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Erster Band. A - K.
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Aquileja, Aglar

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Araguaya

Parochialkirchen und einige Klöster; Papierfabriken, Handel mitSeide, Wachs und besonders Safran. 2) Df. ebd., Sardinien, Prov.und Distr. Porto Maurizio, 967 E. 3) Df. im Schweizer Kant. Tessin,Bez. Blenio, mit Ghirone 970 E.

Aquileja, Aglar, Fick, in Oesterreich, Istrien, Kr. Görz, amAusfl. des Timarus ins adriat. Meer, 1738 E. Unter Marc Aurel dieerste Fest, des röm. Reichs. Bei ihrer Zerstörung durch Attila 452flüchtete sich ein Theil derE. auf Inseln und legten den Grund zumnachmaligen Venedig. Fischerei; röm. Alterthümar. 45°45'57''n. Br., 11« 2‘ 5" ö. L. v. Par. [1072 E.

Aquilin (St.), Df. in Frankreich, Dep. Dordogne, Arr. Ribörac,

Aquilou, Fick, in Spanien, Prov. Zaragoza, Bez. Belchite, 834 E.

Aquino, alte verfallene St. in Italien, Neapel, Prov. Caserta(Terra di Lavoro), 1644 E. Bischofssitz. Geburtsort des Juvenalund des Thomas von Aquino.

Aquita, St. in Japan, Prov. und InsolNiphon, im nördl. Theile.

Ar, (K1 h-) , 1) Df. in Ungarn, Com. Szatmar, bei Tisza-Ujlak,570 E. 2) (Nagy-), Df. ebd., 500 E.

Arabanate, Binnensee in Südamerika, Staat Ecuador, mit Abfl.in den Guallaga. In der Nähe eine Missionsstation.

Arabat, ruas. Fest, in Taurien, auf der nordöstl. Küßte derKrim. 45« 17' 53" n. Br., 33« 36' ö. L. v. Par.

Arabayona de Mogica, Df. in Spanien, Prov. Sal&manca, 547 E.

Araber (Bucht der), westl. von den Nilmüdungeu bis zum CapDera8.

Arabghir, Arebkir, 1) Sandschak in asiat. Türkei, Anatolien.Gebirgig, von Turkraanen bewohnt und mitGold- und Silbergruben.2) Hptst. daselbst, unfern vom Euphrat. Verfallen, in fruchtbarerGegend; 6000 Häusor.

Arabida, Fick. inPortugal, Prov. Estremadura, unfern Lissabon.

Arabien, Dwcheslreh el Arab, (arab. Halbinsel), ist eine grosseHalbinsel zwischen 12° 40' bis 34° 7' n. Br. und 30° 42' bis 57° 67'ö. L. v. Par. Grenzt im N. an dio asiatische Türkei, ira O. an denpersischen Golf, im SO. undS. au das arab. Meer, imW.an das rotheMeer, im NW. an Aegypten, welches durch den Isthmus von Suez mitAsien Zusammenhänge Sein Flächeninhalt beträgt mit der Sinai-halbinsel und der syrisch-arab. Wüste wohl 50,000QM. Gewöhnlichwird es in das peträische, wüsto und glückliche Arabien eingetheilt,oder besser in die Landschaften: l) Nedsched, das Land derWaha-biten, mit denWüsten des Innern; 2)Hedschas; S)Jemen; 4) Oman;5) Hadscbar, auch el Hassa genannt. Die Bevölkerung wird auf10 bis 12 Millionen geschätzt, der Mehrzahl nach einheimisches Ur-volk der Araber und Nomaden, die sich zum Islam und dessen Sektenbekennen, dann Juden, Banianen (indische Kaufleute), Neger (alsSklaven), Syrer, Osmanen, Europäer etc.

Arabien bildet eine Hochebene, deren nördl. Theil vom Euphratan und den Grenzen Syriens bis zur Provinz Nedsched, eine grosse,dürre Wüste ist, hie und da mit grünenden Oasen, aber ohne Flussund Waldung. Das nördl. Küstenland am rothen Meer, Hedschas,ist landwärts von steil abfallenden, dürren und hohen Gebirgen um-schlossen. Die höchsten Terrassen umgeben das südwestlichsteKüstenland Jemen, das ostwärts anHadramaut, und dies an Sed-scher, die beiden Landschaften der Südktiste grenzt. Die O.- oderNO.-Küste, das schmale Küstenland Oman, dessen Breite nirgend40 deutsche M. übersteigt, ist von Längen-und Quergebirgen durch-schnitten, deren mittlere Höhe gegen 4000 F. ist, aber auch Kuppenzu 6000 F. hat und westwärts an ungeheure Sandwüsten stösst. Un-bekannt ist die Küste am persischen Meerbusen. Das nördlichereBinnenland, Nescbed, ist eine Hochlandsohaft, deren kahle Felsenbis 9000 F. sich erheben.

Soweit Arabien überhaupt bekannt ist, gibt es in den Sand-wüsten fruchtbare und gut bewässerte Oasen, aber nur wenig undunbedeutende Flüsse, die durch die „Wadis", Trockenthäler mitvorübergehenden Regeubächen, ersetzt werden. Ob es im Binnen-lande Seen und Vulkane gibt, ist unbekannt.

DaB Klima Arabiens ist sehr verschieden. Im Allgemeinen istin den Sommermonaten die Hitze fast unerträglich (38« und mehr),der Himmel stets heiter und wolkenlos, und nur das eigentlicheHochland kühler. AVie in Afrika, wechseln die glühend heissenTage mit kalten thaureichen Nächten. Die Küsten haben eigent-liches Tropenklima und ihre Tropenregen fallen nacli der Lage inverschiedene Jahreszeiten.

Naturprodukte: Der Ackerbau ist sehr verkümmert und be-zieht sich besonders auf Durrah (Negerkorn) wie in Afrika; wich-tiger ist die in Arabien überall verbreitete Dattelpalme. Die Vieh-zucht in Kameelen, Pferden, Eseln, auch Schafen, Ziegen undRindern ist sehr bedeutend; die arabische Pferderasse gilt als dieedehte. Die fruchtbarsten Gegenden sind die Thäler der Gebirgs-länder, weiche reichlich bauen Südfrüchte, Zuckerrohr, Tabak,Kaffee, Indigo, Manna, Datteln, Wein, Oel, Reis, Durrha, Aloe,Balsam, Gummi, Weihrauch, Sennesblätter etc. In den GebirgenAnden sich Löwen, Schakals, Hyänen, Gazellen, Strauese. Mine-ralien: Eisen, Blei, Kupfer, Achat, Jaspis, Rubinen etc.

Nur die ansässigen Araber, dieHaddhesi in Dörfern und Städtentreiben neben Viehzucht, Jagd, Fischerei und Feldbau, auch einigeGewerbe, aber mit wenig Vollkommenheit. Der arabische Handelist vielfach in den Händen von Banianen und Juden; auch dieBritten nehmen in neuerer Zeit daran Theil und haben in Aden einearabische Besitzung und Station. Bedeutende Ausfuhrartikel sindvor allen das arabische Pferd, der Moccakaffee (jfthrl, 1,000,000 Ctr.),Datteln, die arab. Perlen an der Küste des pers. Golfs (1V2 Mill.Stück). Dann Gummi, Balsam, Droguen, Räucherwerk, Indigo,Korallen etc. Die vorzüglichsten Handelshäfen sind: Jembo,Dschidda, Betelfaki, Hadschar, Moccha, Maskate, Aden, El Kalif,Kneit u. a. Einfuhr aus Hindostan: Baumwollenzeuge, Seiden-waaren, Gewürze, Zucker; aus Nordamerika: Eisen, Stahl, Zinn-waaren, Blei etc. Die Engländer bringen alle europäischen und vor-züglich auch Luxuswaaren; durch Karawanen kommen türkischeWaaren.

Der Araber steht in Geistesbildung höheres der Os-

mane und Tatar. Bei den Wahabiten sind Schulen eingeführt,in den übrigen Theilen Arabiens sorgen die wohlhabenden Klaasondurch Hauslehrer für den Unterricht. Kinder der Dürftigen wei"den in den Moscheen in Lesen, Schreiben, Rechnen und Religiösunterrichtet. Der Araber hat Sinn für die Dichtkunst und Gabezum Erzählen; den Ständen nach zerfallen die Araber in mehrereKasten: 1) Adel und zwar Scherife, Nachkommen des Propheten«undSchoikhs, Oberhäupter der Stämme; 2) Volk und zwar Maedi.zum Theile nomadisiren’deHirten; Fellahs, Landbauern; Haddhesi«Städtobewohner, welche Gewerbe und Handel treiben.

Arabien hat keine eigentliche Staatseinheit, sondern besteh*aus vielen kleinen Staaten mit verschiedener Verfassung. Di®meisten sind Monarchien; mehre Nomadenstämme haben eine pat-riarchalische Verfassung, und einige sind wirkliche Freistaaten!der Araber behauptet im Allgemeinen persönliche Freiheit. D>®Herrschaft der Türken inArabien wird über ein Gebiet von9H2Q^-und 900,000 Bewohner durch zwei General-Gouverneure ausgeübt in2 EjaletsHabesoh (Westarabien mit Mekka) undHaremiNehevi (mi*Medina); es ist jedoch meist mittelbar unterworfen und wird vonkleinen Fürsten (Soherifs), regiert. Unter den inländischen Staatensind am mächtigsten die Herrschaften des Sultan von Maskate, dosFürsten des Gebirgs von Asir und des Imam von Sana in Jemen.

Ueber Staatseinkünfte und Kriegsmacht lässt sich nichts B®'stiinmtes angeben.

Arabischer Meerbusen, wird auch rotlies Meer genannt.Arabisches Meer, der Theil des indischen Oeeans, wolchor d* 8Südküste und Oman, in Arabien bespült.

Arabog, St. in Arabien, am rothen Meere. Hafon.

Aracnl, Fl. in Brasilien, Prov. Pernambuco, mündot in da*atlantische Meer.

Aracan, s. Arracan. \

Aracati, St. in Brasilien, Prov. Ceara, unweit dor Mdg. do«Jaguuribo, 1600 E. Hafon, Handel mit Produkten.

Araceita, Fick, in Spanien, Prov. Huelva, 4120 E. Jaspisbruch-Araches, Df. in Frankreich, I)ep. Haute-Savoie, Arr. Bonn 0 '▼ille, bei Cluse, 822 E. Mineralquellen, Steinkohlen, Uhrmacher® 1,guter Käse. [11« 7' n. Br., 78« 30' ö. L. v. Gr««*-

Arachl, St. in brit. Ostindien, Prsdsch. Madras, Distr. Sale 15 'Arachova, Df. in Griechenland, Livadien, südl. am Parna 00,1823 Sieg der Griechen über die Türken. ^

AracK, 1) Df. in Ungarn, Com. Sümeg, bei Babocsa, 40&*"2) Df. ebd., Com. Zala, bei Balassa-Füred, 455 E.

Aracua, Sorra de, Gebirge in Brasilien, Prov. Rio Negro.Aracuahl, St. in Brasilien, Prov. MinaB Goraes, am Fl. gl.N® 113 'Aracuyaa, indisches Volk in Brasilien, Prov. Pornambuco. . ,Arad, 1) A. Varmegye, Com. in Ungarn, (Grossward 01 ^zwischen Siebenbürgen, Bihar, Csanad, Bokea, Temes und Kr» 08 ;108 2 /*QM. 256,197 E. Im O. ein Zweig der Karpathen, Klado^ira W.Ebene; im N. Waldung. Die Hügel haben vorzügliche,berge, besonders die Monescher; Obst, Getreide und Kukux«**'Die Hauptflüsse sind der Maros, der weisse Körös und GxiB?.Produkte: Getreide in Ueberfluss, Obst, Melonen, vorzügl. W 01 . 1Vieh- und Bienenzucht, Wildprot, Fische, Krebse; Holz; 'Silber, Eisen. 2) Alt-, Freistadt in Ungarn, im glchn.am FI. Maros, 26,959 E. Bischofssitz., katholisches Gyranafl«!^Hauptschulo, Schullehrerseminar, Tabakfabrik, Viehhandol.

Fest. A. am 1. Ufer des Maros durch oino Brücko mit Alt-A/^Tverbunden. 8) Neu-, deutsch. Marktflck. ebd., (Wojwod 00 * 1 '* 1Kr. und Bez. Temeswar, am 1. Ufer des Maros, Alt-A. gogenhJ>Postamt. [1»*‘ ,

Aradeo, Fick, in Italien, Neapel, Prov. Lecce (Terra di Ot*» 11 iAradon, Ardon (toller Fluss), Nebenfl. des Terek in Rusal*Kaukasien, 16 M. lang. An ihm ein heiliger Hain der OsseternAradseli, St. in der asiat. Türkei, Anatolien, Sandschak N ft8muni. Schöne Mosohoe; heisse salzige Quelle.

Arafat, Berg in Arabien, bei Mekka, von den Muhamed»«als Wallfahrtsort besucht, nur 200 F. hoch. [U«

Arafo, span. Flok. auf der Canar.-Insel Santa Cruz de To«® 1Aragawa, Fl. in Japan, Insel Niphon, theilt sich in 2deren wesfcl. bei Jeddo vorbeigeht und über den die berühmte.führt, von wolchor aus alle Entfernungen des Reichs g 0reC i e p.werden. [Trefflich angebaut; Cacaopfla» zll,, ~jijh

Aragon, Thal im südamerik. Staate Venezuela, Prov. CuinAragon, 1) Df. in Frankreich, Dep. Audo, Arr. und bei ^^cassonne, 613 E. 2) s. Aragonien. 3) Fl. in Spanion, derPyrenäen entspr., Aragonien durchfliesst, und in den Ebro n lü ’bei Milagro. 4) A.-Canal, Canal Imperial, in Spanien, begingTudola in der Prov. Navarra, und geht rechts am Ebro h 1 !*^unterhalb Zaragoza. Er ist 9 F. tief und auf dor W»® B ° r64 F. breit. .

Aragona, St. in Italien, Sicilien, Prov. und Distr.

9536 E. In der Nähe der Schlammvulkan Maccaluba; altes SenMandelbau. }

Aragonien, Aragon , Landseh. in Spanien, im N. die Pyim S. das Iberische Geb., und vom Ebro durchströmt. ^nifn 08der Eintheilung v. 1833 die 3 Prov. Zaragoza, Hucsca, Teruel,

880,700 E. Die Ostecke ist vollkommenes Alpenland mit d 0Ugipfeln Montperdu 10,994 engl. F. f Maladetfca 11,168 engl**’ 4 » e rMidi 9000 F. Dio Ebenen sind meistentheils dürr und ' v0n ‘j g cl*;giebig; das Klima auf den Höhen rauh und der W'inter Bt / 1 * iji^-doch kommt der Oelbaura in den Thälern noch fort. Produk 6 . $Wein, Safran, Hanf, Flachs, Seide und Getreide. Wich* 1 ®, g 0 d*Schafzucht, der Gewinn an Eisen, Alaun, Kobalt, Blei u11der Kunstfleiss jedoch gering. ^

Aragua, St. in Venezuela, Prov. Barcelona, Hauptort u 0Kantons, 1890 E. 9° 24' 58" n. Br., 67° 8' 60" w. L. v. P»**Araguaya, Nebenfl. des Tocantins in Brasilien, und 111 ^oberen und mittleren Lauf bis zur Einmündung die Woötg* . ^Prov. Goyaz bildend. Er fliesst von S. nach N., ist 21Ü M-eine lange Strecke schiffbar.