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Erster Band. A - K.
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Amerika

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Ametla (la)

Niederlande und Frankreich getheilt. Von den westindischen InselnRGhÖren Cuba, Portorico «. s. w. Spanien, die Bahama-Inseln, Ja-maica u. s. w. den Engländern, Guadeloupe, Martinique u. s. w. denFranzosen, St. Thomas, St. Jean, St. Croix den Dirnen.

Die Gesammtbevölkerung Amerikas schätzt man auf GOWill., wovon 86 Mill. auf Nordamerika, 20 Mill. auf Südamerika und* Mill. auf Westindion u. s. w. kommen. Die Urbevölkerung, vor-'Ugsweise Indianer gonannt, welche in viele einzelne Völker-tchaften zerfallen, ist zum grössten Thoil bereits verschwunden undRoht allmählich ihrem gänzlichen Untergang entgegeh. Die Anzahl^or unabhängigen und barbarischen Indianer, dürfte kaum 2—3 Mill.betragen, während die Mehrzahl der noch übrigen Indianer mit denEuropäern zu neuen Völkern verwachsen ist, besonders in den Län-dern, wo sie bereits ansässig und civilisirt waren, wie in Mejico,Neu - Granada und Peru. Die Europäer oder Weissen bilden dastonangebende Element und die Hälfte der ganzen Bevölkerung■Amerikas; die Indianer, freie und civilisirte zusammen, gegen ^ ;die Neger, welche grösstentlieils Sklaven sind, i/ 7 . i)en RoBtbilden, ausser den in neuerer Zeit eingewanderten Ostasiaten, Misch-litigo aus den drei Hauptrassen, Mestizen, Zambos, Mulatten. DieEuropäische Bevölkerung selbst theilt sioh nach den Nationali-sten der ursprünglichen Europäer, in zwoi Hauptzweige, britischerNationalität, oder Anglo-AmerikanerimNorden undBpanisch-jtorfcugiesischo Nationalität oder Hisp ano-Amerikaner im«Öden. Ausser diesen Haujitnationalitäton, in deren Sprachentogiert wird, haben grössere Landstriche vorherrschend franzü-*jtcho, deutsche und irische Bevölkerung, theils durch blosseEinwanderung, theils durch ursprüngliche ColoniBation.

Gebirge, Gewässer. DasHauptgebirge,dieCordilleren,Wer auch Andengebirge genannt, zieht sich in ineridianaler Rich-tig durch deu ganzen Erdthoil; mit dem Cap Horn beginnend geht’ueso grosse Kette über die Feuerlands-Inseln auf das Festland Süd-'toorika Über, und stroiclit nahe an der Westküste hin, 10 — 26 M.'kvon entfernt. Unter 88° s. Br. treten drei Querjoche östlich in^8 Land, gegen das Gebiet des Rio de la Plata. Die HauptkettcBßhtfort, bis gegen den südlichen Wendekreis sich wieder Massen'«sondern landwärts nach Bolivia, Peru, Ecuador, die zunächst das^öbiet des Amazonenstroms bestimmen. Weiter nördlich bildett ‘ e r östliche Gebirgszug die Wasserscheide zwischen dem Orinoko-

Magdalenentiusse ; der westlichste an der Kttsto setzt sich zurE^idenge von Panama fort, und der mittlere Gebirgszug scheidet

Gebiet des Magdalenon- und Caucaflusses. Die Hauptkette

über jene Landenge nach Nordamerika hinüber, wo sich 20°Kr. wieder 3 Züge Bondorn. Der östlichste gellt über den NorteJ[J l d Arkansas, und endet als Ozarkgebirge am Zusammenfluss desrjtosissippi und Missouri; der zweito Zug streicht uIb der beden-^dste in NNW. zur Nordküste und endet am Mackenziefluss; der^stliche Zug bleibt an der WestkÜsto und geht bis zur InsoljD&achka. Die Länge des Hauptzuges beträgt etwa 1800 M., 1000M.^Südamerika, 800 M. in Nordamerika. Die Kammhöhe wechseltRachen 6 bis 14000 F., die höchsten Gipfel erreichen Über 21000 F.i*Öhe. Bei Panama aber, wo sich nur Hügel von 600 F. finden, ist* e Kette der Anden unterbrochen und zur Wohltliat für den Welt-Erkohr die Verbindung beider Oceane froigegeben. Durch dietohtung des Gebirges hat der Boden Amerikas überall dieselbe^Reinrassige Gestaltung; im W. eine schmale Küste, dicht daranq® hohen Cordilleren, gegen O. unabsehbare Flächen mit einzelnenebirgsgruppen. In den Anden finden sich eino grosso Menge?Miger und ruhender Vulkane, die höchsten und furchtbarsten in, etl Anden von Quito , Neugranada und Centralamerika. Die be-ratendsten sind der Aconcagua in Chile, Gualatieri und ArequipaJ 1 Bolivia, Cotopaxi in Quito, Solima in Neugranada, Popocatepotl

Orizaba in Mejico.

Den grossartigon Verhältnissen der Gebirgs- und Ebonenbildung^spricht auch die Ausbildung des flüssigen Elements. Amerikaa* die grössten Stromgebiete der Erde , den grössten Wasserreich-jMn, somit die grösste Continental-Bewässerung. Doch fliessenv st &llo Gewässer dom altlant. Ocean zu, während der stille Ocean^ kurze Sturzbäche von dom nahen Hochgebirge empfängt. Die^tne der Ostseite haben einen freien ungehemmten und zu jeder®tt wirthbaren Lauf. Dies, ihre Schiffbarkeit, ihr steter Wasser-[jtohthmn . ihre langen Wasserstrassen und tiefen Verzweigungen,yniedrigen Wasserscheiden , mithin leichto Kanalisirung zweierj *®chiodenor Stromgebiete, gibt den Strömen Amerikas eino hoheDeutung. Die Ilauptströme sind:

Di Südamerika:

Entwicklung760 M.

n Kamen

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-FranciscoRdalonenstromM« J 11 Nordamerika;Cm ®nzie

Smbia

^. te Qzstrom

Dir. Länge431 M.100 „330 „

? n

187 „

226 M.00 „250 „320 „220

345 „460 „270 „150 „

875 M.200 „460 „730 „300

Stromgebietetwa 90,000 QM.30,000 „

72,000 „

?

4000 „

? QM.

(indt. in d. st. Ocoan)68,200 QM.Über 60,000 „

13,500

del Norto s ju „ ouv » „

*n Nordamerika liegt nördlich vom 40° bis zur Polar-Küsto und^ Dich von den Rocky-Mountains und dom MackenzieflusB daseiK 8 ®® Gebiet von grossen und kloinon Seon; sie bilden gleiohsamPq* Kotz, das durch die Abltüsso mit dem atlant. Ocoan und demO^meer in Verbindung steht. Die grösseren dieser Seen sind dor°"* Huron-, Michigan-, Superior-, (Oberer-), Winipeg-,

kj. 1 '» Wollaston-, Athabasca-, Grosse Sklaven-, Colden-, Grosso‘ü-See u. s. w. Südamerika hat solche grosse Soesysteme nicht,*&zen 910 QM.

LfHm». Dor Riesenbau Amerikas in die Länge und Höhe, ver-faß ÖU Der Schmalheit des Erdtheils und dem Wasserreichthum,n dom amerikanischen Klima den Grundcharakter des Feuchten,

welcher die ganze klimatischo Skala von der grössten Hitze bis zurgrössten Kälte durchläuft. Im Ganzen ist die Temperatur Amerikasweit niedriger als in dor altonWelt und zwar ira Süden und Nordenfeuchtkühl und in dor Mitte feuchtheiss. Hierdurch wird zugleichdie Bedingung gegeben, dass Amerika dor Boden Üppigsten Pflanzon-wuchses und dor Entwicklung der niedern Thierwelt wird. In denTropengegeuden wird die Hitze durch Passatwindo gemildert.Wenn aber die Passate aussetzen , so steigert sich dort die Tempe-ratur bis zum Unerträglichen und durch theilweiso Ausdehnungeinzelner Luftschichten werden jene westindischen Orkane verur-sacht, die alle Stürme auf clor Erde an Heftigkeit übortreffen. Eigen-tümlich ist ferner, dass Amerika von dom Gleicher aus nach beidenSeiten hin eine breitere Regonzono hat, als die alte Welt, dass fernerdie Zone der veränderlichen Niederschläge dagegen viel kleiner ist,und endlich die Eisregion am weitesten von den Polen aus entferntliegt. Es ist gewiss eine ausserordentliche Erscheinung, dass manunter 38° s. Br. noch PalmengewUchBe trifft und 9 Ü südlicher schondie Eisregion auftritt. Die Niederschläge finden auf der Nordwest-küste fast das ganze Jahr hindurch statt, im Innern der VereinigtenStaaten im Winter und an deren Ostküste ira Sommer. In Süd-amerika hat die Westküste im Gebiete des veränderlichen Nieder-schlags Winter-, die östliche ebenfalls Sommerregen, wogegen es ander Südspitzo Amerikas und im Feuerlande das ganze Jahr mit einerHeftigkeit regnet und schneit, die an die Regenströme der Tropenerinnert. Ganz regenlos ist ein Tlieil dor KÜBte von Peru und Bo-livia, fast regenlos Alt-Califormen und ein Küstenstrich Südameri-kas westlich der kleinen Antillen. Die Ostküste von NordamerikaiBt viol kälter als die Westküste von Europa. In Nordamerika nimmtvon Osten nach Westen die Wärme zu; in Südamerika aber bewirktder an derWestküste hinstroichende kalte Südpolar-Strom, dass dieOstküste wärmer ist als die Westküste. Nordamerika ist im Allge-meinen dor Welttheil der strengen Winter nach Art von Asien, undzugleich dor minder warmen Sommer nach Art von Europa ; es hatrauhere Frühjahre als diesos, aber schönere und mildere Herbste.Die meisten Uferstriche Amerikas sind endemischen Krankheitenausgesetzt, namentlich herrscht das gelbe Fieber an den KÜBten desAntillenmeeres. Wo der Seewind kräftig auftritt, wird der Gesund-heitszustand besser und auf don llöhon im Innorn ist die Luft sehrrein und gesund.

Die allgemeinen Hauptzttgo der amerikanischen Natur. welcheam entschiedensten in don Tropenländern sich zeigen, sind etwafolgende: weit verbreitete und grossartige vulkanische Thätigkeitin Ausbrüchen und Erdbeben; grosser Reichthum an Metallen, be-sonders Silber; bei don verschiedensten Klimuten reichliche Be-wässerung und fruchtbarer Boden; ungehoure Wilduisse in Waldund Gras, Überhaupt ausnehmend üppige Vegetation mit ausser-ordentlicher Entwicklung der niedern Thierweit, besonders in derInsektenklasse, wogegen die höhere Klasse der Säugethiere auf-fallend zurückstoht. Gold, und besonders Silber fast im Ueberfluss,und fast alle andern Metalle und Mineralien, Eisen besonders inBrasilien und den Vereinigten Staaten , Kupfer in Südamerika, be-sonders in Chile, Diamanten in Brasilien u. s. w. Aus dem Pflanzen-reiche: Tabak, Cacao, Vanille, Theo, Mais, Kartoffeln, Chinarinde,Zuckerahorn, Sassafras, Quassia, Farbliöizer; ferner Baumwolle,Kaffee, Reis, Hanf, Yams, Bataten, Wein u. s. w. Von Vierfüssemhat Amerika eigentümlich : Sapajus und Sanguinchen, Faulthior,Gürteltliier, Ameisenbär, Vampyr, Shaxien, Opossum, surinamschenAeneas, Stinkthier, Waschbär, Jaguar, Kuguar, Lama, Vicuna,Bison, Bisamstier, Tajassu, Tapir, Elennthier. — Von Vögeln: Con-dor, Pfefferfras, Colibri, Ani, Curucuru, Bucco, Jupujaba, amerik.Nachtigall, Cardinal, Zugtaube, Curasso, Truthahn, amerik. Strauss,Palamedea, Mycteria, Cochlearia, Rhincchops, Ansinga, canadiBcheGans, Pinguin. — Von Amphibien : Verschiedene Arten von Schild-kröten, Pipa, gehörnten Frosch, Alligator, Leguan, Klapper - undKarmoisinschlange. — Von Fischen : Zitteraal. — Von Insektenund Würmern: die Kochenille, Purpurmuschel, die prächtigstenSchnecken und Käfer, z. B. dor Laternenträger u. s. w.

Die grössten Städte Amerikas sind, in Nordamerika: New-York mit fast einer Million, Philadelphia 665,530 E., Baltimore,New-Orleatis, St. Louis, Cincinnati, Boston, Habnnna auf Cuba,Mejico, Hauptstadt von Mejico, Rio Janeiro, Bahia in Brasilien,Buonos-AyreB, Lima, Quito u. s. w. Eisenbahnen hat ausser derkleinen aber wichtigen Panamabalm und einer kleinen Linie inBrasilien, nur dasUnionsland, dessou grossartiges Eisenhahnsystemnächstens dem Erdumfang au Länge gleichkominen wird.

lieber die einzelnen Länder Amerikas siehe die bezügl. Artikel.

Amern , 1) St. Anton, Df. in Preusson, Rgbz. Düsseldorf, Kr.Kompcn, 860 E. 2) St. Georg, Df. obd., 686 E. Leinwandhandel.

Ainerongen, Fick, in don Niederlanden, Prov. Utrecht, amRhein, 2190 E.

Ainerpnra, s. TJmerapura.

Ainersfoort, Hptst. eines Bez. in den Niederlanden, Prov.Utrecht, an der Hem und am Fusb der Amesfoortor Borge, 12,700 E.Tuchmanufakturon, Seidenspinnereien, Bierbrauerei, Tabaksbau,Glasfabrik, Getreide-, Spoditions- und Commissionshandel nachAmsterdam. [und Spitzenfabrikation.

Amcrsham, St. in England, Gfsch. Buckingham, 3030 E. Seiden-

Amen, Ort in Ver.-St., Ohio, Gfsch. Athens, 1700 E.

Ainesbury, 1) St. in England, Gfsch. Wilts, am Aron, 1138 K.In der Nähe der Stonehenge, Ueberrost eines Druidentempels.2) St. in Ver.-St., Massachusetts, 3700 E. Schiffbau, Eisenwerk.

Amosuorf, Ainstorf, Df. in Anhalt (Cöthen), A. Warmsdorf, ander Wipper, 430 E. « [Freistadtl, 460 K.

Amosreitli, Df. in Oestorr. ob d. Enns, Mtthlkr., Bez. und bei

AiupHBChlng , Df. in Oestorr. ob d. Enns, Mühlkr., Bez. Leon-felden, 660 E.

Aniethi, St. in Hindostan, Oude , Distr. Partabgarh, mit etwa10,000 E. Kleines Fort. 26° 8' n. Br., 82° 2' ö. L. v. Grwch.

Ametla (la), Df. in Spanien, Prov. Barcelloua, Boz. Grauollois.882 K.