Hannover
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Tlansdorf
Etns, deren Flussgebiet von 144 QM. etwa zur Hälfte dem Staate |angeliurt und die 20 M. weit im Staate schiffbar ist, mit der Aa,Haase und Leda; die Vechta. Unter den Meerhusen ist der Dollartam wichtigsten. Wenig Seen : Steinbilder Meer, iM.lang, i'.,M.breit; Düinmersee, lang. br.; Seeburger See. 3 ,'*M. läng,
'li M, br., 32 F. tief. Kanäle: Treekfahrts- oder Aurich-Kanal,von Aurich uach Emden in den Dollart führend, der bremische Ka-nal, die Hamme mit der Schwinge und diese mitderOste, alsoWesermit Elbe verbindend etc. Das Klima ist weder warm noch bestän-dig, gleichwohl, die hohen Gebirge ausgenommen, mild, gesundund dem Pfianzenwuchse nicht ungünstig. Die mittlere Tempe-ratur ist + 7°.4 4, des Winters -f- 0 U ,80, dos Sommers 14°, 48; höchsteWärme -f- 28°, höchste Kälte — 27 l) . Zu dem kältesten Orte imStaate gehört Clausthal. 1758 F. hoch im Ilarzo gelegen, das nur ■eine Temperatur von 4°,88 aufzuwoisen hat und nicht voll um V 2 *'R.wärmer ist als Stockholm. Die durchschnittliche Regenmenge ist20—30 Zoll. Gewitter sind häufig. Im Allgemeinen ist das Landziemlich gesund, nur an den Küsten herrscht zuweilen das Strand-fieber. Wegen der heftigen Seostürme kommen in den Küsten-strichen keine Wälder auf. Die Naturbeschaffenheit des Landes be-stimmt die Produkte: Ackerbau ist nur in den fruchtbaren Gegendenergiebig, und die Vieh-, Pferde- und Schweinezucht vorzüglich nurin den Marschländern, Ost-Fricslund, in den weidereichen Harz-gogenden, und in Westphalen bedeutend, dagegen unbedeutend inden unfruchtbaren Distrikten Lüneburg, .Hoya, Diepholz etc.. wodiesen Mangel Ziegen und Gänso einigermaasRon ersetzen. Bedeu-teiul ist der Flachsbau in Grubonhagen. Calenberg, Göttingen, Tiil-desheim, Lüneburg (bei Helzen) und in dun Marschen. Obst wirdvorzugsweise im alten Laude und in demLandoKehdingen gepflegt.Holz geben die Gebirge, edle und andere Metalle dor Harz. Ausserdem Bergbau und HlUtenbotrieb (auf Silber. Kupfer, Eisen u. Glas)im Harz sind die Papierfabrikation . Geiberei nebst Garn- u. Leinen-fabrikation, die durch besondere Linnenleggen befördert wird, wich-tige Krwerbszweige, obgleich im grossen Ganzen die Industrie nochnicht auf hoher Stufe steht und bei Weitem mehr liefern könnte."Wichtig aindnoeh die Gewehrfabrikation, worin R. die rooistenWer-statten dos Auslandes Übertrifft, die llolzwaaren, die Baumwollen-manufactur, die Branntweinbrennerei, Oolfabrikation , der Schiff-bau und was dazu gehört. Zur Ausfuhr kommen Leinwand, ausser-dem Pferde, Butter (aus Ost-Friosland; jährl. an 20,000 Ctr. nebst40,000 Ctr. Käse), Schinken (aus Westphalen) und Honig. Bei dorglücklichen Lage Hannovers an der Nordsoe und mit den grossendeutschen Flüssen könnte die Schifffahrt und das Seowesen beiWoitem umfangreicher sein , wonn dio eigene Industrio mehr Nah-rung dafür zu schaffen oder wenn sie für dio deutschen Binnenländerthätiger zu sein vermocht hätten; — die Spaltung der deutschonHandels- und Zollsysteme hinderte das. In dieser Beziehung gehtHannover durch den Anschluss an den Zollverein (s. Januar 1854)einer bedeutenden Entwickelung entgegen, — Im J. 1861 hatte II.eine Handelsflotte von 793 Schiffen von 49,350 Commerzlast, 2721kleinere Fahrzeuge von 30,300 Commerzlast und 11 Dampfer von518 Commerzlast. — Zur Verwaltung sind die Provinzen in Land-drosteien getheilt. Die Landdrostoi Hannover umfasst das Fürsten-thum Calenberg, die Gfsch. Hoya ti. Gfsch. Diepholz (106,685QM..368,973 E.); Landdrostei Ilildesheim: das glchn. Fürstenthum, dasFürstenthum Göttingen, Fürstenthum Grubenhagen, Gfsch. Hohen-stein (82,306 QM., 366,766 E.); Landdrostei Lüneburg: das glchn.Fürstenthum (211,082 QM., 367,669 E.); Landdrostei Stade: dasHerzogth. Bremen u.Herzogth. Verden, LandHadeln (119.168 QM.,296,626 E.); Landdrostoi Osnabrück: das glchn. Fürstenthum, Kr.Meppen, Kr. Kmabühren. niedere Gfsch. Lingen, Gfsch. Bentheim(113,729 QM., 262,316 E.); Landdrostei Aurich: das FürstenthumOstfriesland (64,486 QM., 192,329 K.); Berghauptmannschaft Claus-thal: den Harzdistrikt (11,289 QM., 33,391 E.). Im Allgemeinen istdie Bevölkerung nicht dicht. 2702 Bew. auf eine deutsche QM., amdünnsten in den Bezirken Lingen und Meppen. Aber gerade dieseGegenden zeichnen sich durch einen ausgezeichnet schönenMenschenschlag aus, in welchem Frauen und Männer sich durchGrösse und Ebenmaas dos Körperbaues hervorthun. Dio Marsch-bewohner sind weniger schön , aber sehr kräftig und wohlgenährt.Der Hannoversche Landmann ist im Allgemeinen gebildeter, feinerin Sitten, als die Holsteiner u. Mecklenburger, ja er ist selbst einemverderblichen Hange zum Luxus theilweise ergeben. Zwischendem Marsch- und dem Geestbauer findet ein nicht unerheblicherUnterschied statt. Ersterer ist gebildeter, hat einen bedeutendenGrad natürlichen Verstandes, kümmert sich mehr uni die Staatsan-gelegenheiten , hält an seinen Freiheiten fest, ist gastfrei, still, rau-schenden Vergnügungen abhold, triukt aber gern starke Getränkound hat einen Hang zum Hazardspiel, der nicht selten den Wohl-stand untergräbt; der Geestbauer ist beweglicher, vergnügungs-süchtiger , dem Spiele und dem starken Getränke mehr abhold, ge-sprächig, minder gastfrei, minder gesittet und zuvorkommend.Herrschende Sprache unter dem Landvolko ist das Plattdeutsch.
Für die Bildung sorgen die Universität zu Göttingen, so wie dio17 Gymnasien zu Hannover, Göttingen, Gelle, Ilfeld, Stade, Lüne-burg, Hildesheim etc., 13 Progyranasien, eine Ritterakademie zuLüneburg, die Volksschulen, die Berg- und Forstschule zu Claus-thal, die 6 Schullohrerseminarien, 21 Realschulen, 6 Hebammen-schulen, Taubstummen- u. a. Unterrichtsanstalten. In der Lüne-burger Haide giebt es noch sogenannte Wandelsehule«. — Staats-einkomraen für 1863—1804; 19,936,260 Thlr.. Staataausgaben:19,969,991 Thlr. Staatsschuld am 1. Januar 1862; 46,121,717 Thlr.Die Armee bestand 1862 aus 23,614 M.. mit 3144 Reservetruppon. 12) Landdrostei Hannover mitBSt., lökünigl. Aemtern und OGericli-ten. 8) Hptst. des glchn. Königreichs und Residenz des Königs, ander Leine» 71,170 E. Von den Plätzen ist der Bahnhofplatz mit derReiterstatue des Königs Ernst August, der Theaterplatz uud derWaterlooplatz schön, von den gutgopflosterten Strassen besondersdie um den Bahnhof neuerbauten, sowio die Friedrichs-, Adolphs-uud Georgastraase. Auf dem aterlooplatze das Denkmal Loibuitz’a
u. das 157 F. hohe, besteigbaro Waterloo-Monument, dask.mit Kirche (Reliquienschatz Heinr. d. Löwen), die Marktkh ,(!be ' {Christuskirchc, das Weifenschloss, Wolfenmuseuni. Welftmkus*Musetim mitüffontlichen Kunstsummlungon, die Marställo
artiger Wagenremise, das Ständehaus, das Archiv mul die
Bibliothek, Regiorungsgebäudo, das Hoftheator, NeuerGymnasium, höhere Bürgerschule und Stadtbibliothek,
Schule, Thioiarzneisehule , Entbindungsanstalt, Handel 6 # ®höhere Gewerbschule, Militärakademie, Maschinenfabrik» h°motiveufabrik von Egestorf, Salinen, Ultrainarinfabrik, Kiac 11 # 1 ^,rei, Fahr, für Tabak. Cichorie, Tapeton, Gold- und Silbor'W’***^^Farben, Siegellack, Oblaten, Chokoladc. Wachstuch, Thon' va ^’| 1Zucker, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Maschinensph ,,l ® r *j 4 j-weberei, Buchhandel und Buchdruck, Handel mit Wolle*und andern Produkten. Im nahen llommhauson Georgs- tma ^fengarten, königliche Lustschlösser und grosse GartenanluK®! 1 ' j f tburtsort dor Königin Louise von Preussen, Horschers, Ifflai^ ^beiden Schlegel und Uaniberg’s. Schöne Promenaden auf ( ^ r ^|Bder ehemaligen Festungswerke. Eisenbahnverbindung »'h * j.Bremen, Emden, Harburg, Braunschweig otc. 62 ü 22'
Br., 7 () 24' ö. L. v. Par. 4) S, Hanover. 3 j|.
llnnnowo, Df. in PreuBsen, Rgbz. Marienwerder, Kr- 8von Graudenz, 205 E.
llaiuiNdorf, (»u- und Xioder-), J)f. in Preussen, r ;.
lau, Kr. Glatz, 1300 E. Schloss, 3 Mühlen, Ziegelei, 2) ^
Df. ebd., 1690 K. 4 WasBer-, 1 OcImUhlo. 8) Df. cbd., Kf*,’pr.poln. Kr. nml hoi Neisse, 170 K. 4) Df. ebd., Rghz. Marie n ' VL j W irKr. Rosenberg, 350 E. 5) Df. ohd., 180 E. «) Df. ebd., Vzig, Kr. und bei Elbing, 150 E. 7) II., tlumisovlre, Pfrdf.i’‘ üroich, Mähren, Kr. Olmütz, Bez. und bei Altstadt, 040 E.
llatmsfelde, Df. in Preussen, Kgbz. Marion wordor, Kr- qJI.Krone, 250 E. |_Eyh lU ’ uä i.'
llaiiUNhagen, Df. in Preussen, Rgbz. Königsberg, Kr-/JijgeP'llannswiilde, Df. in Preussen, Rgbz. Königsberg, Kr. 1*°boil, 480 E. ,pi)b
Uaiinut, Fiele, in Belgien, Prov. Lüttich, Arr. Warcinin 0 'Schloss. ,
llano, Df. in Italion . Lombardei, Prov. Broscia . Di 8 ‘ r *
793 E. Bedeut. Pfarrkirche. .. v8 ioi
Hanouurd, Df. in Frankreich, Dop. Seino inför., Arr-hoi Ourville, 519 E.
llanover, 1) Gfsch. in Ver.-St., Virginia, mit glchn.
(H. Court-House). 2) Urt ebd., New-Hampsliiro, Gfsch. GConnecticut, 2410 E. 8) Ort ebd., Mussaclmsetts, Gfsch- tk*1680 E. 4) Ort ebd., New-York, Gfsch. Chatauque, 5200 i' i-ebd., Ohio, Gfrch. Uolumbiana, 2980 E. ü) Ort ebd., No **^ SGfsch. Morris, 3700 E. 7) Ort ebd., Gfsch. Burlington, 8^".»
Ort ebd., Pennsylvanien, Gfsch. Dauphin, 2770 E. •*).Gfsch. Lehigh, 2440 E. 10) Urt ebd., Northamptun, 480 ^'. a8 )jiflfobend., Gfsch. York, 1670 Einw. 12) Ort ebend., Gfsch-ton, 2000 E. 18) Ort ebd., Gfsch. Beaver, 1760 E. *00%Gfsch. Luzerne. 1600 E. 15) St. ebd., Ohio, Gfsch. Ashaud« "pfit* 1 'lö) Stdtscli. ebd., Gfsch. Butler, 1600 K. 17) Stdtsch.
Licking, am Fl. Muskingum u. dom Oliiokanal, 1200 K. ‘ebd., Michigan, GfBch. Jackson, 1000 E. 19) Stdtsch. ebd.» ‘ . öJjGfsch. Shelby, 1150 E. 20) Ort ebd., Illinois, Gfsch.engl. M. von St. Louis, von Deutschen gegründet.obd., Gfsch. Cook, 700 K. 22) (New-), Gfsch. ebd., North- 18tösst SO. an den atlant. Ocean. .Hauptort: Wilmington-ebd., Pennsylvanien, Gfsch. Montgomery, 1819 K. 24)New-Jorsey, Gfsch. Burlington, 2800 E. 25) Südlichster 50^landstrich der den Engländern gehörenden Westküste v °Amerika, vom 50° bis 64° n. Br. Dio Küste ist sehr z° rr ^ Jbuchtenreich. Die Bowohnor sind Wakaöhs -Indianor-nördlichste Insel im Archipel von Neu-Britannicn, W-land, und davon durch die Byron’s-Strasse geschieden. -OhOrt in Ver.-St., Pennsylvanien, Gfsch. Montgomery, 1S00 ;
llanouo), hohes Granitgeb. in Asien, BehringinsoL .
llanret, Df. in Boigien, Prov. Naniur, bei Huy, l0 ^Hanrorup, Bauerach, in Prousaen, Rgbz. Münstor, Kr- jjT*810 K. •
Hans, Df. in Frankreich , Dep, Marno, Arr. Stc. N^ t*
IhniNag, ein 8 QM. grosser Wordor .oder Sumpf i 11 . 1 iy ll s0ß |,< £fschon den Com. Wieselburg und Oedonburg, durch dioNeusiedler-Sees gebildet. Es giebt darin einige offuno Seont^ ge joder grösste und tiefste der Königssoe. Dorsolbo ist öcDoiiU fern 8—12 F. tief, in derMitto ist or aber noch nichtge^
den, weil inan ihn wegen der fortwährenden heftigen
ner Wasser mit den dortigen kl. Kühnen nicht zu boffth 1 ^’ 1 jjd ^1sind reich an deu schmackhaftesten Fischon und an ütl .. t pcArt, deren Jagd man jedoch nur im Winter betreibt, w Jij BC b ütl Vgefroronen Wasser fast unzugänglich sind; auch an JAmphibion und Mücken, welche sehr lästig sind. B c,n j >ist die hier wachsende Giftpflanze Konywurzel undSchierling, dernicht seltenBaunieshöheerreicht. ll eU ^n'
rei und Jagd ist der Jlansag wiclitig durch «las Schilf » ^i
die Waldungen. Da, wo der llansag mit dem Neu» 1 «-“*sanunenhängt, ist er am schmälsten, und au dieser^
10,400 Schritt langer Damm mit 23 Brücken erbaut, | fU rflt Lji'die Fahrstrasse von Esterhazy bis Pamhagen führt. iFamilie Esterhazy hat viel zur Verkloineumg des Mor tt ^ pI)
In denselben mündet dielkva, Kibnitz utidkloinoRw*. * ^ j;ie Rabnitz, die sich bei Raab in die Donau ergi«® ^ 340^.islieke, Df. in Belgien, Prov. Ostilaudorn, bei w lllV ii>^| 0 |-
bildot dieHaiiMbeke
liniiHiieKC, an. m noigieu, uv». uuHiiiimui», - , jpw**,(ji
llaitsdurf, (Gross-), 1) Df. in Hamburg, NO. he^
K. 2) (Klein-), i)f. in Holstein, A. Tremsbüttel» - , w r
I, 168 K. ») lOlMT- und SIeüer-), •• J)fr. 1,1 ^ r “ lin «itz , Kr. Sagau. Eisenbahnstation zwischen n« rJ
201 Edesloe,
Liognitz, Kr. Sagau, msenuaimstauon awiavnuu ..
lau und Zwoigbalm nach Glogau. 1) 2 Fick, in Untf ar,1 ‘2 Schlösser, 2 Sauerbrunnen.