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Erster Band. A - K.
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656
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Hessen

Heslington - 650 -

A. Oldeudorf, 600 >1. 2) Df. iu Bruunschweig, Kr. Helmstädt,

E.

Heslington, Df. in England, Gfsch. und nalie bei York. 283 K.

Genie h. Df. in Lippe-Detmold, A. Lage, 350 E.

HeNn-Keifii, HiNii-Kaifa. feste St. und Saudschak-Hauptort inasiat. Türkei, NW. von Djezireh, am Tigris.

Hespe, i)f. in Scliaumburg-Lippe, A. Stadthagen, 440 E.

Hespecke, Dfsch. in Preussen, Rgbz. Arnsberg, Kr.Olpe, 170E.

Hesperaiiire, llesperingeu, Df. in Luxemburg, Distr., Kant,und bei Luxemburg, 680 E.

Hesperinghausen. Df. in Waldeck, A. Rhoden, 430 E.

Hespert. Df. in Preussen, Rgbz. Köln, Kr. Waldbroel, 175 E.

Hessbach, Df. in Bayern, Mittelfranken, Bez.-A. Ansbach, 169 E.

Jlessberg, Pfrdf. in S.-Meiningen, A. lind bei Hildburghausen,r. an der Werra, 450 E.

Hessdorf, I) Dfgmd. in Bayern, Oberfranken, Bez.-A. Hüeb-''tadt, 373 E. 2) J)f. ebd., llnterfranken, Bez.-A. Gemünden, 447 E.Hergschloss Reuseenberg. [bourg, 660 E.

Hesse, Df. in Frankreich, Dep. Meurthe, Arr. und bei Sarre-

IleKselbacU. 1) Df. in Bayern, Oberfranken., Bez.-A. Krouach.bei Lahm, 289 E. 2) Df. ebd., Unterfranken, Bez.-A. und beiSchweinfurt. 466 E. Feld- und Obstbau. 3) Df. in Hessen-Darm-stadt, Starkenburg. Kr. Erbach, 196 E. Ruine eines römischenKastells. 4) Df. in Preusson, Iigbz. Arnsberg, Kr. Wittgenstein,390 E. !>) Df. ebd., Rgbz. Köln, Kr. und bei Gummersbach, ISO E.

Hesselberg, I) Geb. in Bayern, Mittelfrauken, Bez.-A. Dinkels-bühl, zwischen don Dfrn. Röckingen, Gerolängen, Ehingen, Leuters-heim, Wittelshofen: an dessen Fuss jährlich (8. Juli) eine achttägigeMesse, s!) Df. ebd., Oberfranken, Bez.-A. Höchstadt, 200 E.

Hesselbronn. Wir. in Würtemberg, Jaxtkr., OA. Oehringen,136 E.

Hesseldorf, i)f. in Kurhesaen, Hanau, Kr. Gelnhauseu, 290 K.

Hesselhurst, Df. in Baden, Mittelrheinkr., A. Kork, 396 E.

Kesseling. Wir. in Preussen, Rgbz. Koblenz, Kr. Ahrweiler,100 E. [und bei Neuburg, 160 E.

Ilessellohe, Hesseulohe, Pfrdf. in Bayern, Schwaben, Bez.-A.

Hesseln, Bauer sch. in Preussen, Rgbz. Minden, Kr. Halle,470 K. [Von gefährlichen Sandbänken umgeben.

desselben , Insel in Dänemark, im Kattegat, N. bei Seeland.

Hesselsdorf. Df. in Oesterreich, Böhmen, Kr. Eger, Bez. Pfraum-berg. 1000 E. 2 Mühlen. [420 E.

Hesselteich. Bauersch. in Preussen, Rgbz. Minden, Kr. Hallo,

Hessen, 1) Dies Land war unter der fränkischen Herrschaft, seitKarl dem Grossen in Gaue getheilt, die unter fränk. Oberhoheit vonGrafen regiert wurden. Der bedeutendste war der hessisch-säch-sische, der den heutigen Kr. Hofgeismar nebst einem Tbeil des Kr.Wolfhagen umfasste und bis in die Gegend von Wolfsauger (Wulvis-auger) sich erstreckte. Aus dem fränkisch-hessischen entstand dieheutige Prov, Niederhessen, und aus dem Oberlahngau Oberhessen.Die übrigen hessischen Gaue begriffen das Fuldaische, den südlichenTheil des Braunschweig-Lüneburgischen, das Eichsfeld, einenTheil des Würzburgischen und Hennebergischen, so wie den grösstenTheil des Waldeckischen, Solmischen und Nassauischen. Seitdemdie deutsche Königswürde an sächsische Fürsten kam, gewannendieselben auch den hess.-sächsischen Gau; die übrigen Besitzungenzwischen der Diemel und Weser erwarben die Landgrafen von Hessenvon den Erzbischöfen zu Mainz, Grafen von Schouonberg u. A. ZurZeit des Landgrafen Philipp des Grossmilthigen (1509—1567) wurdeNiederhessen und Oberhessen nach dem runden Thurm zwischenden Dörfern Leimsfeld uudSpiesskappel, derSpiess genannt, in dasLand diesseit undjenseit desSpioss unterschieden. Derselbe Philipptheilte das Land unter seine vier Söhne Wilhelm, Ludwig, Philippund Georg in ungleiche Theile, aber zwei davon (Philipp und Lud-wig) starben ohne Nachkommen. Ihr Besitz fiel den beiden andernzu, und so wurde Wilhelm der Gründer des Hauses Hessen-Kassel,und Georg der des Hauses Hessen-Darmstadt. Durch spätere poli-tische Veränderungen wurde dieser Länderbestand vielfach ver-ändert. Hessen umfasst houte die drei selbstständigen deutschenBundesstaaten: Grossherzogthum Hessen oder Hessen-Darmstadt,Kur-Hessen oder Hessen-Kassel, und die Lamlgrafscliaft llesseu-liomburg. 2) Fick, in Braunschweig, Wolfenbüttel, A. Schöppen-stedt, am Fallstein. 1440 E. Schloss, Armenanstalt, Försterei.8) (Klein-), Df. in Sachsen, Krd. Zwickau, GA. Crimmitzschau, 1.an der Pleisse, 143 R. 4) (Langen-), Pfrdf. ebd., GA. Werdau, 1. auder Pleisse, 1152 E. Schön gelegen; Wollspinnerei. 3) 11. (Gross-herzogthuin), H.-Darnmtadt, besteht aus zwei gesouderton, einemnördl.und einem aüdl.Theil, getrennt durch Kurhessen und dasGebietvon Frankfurt; jener ist die Prov. Oberhessen, dieser umfasst diebeiden Prov. Starkenburg und Rheinhessen, 162,76 QM., 856,250 E.,wovon 398,807Lutheraner, 29,200 Calvinisten, 167,634Evangelische,207,405 Katholiken, 3925Memioniten und andere christliche Sekten,28,759 Juden. Die Prov. Oberhosseu, 72,9 QM., 298,204 E., mit denKr.: Giessen. Alsfeld, Biedenkopf,Büdingen, Friedberg,Grünberg,Lauterbach, Nidda, Schotten, Vilbel, Vöhl. Wird im S., O. und N.von Kurhessen, N. undW. von Preussen, Nassau, Hessen-Homburgund Frankfurt begrenzt. Im O. steht das Gebirge des Vogelbergs,der seine Aeste strahlenartig aussendet, und im Bez. Schotten aufdem Oberwald die höchste Höhe von 2388 Par. F. erreicht. Esbildet die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser, und ist einrauhes, waldiges Basaltgebirge von. 6 M. Lauge und 2—3 M. Breite,dessen höchste Spitzen ausser dem Oberwald Taufstein (2365 F. hoch),Nesselberg (2262 F. hoch), Geisselsteiu (2179 F. hoch) und Hohe-rodskopf (2009 F. hoch) sind. Hier entspringen die Ohm, Wetter,Nidda, Nidder und fiiessen dem Main zu. Gegen O. stösst dies Geb.an das Rhöngebirge. Die schmale nordwestl. Landzunge wird vonAesten der westpbäl. und Wittgenstein. Berge, des Rodhaars undWesterwaldes durchzogen, auf welchem sich die Sackpfeife 2100 F.und das Buchholz 1900 F. erhebt; den südwestl. Theil bedeckenAeste des Taunus. Zwischen diesen und dem Vogelberg liegt diegrosse Ebene, die fruchtbare, von wellenförmigen Höhen durch-

zogene Wetterau, L8 QM., die sich bis an den Main erstreckt. ,Berge sind stark bewaldet, gewähren Holz zur Ausfuhr, KnP^Jpynviel Eisen; deshalb viele Eisenwerke und Kupferhämmer. * wund Salz nährt die Töpferei und Salzwerke (Salinen). An® ^4.es Braunkohle und Sandstein. Bedeutend ist die Landwirt!« 0 ^Viehzucht und der Obstbau. Gebaut wird viel Getreide, Flac^ 8Kartoffeln; Weinbau ist gering. Die Gerberei zeichnet sieb^‘Lauterbach, Butzbach, Schlitz. Wollzeuge und Tuch w eriAlsfeld, Altenburg, Giessen und Friedberg fabricirt.zählt diese Prov. mehr Land- als Stadtbewohner, llptst. ist

— Die Prov. Starkonburg, 64,8QM., 322.908E., mit denKr.:stadt, Bensheim, Dieburg, Erbach, Gross-Gerau, Hopp 0 ®* 1 ^Lindenfels, Neustadt, Offenbach, Wimpfen. Die Prov. liegt d-Rhein, wodurch sie von der Rkeinprov. geschieden wird, 8 $.sie an Nassau, Frankfurt, Kurhessen, O. an Bayern und

an Baden. Im N. fliesst der Main SW. dem Rheine zu; üb.bewässern diese Prov. 47 Flüsse und Bäche, die grösstentbeü* L'.z. B. die Mümling, Weschnitz, Mudau, derlttorbach u.a., i^r fVwald (im O. der Prov.) entstehen, dem Main, Neckar oder Rh® 1 ^fiiessen und eine grosse Menge Mehl-, Oel-, Knochen-, Lob' ^Walkmühlen treiben. Dor Odenwald steigt in dieser Prov. 0, %fzu 2000 Par. F. Höhe (z. B. die Neunkircher Höhe, 1980F., ul aolfTrumm, 1800F. hoch), hat sehr fruchtbare Thäler und mitLa“ jgbewaldete Höhen, während an der BChönen Bergstrasse 11,1(1 j>jireizenden Abhängen des Gebirges der Wallnussbaum gedeih*’uuwirthbarsten Höhen befinden sich bei Hesselbach, "Wü»® ^Eulbach, Vielbrunn uud Litzelwiebclsbach, die noch Gebe ^römischer Kastelle tragen. Die von diesem Gebirge zumRhein sich abdachende Ebene ist zwar grösstentbeils sandig' ^durch die Kultur fruchtbar, und es wird Getreide aller Ai*» 0.,Spelz, Mehl undMehlwaareu, besonders Spelzmehl, Graupe 11 » £Mohn- und Nussül, so wie viel Flachs, Gemüse, Obst (frischgedörrt) und Tabak erzeugt. Die Industrie schafft Leder,

Tuch nebst Wollzeugen, Bijoutorie- und Kolzwaaron,lackirte Blech- und Eisengusswaarcn, Wagen (in Ottenbach). ^wand undBloiweiss. Den Verkehr befördern die natürlichen " yStrassen, so wie einige Chaussßen und die Main-Neckar-Eise 11 ” 6

— Die Prov. Rheinhessen wird durch den Rhein N. von Nu 08 *.' ffvon der Prov. Starkeuburg abgeschieden, grenzt S. und ’Vjj»Rheinbayern, und wird W. von Preussen (Rgbz. Koblenz) dur 5jji?'Nahe getrennt, 26 QM., 234,643 E., mit den Kr.: Mainz.Bingen, Oppenheim, Worms. Dio Prov. ist die kleinste, ^stärksten bevölkerte (9024 auf die QM.). Die Höhen un< * Ijl^’sind Weinberge (36,000 Morgen Landes), welclie Liebfrauon*® ß,Niersteiner und Scharlachberger gewähren. Roggen wirdHafer fast gar nicht, aber viel Woizou, Spelz und Gerste,

Klee uud Futterkräuter zum Ersatz der Wiesen gebaut;befriedigt den Bedarf, Schafzucht ist gering; Holz inang 6 ^’^^Fayence, Thon, Eisen, Schwefolwasser giebt es wenig.und Bingen wird Gerberei stark betrieben; in Mainz und

hAaffin an Pnimnun11,im.M.An. TftkaU^ W.li.inaaw*..

bestehen Baumwollwaaren-, Tabak-, Weinessig-, Liquour-' Prfwaaron-, Glasfabriken uud Töpforeieu. Der Weinbau jjii-jedoch dio übrigen ErworbBZweige. Das Klima ist verB< T.y,^denn die Kheinprov. und dio Wetterau sind mild uud fruchth ^Odenwald- uud Vogelsberg-Gegenden, so wie der Western’»“und unfruchtbar. Im (ranzen zählt das GroBsherzogtliuni öö f |ii)*49 Flckn., l013Dfr. und Höfe. Die Erwerbsquellen sind °^ cö Jl d^angegeben. Der Handel ist wegen der vortheilliaften Lag® * ,1^schiffbaren Flüssen (Rhein, Main und Neckar) sehr lobhM ^Kunststrassen und Eisonbalmen tragen das Ihrige boi. Amreichsten ist die Prov. Starkeuburg. Für die Bildung sorge“schulen, Gymnasien, Schullehrer-Seminare und die Uni v ® rl ^tif*Giessen; drei protestantische Superintendenten, undeinkath ^Bischof in Mainz. Die Verfassung desLaudos ist seit 1820 ein p ö J^dische und der Staat eine constitutionelle Monarcliio. I* a8wird auf dio Dauer von 3 Jaliren bestimmt. Staatsoinnahm 6 ' jje*Periodo von 1862: 9,096,644 Gulden, Ausgabe: 9,066,796Staatsschuld: 15,245,000 Gulden, wovon der grösste Theilbahnbau verwandtworden. Militärmacht: 11,510M. mit26&l*

(!) 11.-Homburg, Landgrafschaft in Deutschland, die aiis * ^Ij 1,

sonderen Thoilon: GA. Homburg und OA. Meisenheim “ jVr, QM., 26,817 E. (1846), nämlich: Homburg 1,52 QM., u ’ g v«|und Meiseuheim 3,48 QM. und 13,706 E. Der GrosshorHessen begab sich vermöge der Wiener UungressakteVertrag der Hoheitsrechte über Hessen-Homburg, die er m l 11besessen, gegen den liomburg. Antheil an dem Df. PeterwHerrschaft Meisenheiiu trat Preussen von dem vorm®Departement ab. Der Laudgraf hat in der engem Bundesv . ß $lung mit dem Grossherzog von Hessen oine Stimme, a * )e ^u0^weitern eine besondere Stimme, und stellt zur deutschenarmee 200 M. Das OA. Homburg liegt am Südende der 'der grossherzogl. Prov. Oberhessen und ist ausserdem v0 j 1 ejumsclilossou. Die westlichste Landosspitze bezeichnet <i r g0^berg (2605 F.) f die höchste Kuppe des Taunus, dessen VorLand gebirgig machen, das aber dennoch am Esch- ) lUfruchtbar und gut augebaut ist, und vorzügliche Mm® jiU\besitzt. Das OA. Meiseuheim liegt SW. jenseit des Rn® 1 ^jj, ®durch die Nahe von Preussen und dem Oldenburg. Bi** 6 r flWFjdurch dio Glan von Bayern bis zum Zusammenfluss begrenzt, und stösst auch SW. an Preussen. Es ist durch diedes Huudsrück gebirgig, erzeugt aber viel Getreide, e* ~ *nährt beträchtliche Viehzucht und hat bedeutende ^ a :.. fln er< e ,^.(Industrie orzeugt Wollen- un<l Leiueuzeuge, Glas, H“uiBse. Der Oborheir heisst Landgraf von Hessen mit den \ u8 ÄDurchlaucht. Staatseinnahmo 1862: 586,607 Gulden, ,£0*

619,687 Gulden. Staatsschuld 1862 : 978,507 Gulden. ' Ü«

H.-Kassel,.Kurfürstenthum im nördl. Deutschland, j,r® u A'.

die preuss. Prov. Westplialen, NO. an Hannover, O. anProv. Sachsen, S.-Weimar und Bayern, SO. und S. an Ba>un Hessen-Darmstadt und Frankfurt, 176 QM., 738,464