthal, in seinem obern End«Ursorenthal gonannt und rechts das M&doraucr- und 8chächontb®*aufnehmend. f) Dann weiter nach O. das oboro Rhointhal mit do»°Längenthal Sur Selva, dom Querthal: Medelserthal, dem (Längen“)Rheinwaldthal, dem (Quer-) Domletschthal, g) DieNobenthälor de*Donau, welche Iller, Lech und Isar bilden, sind nur kurzo Que*'thäler, innerhalb dor Algaueralpon. Dagegon bildet der Inn, wd"eher unmittelbar dem Hochgebirge entspringt, das längste Thal de«ganzen Alponlandes. Er durchströmt, zuerst von seinen Quell« 0aus, dio zwischen dom Septimer und dem Bornina alB mehr®**kleine Seen liegen, das hoho, zum Theil baumlose Längonthd d 0 ®obemund untern Engadin, bis unterhalb Fiustormünz. VonLandoc*bis Kuffstein ist das Innthal niedriger, weiter und fruchtbar®*!Von Kuffstein aus aber wird es immer enger als Querthal und roid 1bis Rosenheim, wo der Inn in die Plateaucbone der Donau ointritt*In das Innthal mündet sich rechts bei Braunau das Thal derHalzad 1,Das Thal der Ens; die Thäler der Leitha und Raab; letztere beid« 0sind unbedeutende Längenthäler innerhalb der östl. Voralp e °j2) Auf der Ost- und Südseite: a) das Thal der Mur. b) Das Th^der Drau, deren Hauptquellen am Dreiherrnspitz und dein M.-P®^®»grino liegen. Parallel mit diesem laufen c) dio Thäler dor Sau u®Culpa innerhalb der Kalksteingebirge der carnischen und juli»ol»-« 5 *Alpen, d) Die Küstentlüsse des adriat. Meeres bilden nur ganz kur®Thäler innerhalb dor südlichen Voralpen, Dagegon hat e) dio Kt«®^ihre Quelle in den Hochalpon, zwischen dom Ortoler und dem O®**thäler Ferner. Ihr oboror Lauf bildet das Längenthal des Vint« c °gaues bis Botzen, wo das Pustorthai sich einmündot. Von Botz®an wendet sich die Etsch südwärts uud durchbricht die südlich®.Alpenkotten in einem 19 M. langen, wilden und ongen Quorth®’bis der Fluss bei Verona in dio tiefe Ebene der Lombardei e l nfcr 1 1 *Vf) Die Nebonthälor dos Po; nämlich die Thäler des Mincio. Ogi* ’Adda, Tessino, Sesia, bilden Längenthäler, je mehr sie nach Wed®liegen, desto weiter in das Hochgebirge heroinroichond. Diel 50Baltea, deren Quellon am Fusse dos M.-Blanc und des ff ro ^ 8 fl dBernhard liegon, bildot die berühmten Längenthäler am 8ü<loBti uder M.-Blancmasse: AUÖe blanche und KntrÖvos. g) An der C«Seite der West-Alpon bilden dor Tanaro, dio Stura, der obereund dio kleine Dora nur kurze Quorthäler.
Haupt-Pässe der Alpen (Uber dio Hauptkctton de« ^birge8)sind: a)übordioMoeralpen: der Col di Tonda 6600fahrbar, b) Ueber dio eottischon Alpen: der Pass deB M--G®"növro 6800 F. zwischen dou Thälorn dor Durance und kleinen Do* 0,