Austerfield
79
Australien
H - Austerfield , Ottsch. in England, Gfsch. York, West-Riding,«■Mhspl. Blyth, 889 E.
§. Austerlitz, 1) Slawkow, füratl. Kaunitzische Herrschaft undSei»* 1 ^ e8ter reich, Mähren, Kr. Brünn, an der Littawa, 3452 E.ö j ne Kirche, prächtiges Schloss. 49 ü 9' 26" n. Br., 14° 32' 36"1 * Jj * v • -Par. Merkwürdig durch den entscheidenden Sieg Napo-, Q 8, und schreckliche Niederlage der Bussen 1806, 2. Dec. (Drei-^® e ^ c ^la c ht.) 2) St. in Ver.-St., New-York, Gfsch. Columbia,
» Krchspl. auf einer Insel an der Küste Norwegens,we-Bergenhuus-Amt, vor dem Bjürne-Fjord.
Austhorpe, Bf. in England, Gfsch. York, West-Riding, 231 E.Nord ^ Listr. in Ver.-St., Texas, als Kolonie von einem
u-Af^rikanerangelegt, die schon 1828 an 16,000Bewohner zählte,j^i “ 6rea Hauptort San Felipe de A. am Rio Brazo de Bios, imin 1824 gegründet, ist. 2) St. edd., am Fl. Colorado, tief im^ • 3000E. Seitl839Regierungssitz. [dosErie-Sees.
Austinburgh, Bf. in Ver.-St., Ohio, G-fsch. Ashtabula, unweitAUHtintown, Ort in Ver.-St., Ohio, GfBCh. Mahoning, 1500 E.Un Lf. in Italien, Insel Sardinien, Prov. Cagliari, Bistr.
nu * e L Mand. Tonara, «10 E.
Ahstonley, St. in England, GfBCh. York, West-Riding, 1910 E.^üHtraUa felix, s. V ictori a.
d^g ,, UK traUeu. \) Unter diesem Namen verstehen wir zunächstEstland unter dom südlichen Wendekreise, früher Neu-i, £ genannt, das sich vom 10 u 43' s. Br. (Cap York) bis 39° 11'' ^ a P Wilson) und von 113° 41' ü. L. (Cap lnscription) bis^ea ^ v * Grwcli. (Cap Byron) evBtreekt, und imO. vom stillen<1* |hNW. und S. vom indischen Moore begrenzt wird. Von
»ti a8 8e * Neu-Guinea ist es im NO. durch die 20 M. breite Torres-3jjj 0 ’ V( m Van Diemensland oder Tasmaina im SO. duroh dieKty ' ” re ite BttssBtrasse getrennt und besonders im NO., N. und' 8 Vüu einem Kranze kleiner Inseln und Klippen umgeben. SeiuoVoiiv 6 ^ r °ite von O. nach W. beträgt 650 M., die grösste hängez't Ua ^ 1 M. Ber Flächeuinhalt wird auf 139,000 QM. ge-
G i n em .Küstenumfang von 1940 M., was eine Küstcn-^^hng von l M. auf nahezu 72 QM. Landes gibt. Die Be-*°hne rUn ® von L162,804 (im J. 1861) besteht aus den Urbe-l)i 6 etwa 60,000 Köpfe und den europäischen Ansiedlern.
^terabth V ^ inex Söhören 7U ^ en Australnegern (Nogritos), einer«Uajg t,le )lung des australisch-malaÜBclien Stammes, sind img eu ^nstande der Rohheit, ohne Kleidung, feste Wohnsitze* ete, in kleinen Horden familienweise umherziehend.
Hoch d‘•’aliens äussere Umrisse sind bekannt, aber mangelhaft ist16 p K ? n “ t “ is8 vom Innern und überhaupt von seiner Ober-* 48 * 8t ein Flachland, Öde, dürr und wüstenartig, an denei ^ 8 b8n V °i 1 .® e kirgen umfasst, die sich nicht über die Schneeregion(l Ebenen des mittleren Tlieils liegen stellenweise sogar
MoOreRBniftcrfll mul werüpn mir hi« und da vnn ionlirl.mi
Ug„, * ,AW °reBBpiegei und werden nur hie und da von isolirton. * er ^ durchbrochen. Bie bedeutendsten Gebirgshöhon be-Ktw >1C ^ SO. des Landes. Im nordöstlichen Theile zieht deri. P^llel ein
"T"'™ 1 «in wenigSr»o dem Oarpentaria
’um v^arpentana und dem uambndge-uoit. Das Bünneno,
{000 j . n ° er8 golf landeinwärts ziehend, erhebt sich nicht über^lip pe -/ a8 nordwestliche, waldreiche Gebirgsland hinter derAn 6 ^ noc * 1 unbokannt.
*he fegt ^^ 88en ist Australien ausserordentlich arm. Sie haben‘Weg ^ ® u Quellen, sondern bestehen gewöhnlich im Obern Theilaus e * ner Keihe von Teichen, welche nur durch au-IS j yBen zu einem Flusse verbunden werden; mit dom Ein-^''»discli 8 *' laohll * nd versiegen sie entweder sofort oder dochjL. au ^ ^ ai, g 0 Strecken. Man kennt bis jetzt nur zwei■ 1886 ’ we * c he das Flachland durchsclmeidon, wovon derWähre U » rra N dor bedeutendere und allein perennirende Strom8 ^auf der benachbarte andere, der BaTku- oder Victoriatluss,j 8 ’biot des'v ®^ rec ^ en wasserlos ist und im Innern verendet. Bas& ^ A i '* Untt y umfasst den ganzen SO. des Festlandes und ge-^* s erdei n U8tra locean an. Unter den Flüssen dev Ostküste sindA. e ®tkü8te V° ch der Eawkesbury und Hunter, unter denen der>i r toinde ° r ^kwantiuss bervorzuhebe». Seen sind mit mehrj ° r dahhaj» 1 ? a ^^g em Wasse»r bis jetzt bekannt: dor Torrenssee aml» 1 ^ 8 eresü« 8 8<idau s tra LschenKü8tengebirges, kaum 100F. überQbl.• , nac be gelegen, mehrere Meilen breit; der Gairduerseea&t ty, Yn„ er , grosse Salzsee 16,6 QM.; der Hartsee 6,6 QM.; Ber-el Kli^ u e hu8 band-Seeetc.
,hei 8a a ' r/ ^ aa Festland von Australien liegt zum Theil noch inh't 0118 ’ desshalb herrscht im nördlichen Theilo eine01 hüte einer Mittelwärme des Jahres von 27°, erst im
jptQe vonV^ ü 101 ^ 611 man tt U nia blich 4 Jahreszeiten mit einerMittel-• Lie angenehmsten Jahreszeiten sind die 6 kühlerenT ^ Lif* auc ^ ^ ie heisse Jahreszeit ortrilgt sich hier leichter,P^Peratü- 1 *, 8 ^ 6 w °bUhuende Trockenheit besitzt, die höhereist o a den f °uchthei0Ben Gegenden ertragen lässt. Imt,r 4 itc ö( j e ae Klima sehr gesund, die Trockenheit artet nur oft in> yua«. * “ rre »ns, die noehtheiligsto Seite des australischenJ! lte h 2—-3 t ** e 8©nmangel leidet besonders die Ostküste, wozuA* den ti r i° ljinterei n a nder kein Regen fällt. Schnee gibt es8 sind ni °w b ® nGn tlea SO. Selbst die tropischen Gegendenf* ^ a tu ri) J 3 j von verderblichen Fiebern.
indpn? 011 i te ' Australiens Brianzenwelt ist sehr ein-nur *» • « r ttla (Uo aller Ptianzenindividuon des
C°, nde *-B m T 01 ,? Bc i* lec htern (Eukalyptus und Akazie) angehören.C Cbe VG rzüS g ? ! aft 8iud die Nahrungsprianzen. Bie Wälder,6j era cheiden a- K d0U Jrioche benen und Küstenstrichen angehüren,d^,! teif eiQDor,!!? d “ rch daa zerstreute Auftreten der Bäume undL. te rn a^^u», hendo Laub: die Tißffthomm des Innern sind mit
iaub; die Tiefebenen deB Innern sind mit“alun gebracht worden. "
b«!f n - lJurch 8 n m G ?, bÜ8ch *> bedeckt, oder bilden einzelne Grae’ Übst ü® "«opäer sind Getreidearten und Gartenge-el, Tabak, Hanf, Jlachs,Von den wenigen bis jetzt
bekannten Säugethieron geboren die meisten der Gattung desBeutelthieres oder Känguruhs an. Eigouthümlich ist diesemWelttheile noch der Dingo oder fuchsähnliche neuholländischeHund, das originelle Schnabelthier, der Ameisenfresser, undmter den Vögeln der Kasuar, der schwarze Schwan, Waldfasan,Prinzregonteuvogel. Bie Fische sind ebenso mannigfaltig als zahl-reich. Unter den Insekten sind die Termiten sohr häufig. Ausser-dem finden sich alle europäischen HauBthiere, vorzüglich Schafe.Vom Mineralreiche hat Australien grosse Steinkohlenlager beiNewcastle in Neu-Süd-Wales, reiche Kupferminen, besonders inder Kolonie Süd-Australien, Silber, Blei und unermesslich© Gold-lager, dio 1862 aufgefunden wurden und auf die europäische An-siedelung so grossen Einfluss bewirkten.
Viehzucht, Landbau, Handel und die notliwondigsten Gewerbesind die Beschäftigungen dor Kolonisten. Am besten ist der Bodenfür Schafzucht geeignet, die auch in grossem Maassstabo betriebenwird. Im Jahre 1867 gab es 15,179,375 Schafe, 3,089,988 Stück Rind-vieh und 269,170 Pferde. Ber Borgbau ist besonders in Sü. imAufschwung , wurde 1857 in 856 Gruben auf Kupfer, Bloi, Gold undSteinkohlen betrieben. Industrielle Unternehmungen gab es indiesem Jahre 6823. Ber Handel Australiens ist schon sehrblühend und im steten Wachsen begriffen. 1867 fuhren 4029 Schiffevon 1,261,366 Tonnen in die verschiedenen Hufen, insbesondere desSU., ein. Ber Gesaimntwerth dor Ausfuhr betrug 21,109,983 Pf.Sterl., dor der Einfuhr 26,703,201 Pf. Sterl. Werth der Einfuhr1869: 26,567,691 Pf. Sterl., der Ausfuhr: 22,130,203 Pf. Sterl. Biehauptsächlichsten Gegenstände der Ausfuhr sind Wolle, Rindvieh,Häute, Pferdo, Talg, Leinonwauren, Getreide, Mehl und Gold,Kupfer (Südaustralien im J. 1860: 436,782 Pf. Sterl., von 1843 bis1860 : 4,270,633 Pf. Sterl.) 8 Banken mit 66 Filialon förderten denVerkehr.
Bi© geistige Bildung stobt noch auf einer niodrigen Stufe.Im J. 1857 existirten 1404 Schulen, mit nur 78,824 Schülern. HöhereLehranstalten gibt es in den grösseren Städten; eine Universitätin Melbourne; Zeitungen, auch deutsche, in Sydney, Melbourne etc.
Bie kolonisirten Länder bilden fünf der Krone England zuge-hörige Kolonioeu: Neu-Süd-Wales 350,663 E. uud Queensland30,116 E., Victoria 540,322 E., Süd-Australien 127,000 E., West-Australien 14,900 E., Tasmania 89,977 K., an deren Spitze je einvon der englischen Regierung ernannter Guverneur mit einem Ratheund einem gesetzgebenden Körper steht, welche vom Volke gewähltwerden. Bie Hauptorte dor europäischen Kolonieen sind inNeu-Süd-Wales: Sydney mit 66,470 E. (1861), mit den Vorstädtenund nächster Umgebung 93,202E., zugleich dio grösste Stadt, Parn-miitta 12.000E., Wimlsor, Kichmond, Bathurst, KingstonoderNew-castle, Hobarton 19,600 E., Maitland 7000 E., Clarence, Brisbane;in Kolonie Victoria: Melbourne, Williamstown, Alberton, Portland;in Süd-Australien: Adelaide, Port-Adelaido, Ilansdorf, Klemzig,Gawlortown; in West-Australien: Perth, Freemantle, Guilf'ord, York,Albany. Augusta. Bio Einnahmen betrugen 1867: 5,633,544 Pf.Sterl., die Ausgaben: 4,567,926 Pf. Sterl. Münzen. Maasseund Gewichte sind gesetzlich die englischen.
2) Ber Welttheil Australien umfasst die im O. des asiat.Continents und der hinterindischen Inseln nach der Westküste vonAmerika hin zwischen 28 l) n. Br. und 64 G s. Br. gelegenen Ländermit einemFlüchenraum von ungefähr 161,OOOQM., wovon bei 22,600QM. auf die zahllosen Inseln komraou. Bie vorzüglichsten dieserInseln Bind im SO. des australischen Continents Tasmania (vanBiemensland) und Neu-Seeland, in NO. Neu-Guinea. Zwischendioson liegen der Aroliipol von Neu-Caledonien, die Neuen Hebri-den, dor Archipel von Santa Cruz, dio Salomousinseln, Louisiaden,der Archipel von Neu-Brittanien und di£ Admiralitätsinaeln; fernerim O. die Philippinen, dio Marianen, dann die Carolinen, Marschall-inseln, der Gilbertarchipel, die Ellicegruppe und die Fidsobiinseln.lni O. der letzteren erstreckt sich eine andere Inselreihe gegen Süd-amerika hin, von dein sie duroh einen ungeheuren inselleoren Raumgeschieden ist. Hiohor gehören: die Freundschafts- oder Tonga-insoln, der Samoaarchipul, die Cooksinseln, Gesellschaftsineeln, derPaumotouarchipel und die Marquesasinseln , welche zusammen dieSüd - und SO.-Grenze des im N. von dem Sandwicharchipel undeiner zahllosen Menge zerstreuter Inseln begronzten stillen Meeresbilden, welches wieder eine unbestimmte Anzahl kleiuer Eilande(amerikan. Polynesien) enthält.
Bie einheimische Bevölkerung des ganzen Erdtheils, diedom australisch -malaischen oder oceaniBchen Stamme angehört,mag etwa 30 Millionen betragen ; die eingewanderte fällt zumgrössten Theil auf den Continent. England hat die Souveränitätüber das australische Festland mit den Küsteninseln, sowie überTasmania und Neu-Secland mit den dazu gehörigen Eilanden, unddas Protektorat über die Bonininseln, den Fidschiarchipel und dieTongainseln; Frankreich beansprucht den Archipel von Neu-Cale-donien , Tahiti mit den andern östlichen Inseln des Archipels derGesellsehaftsinsoln und die Paumotou- und Marquesas-Inseln; Spa-nien die Marianen iund Carolinen; die Niederlande ganz Neu-Guinea; die Ver.-St. von Nordamerika haben eine Anzahl kleineInseln im stillen Meere sich angeeignet und beanspruchen auchdie Bonininseln. Ueber Klima, Naturprodukte, staatliche Verhält-nisse etc. sioho die einzelnen Artikel der Australländer.
*1) Süd-Australien, englische Colonie in Australien, diedas Küstenland im W. des Glenelgriusses bis etwa zum 141 0 ö. L.v. Grwcli. umfasst, mit einer von Jahr zu Jahr sich veränderndenNordgrenze und stets wachsendem Flüchenraum. Bie Bevölkerungbetrug auf 300,000 engl. QM. im Jahre 1861 127,000 Seelen, unterdeuen das deutsche Element bedeutend vertreten ist. Der be-deutendste Ort ist Adelaide, Über 34,000 E. mit dem Hafen PortAdelaide, zugleich Sitz des Generaloapitäns und Guverneurs. Fürdie Bodenkultur wurden im Jahre 1867 Über 236,000 Acres benutztund hauptsächlich Weizen, Gerste, Hafer, Kartoffeln, Heu, Obstund Wein gebaut. Viehstand im Jahre 1867: 2,075,806 Schafe,310,400 Stück Hornvieh, 38,200 Schweine, 26,220 Pferde. Bergbau