Chieti
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Chile
Alpen, durchfliesst den Idro-See und mündet bei Canelto in denOglio.
Chieti, 1) Civit» di Ch., ehern. Teste, St. in Italien, Neapel,Prov. Chieti, (Abruzzo citer.), am Pesc&ra, 20,192 E. Erzbischofsitz,Seminar, Kathedrale; Wein, Oel, Tuch. 42° 21' 4" n. Br., lio 49'46" ö. L. v. Par. 2) Prov. ebd., früher Abruzzo oiteriore genannt,mit 339,148 E. in den 3 Distrikten Chieti, Lanciano und Vasto mit121 Grad. [Distr. San Severo, Wand. Serra capriola, 2052 E.
Chieuti, Eick, in Italien, Neapel, Prov. Foggia, (Capitanata),
Chieve, Df. in Italien, Lombardei, Prov. Cremona, Distr. undbei Cremona, 1041 E.
Chieveley, Ortsch. in England, Gfsch. Berks, 1161 E.
Chievres, St. in Belgien, Prov. Hennegau, SO. bei Ath, amHunel,3800 E. Salzraffinerie, Brauerei, Branntweinbrennerei, Baumwollen-spinnerei, Töpferei, Pferdemärkte. [201 europ. E. Telegraph.
ChlfTa (la), Ort in französ. Algerien, Prov. Alger, Arr. Blidah,
Chi 11 ick, St. in asiat. Türkei, Armenien, W. von Erzerum, amEusse einer Anhöhe, auf der ein Castell ist.
Chiggiogna, Df. im Schweizer Kant. Tessin, im Levantinathal,178 E. 2240 F. hoch gelegen.
Chigitz. Df. in Oesterreich, Böhmen, Kr. und Bez. Gitschin,590 E. Mühle, Säge, Obstbau.
CUignal, Df. in England, Gfsch. Essex, 252 E.
Chigne, Df. in Frankreich, Dep. Maine et Loire, Arr. Buugö,bei Noyant, 718 E.
Chlgnln. Df. in Frankreich, Dep. Savoie, Arr. Chamböry, beiMontmäli&n, 1011 E. Vorzüglich gute Weissweine.
(’hignolo, 1) Pfrdf. in Italien, Lombardei, Prov. und Distr.Ber-gamo, 1091E. 2) Fick. ebd., Prov. und Distr. Pavia, Mand. Corteleone,4175 E. 3) Pfrdf. ebd., Sardinien, Prov. Novara, Distr. Pallanza,Mand. Lesa, 1198 E.
Chlgny, 1) Df. in Frankreich, Dep. Marne, Arr. Rheims, 580 E.Weinbau. 2) Df. ebd,, Dep. Aiane, Arr. Vervins, bei Leschelles,584 E.
Ohlgwell, Df. in England, Gfsch. Essex, 2676 E.
Chitry, Fick, in Frankreich, Dep. Yonne, Arr. Sens, 540 E.
Chihuahua, 1) Staat in Mejico; grenzt O. an Cohahuila undTexas, N. an das Territorium Neu-Mejico, W. an Sonora und Ci-naloa, S. an Durango. 104,073 E. Es ist ein Hochland von 5 —8000 F., zum Theil ungeheuere steinige Wüste, ohne alle Vegetation.Eigentlich fruchtbare Gegenden sind blos die Gegenden an denFlüssen, sonst ist fast überall drückender Wassermangel. DerHauptrücken der Anden scheidet den Staat von den Ebenen Sono-ras, der von wilden und zum Theil ansässigen Indianern bewohntwird, an 226,000, und durch viele Flüsse: Rio Grande del Norte,
R. Conchaa, R. Florido, R. de Chiahuahua, R. Grande de Bavispeu. a. bewässert wird. Die kultivirteren Indianerstämme sind: Te-pehuanes. Yanos, Acotlames, Cocoyames; wild sind die Apaches,Mescaleros, Faraones, Apaches-Mimbrenos, Tarahumaras. Haupt-gewerbe sind Viehzucht und Bergbau auf Gold, besonders Silber u.Kupfer. 2) Haupst. des glchn. Staats, 11,600 E. Sitz der Behörden,schöne Kirche, Lederarbeiten, Waffen, Fussteppiche, Decken, Woll-zeuge. 28° 50' n. Br.. 106° 60' w. L. v. Par.
Chllapa, Df. in Mejico, Distr. Acapulco, 4000 E. Zuckerbau,Honig, Töpferwaaren, Baum Wollweberei. 17° 11' n. Br., 101° 6'w. L. v. Par.
Chllaw, brit. Ort auf Ceylon. Perlenfischerei.
Cliilbolton, Df. in England, Gfsch. Southampton, 400 E.
Chile», Vorgeb. in Peru, südl. von Lima.
Chllches, 1) Fick, in Spanien, Prov. Castellon de laPlana, Bez.Nules, 955 E. 2) Df. ebd., Prov. Malaga, Bez. Velez-Malaga, 823 E.
Cliilchote, Fick. inMejico, StaatJalisco, Dop.del Pomente,4600E.
Cliilcombe, Df. in England, Gfsch. Southampton, 279 E.
Chilcompton, Df. in England, Gfsch. Somerset, 730 E.
Chllderditch, Df. in England, Gfsch. Essex, 240 E.
Child-Okeford, Df. in England, Gfsch. Dorset, 783 E.
Childrey, Df. in England, Gfsch. Berks, 506 E.
Ohilds-KrcAll, Df. in England, Gfsch. Salop, 471 E.
Childs-Wickhftin, Df. in England, Gfsch. Gloucester, 440 E.
Childtvall. Df. in England, Gfsch. Lancaster, 174 E.
Chileclto, St. in Südamerika, Plata-St., Dep, Rioja, 3000 F.ü. d. M. 28° 60' s. Br., 70° 23' w. L. v.Par. [600 E.
Chlleiros, Fick, in Portugal, Prov. Estremadura, amCarvoeiro,
Chilgontai, Sandebene in Russland, Guv. Irkutsk, mit berühm-tem Götzentempel der Mongolen.
ChUhflC, Df. in Frankreich, Dep. Haute-Loire, Arr. Brioude,bei Lavoftte, 720 E. [Kirche.
Chllhani, Df. in England, Gfsch. Canterbury, 1319 E. Schöne
Chile, Chili, Freistaat auf der Westküste von Südamerika, amstillen Ocean, auf der Westseite der Andenkette, erstreckt sich von26° 26' bis 43° 57' s. Br. und grenzt nördl. an Peru und Brasilien,
S. an die La Platastaaten und Patagonien, S. u. W. an Patagonienin einer Länge von etwa 1100 engl. Ml. und einer Breite von 110—120 engl. Ml.
Es zerfällt in 13 Provinzen mit 55 Departements und zwar:
Chiloe (Insel) mit 10 Dep.
_
QM.
61,586
Valdivia
3
579,7
20,293
Arauco
3
742
43,466
Concepcion
6
256,5
”
110,291
Nuble
2
147,8
100,792
Maulo
5
M
166,2
156,245
Talca
2
142
79,439
Colchagua
„
3
„
222,4
n
192,704
Valparaiso
3
„
62,3
116,043
Santiago
4
fl
830
n
272,499
Aconcagua
n
5
fl
347,8
111,604
Coquimbo
n
5
»
702,3
„
110,589
Atacama
fl
4
1463,8
fl
50.690
Ohne Chiloe’s Flächenraum
5230,8 QM. 1,439,120 Bew.
,i.gg
theils Creolen, theils Mestizen und Indianer, wovon 1grössten Theil ausmachen. Das ganze Land ist eine v0 “ eTlf ict*West, oder von den Cordilleren nach dem Meere ungl® lC * ^
Fläche, aber nur der Küstenstrich hat eine bedeutend« . T( o
-J.ui 1-1_• ^ 1_- _ Ar.^ wirdft uc,
Das Mittolland iBt nioht blOB an sich hoch, sondern
Gebirgen durchzogen, die unter sich und mit den b* 1
zahlreiche Querrücken verbunden sind. An seiner O 8 *#*das Land die ungeheure Andenkette, als ununterbrochen« y 0 jks»tiges Gebirge mit den höchsten Piks: Osorno 7550 Fm “ ^$ 1 *von Maypu, (15000 F.), der Anturo mit dem südlichstenpass in Chile, Chillan, Tupungatu. Aconcagua, (21,770Vulkan Amerikas. Die Vulkane sind in Chile in so ««g,wie nirgends sonst gruppirt; noch sind an 14 Vulkane tndie Ausbrüche derselben sind für die Bevölkerung meist ^ jbrflieh, da sie sich sämmtlich in den Hochanden befindenVerwüstungen nicht bis in das kultivirte Land erstrecken-ben kommen doshalb häufig vor, doch wird ihre GewaltThätigkeit der vielen offenen Krater geschwächt.
Die Bewässerung des Landes ist nicht besonders gh nBstürzen etwa 40 Küstenflüsse herab, ■worunter der CopiaP 0 »«^#Aconcagua, Coquimbo, Maypo, Maule, Biobio, Colp*» »ebi^*Polten, Osorno, Rio Bueno, allein sie sind zu kurz und nie g-bar und währond sie im Frühjahr zu reissenden Waldsti ^ ftt*wachsen, sind sie im Sommer unbedeutoud und seichtThäler häufig nackter Felsboden und Sandflächen. ^ 6 6 n n jiviele, meist ehemalige Krater von grosser Ausdehnung 11 t ijcb ***zum Theil auch mit fruchtbaren Inseln. Sie liegen sänimFusse der Anden. . ..
Das Klima Chilis ist bei der grossen Ausdehnung c
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natürlich verschieden. Die Küste ist mild, oft sogar hei 88 - ‘telland gemässigter, und die Andenkette starrt in den piii*
ter hinein. Im N. ist die Zeit von Mai bisNovernber die A ^jld^'völlig wolkenlos, aber die Hitze durch die SeeluftIm Sommer, November bis Mai, fallen Regen, wenn g. d**Stürme sind fast unbekannt und auoh Gewitter selten. . grf*** rMaule ist die Witterung unbeständiger, feuchter, dieaber üborall gesund. Im Ganzen ist Ch. das gesundeste b ^ wrikas. Endemische Krankheiten und Fieber sind unböKdas gelbe Fieber und die Cholera haben sich noch nicht g e ^ jiii
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Naturprodukte: Chile hat eine herrliche Natur
seinem milden ruhigen Klima und nach Fruchtbarkeit
sowohl in der Küstenebene als in den Vorbergen mit ihre ^Thälern und Waldungen eines der schönsten Länder dergleich auch grosse Strecken mit Felsboden und Sand
Die Wälder der Andenvorberge enthalten Eichen. isit e * !
Weihrauohbäume und eine eigentümliche FichtcngattunB^jdjfi»-
baren, nussartigen Früchten. Im Süden des Maule. ***welche Provinz fast allein die deutsche Auswander 11 “*.zieht, sind Waldungen, welche die ganze Westküste S**mit Bau- undNutzholz versehen könnten. Tropenpfian f ® n Lj)tin Ch. nicht, aber Alles was dem europäisch. Süden zU ,^?, 0 di***dem wärmeren Strich der gemässigten Zone, bringt .südamorikauische Italien, in vorzüglicher Güte und rel ®Südfrüchte, Oliven, Obst, Wein, Tabak, Hanf und Fl®®“^u. a. Getreide. Mehl wurde sogar nach England undversendet.
Das Thierreich ist verhältniesmftsBig arm an Tnamentlich in den Vierfüssern, doch haben sich die eU 'Lthiere, besonders Pferd und Rind ausserordentlich v ^ rn ljt) 9 tmanches Landgut kommen Tausende von Rindern und 8 B j C b»° rhaben Pferde und Kühe. Das Llama und Vicunna find®* 1 ^den höhern Gegenden, wilde Tbiere sind sehr selten. . ,
Das Metallreich liefert Produkte aller Art, GoJAusdehnung, (Ausbeute, vornehml. Waschgold, jährl. io «j 80 p, r .vor allen Kupfer mit 126,000 Ctr., Silber 200,000 Mark, .1, ;
Da
Sa
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und Quecksilber, sowie Steinkohlen, Alaun, Marmorn*
Die Industrie ist noch nicht bedeutend und * nderen Produkte ist das Land von fremden Weltteil®* 1 0 geO K,Es ist noch Mangel au gewöhnlichen Handwerkern.winnt der Handel immer mehr an Wichtigkeit und AEngland, die Verein.-Staaten und Frankreich sind „nu®* 0 .-.-daran betheiligt. Ausfuhrartikel sind Kupfer, Häute. V«
Gold u. Silber. Die Einfuhr besteht hauptsächlich in *woll-, und Seideuzeugen, Leinwand, Glas, Wein» ".LgoOlivenöl, Zucker, Kaffee, Reis, Thee, Papier etc. Valp® 1 ^ R® 0Mittelpunkt des überseeischen Handels; ausserdem 8,, * l |job 0, jghäfen Valdivia, Conoepoion, Talcahuano, Huasco, CnO ^
piapo, Santa Rosa, Puerto-Constitucion, San Carlo®* D
Einfuhr im J. 1860: 18,186,292 Pesos, oder 3 . 637,268 Pf *den , ,cT’Ausfuhr: 18,335,442 Pesos oder 8,667,088 Pfd. Stlg. 8 o?. 8 °JgJahre liefen in den Häfen von Chile ein: 2488 Schiffe v pcl* 1Im Aug. 1883 bestand die Handelsflotte von Chile aus ^
von 67,111 Tonnen, mit 2866 Matrosen. .
Im Innern ist der Verkehr noch schwierig; es l ?^ rStrassen, nur sehr wenige Flüsse sind schiffbar, und au -yti)*Über den Gebirgskamm der Cordilleren sind wenig, ^
für die Maultbiere nicht gangbar. .^t
Schulen giebt es in Cb. nur wenige, eine ^ I ? 1V c J L a ,tßrel'L l g.Lyoeum in Santiago. Dio kathol. Religion ist i fl igenü’ ^ 0 ^Die Bevölkerung scheidet sich in Reiche oder örun« r
und in Arme oder Besitzlose. Allgemein herrscht l '
Achtung fremden Eigenthums. Gutmüthigkeit, Fröbh t
liebe für Musik, dabei Spiel- und Processsucht gehör * ^
Takterzügen der Chilenen. nl0 rik- ^jt
Chile ist einer der geordnetsten Staaten unter denpubliken. An der Spitze des Staatswesens steht d® r ^ -g
vollziehender Gewalt, als gesetzgebender Körper der ygreas, und daneben dio höchste richterliche Gewalt. )
aus 2 Kammern bestehend, Senatoren und Deputaten •
Jahr zusammen. Der Präsident wird auf 6 Jahre gewa