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^Mnszkowo, Df. in Preussen, Rgbz. Bromberg, Kr. und 2 M.0Q ochubin, 170 E.
*i‘iiutsrhi, Ort in Russland, Guv. und S. von Perm,j. «»uville, St. in Frankreich, Dep. Eure etLuir, Arr. und SO. beirtres, 182.3 E. Mützen- und Strumpfwirkerei.
■' 8,, )'i Kol. in Preussen, Rgbz. Liegnitz, Kr. Grünberg, 270 E.
Markt i 11 Frankreich, Dep. Ille et Vilaine, Arr. u.• bdj Rennes, 4471 E. Leineweberoi. [Tcheou.
Jao-Fin, St. in China, I’rov. Xouang-Toung, NNO.beiTclihao-'Jkorlik, St. in Russland, Guv. Podolien, 1250 E.
^ f i!' ÄO “TclieoH, St. in China, Prov. Kiang-Si, ONO. von Nan-^id am ^ oe Fho-Ynng-llou , * n fruchtbarer Gegend.
j U * und Raumwollweberei, Niederlage des vorzügl. Porzellansy m nahen Fick. Kiug-Te-Tching.
O'IPMI, ein Inselreichan der Ostküsto von Asien, imnördl. stilleni^ e an ‘ IheEingebornen nennen die bedeutendste der Inseln NiphonW ^ pon > die Europäer aber Japon oder Japan, die Chinesen^'^cu und Hon-Koue. Den Kern des Reichs bilden die dreiNiphon, Kiou-Sion. Sikokf oder Sikoko. Dazu gehören diev ‘ ,e Kenden Inseln Sado, Awadsi, Oki, Tsou-Sima, Amakouso,j^öRa-Sima 80 QM., Yakouno-Simu 7 QM.; dann die entfernteren4,-und no. yeso oder Matsmai 28,00 QM., die grossen Kurilen,Tjj^ a8c hir 40 QM., Tchecotan und ttouroup 70 QM. und der sttdl.L l.^ 011 Saghalien oder I\arafta. Dio goograplnsche Lago ist 30°J n. Br., und 12f5« 23' 45" bis 144° 80' ö. L. v. Par. Das'V r * c * 10 und fast niemals ruhende Meer von Japan ist ein TheilKorP U . 88fin Hceans im NW. dos Inselreichs; die Meerenge von$t r 8 SW. schoidet das Reich von der Halbinsel Korea, dieU*fii) Re Tarrakai vom Amurlande. Die Grösse des Reichs ist ohn-ftoiR 7200 Q M * mit ohngefähr 38,000,000 E. Dus Klima ist bei der^tiov ^ n8 dehnung des Staates von N. nach S., an 300 Ml., sehr(jhiedtn, im Allgemeinen aber weit kälter, als die geogr. Lago^ U88en sollte. Jesso z, B., auf der Höhe von Oberitalien,eo von November bis April, gefrorene Flüsse und im WinterL Ki *bo bis zu 15° R. Die Luft ist sehr feucht, fast nebolig und**hr 11 * a ^ ou fast allwöchentlich einigemal. Im Juni und Juli stürzenRegen hernieder. Windo, selbst Stürme sind sehr6*^’ Temperatur wechselt schnell, doch ist das Klima imuicht ungesund. Der Boden der Inseln, obgloich im AII-ß e *drgig und auch vulkanisch, ist gut angebaut. An^ fH ^ukt(in ist das Thierreich am ärmsten, da die wilden Thioro^ Wr haben weichen müssen und die zahme Viehzucht schwachdie z e j l "’ird. Mannigfach sind dagegen die Pflanzenprodukte,p hoil an dio Tropengegenden erinnern und denen von Chinatsj C )^ 0rea gleichkomme». Mineralion aller Art, ober Salz kaumaus-^°hcr< i * Tapaucsen seheinen ein Mischvolk von Malaien undtiicjj v 0n ztl 8 ®iu. Sie sind den Chinesen ähnlich, mit denen sie8 iu ( l> die sie aber als tief unter ihnen stehend haltenHw.^hten, Von mittlorem, gedrungenem Wüchse, sind siodoch»• un( ^ß ew andt. Die Männer sind ziemlich gelb, die Frauen^ber\ p Z We ^ 8S * Die Augen, kh-in und schwarz, liegen tief undd«r k 0 ? m °ngolische schiefe Stellung, dio Nase ist kurz und dick,p £ ß^oss, die Haare dicht und schwarz. Sie sind im Allge-&<l e u. unangenehme Erscheinung. Von Charakter sind sie
8c ^ au * w Rzjg, gowandt, thUtig, muthig, mftssig, höflich,A.e ' e ^ r ^ e ^ e ud. stolz und abergläubig. Die Nahrung ist bei^ej C L r ? ner u fast nur auf Reis und Fische beschränkt, während der^iela* u ^afrlfreuden hold ist. Kleidung ist als Sacho desCere-h^'cln 8C ”° n Be ^ Jahrtausendon dieselbe, nämlich bei beiden Go-^[ n °* n W6 ^ 0r Rock, der je nach dem Stande aus Seide,oder Hanfleinen besteht, bei den Männern einfarbig, bei
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»tTy.™ 1 « tunt. Bio Mlinncr tragen gewöhnlich bis 6, dieFraueuSc h ; ? *° übereinander. Bas Staatekleid, Chauri, ist von RleiehemtM 0 ] 0 ' a ber weiter, prächtiger und auf der Brust, den6i c u, m Kilckon mit dem Familienwarpen geziert. Hemden sindC «ähnlich und Strümpfe nur bei den Vornehmen und beiln Gebrauch. BusBeinklekl ist weit und wird idosauml est-vr, clt ' zum Kriegs- oder Itcisekleid benutst. Als Schuhe dienenC 1 * 1 ™, welche, sobald man ein Haus betritt, abgelegt wer-S 'r oll Hut hat eine breite Kiitmpe, ist spitr, r.ulaufend, vonk| 0 . ’ Heder oder Holz , bunt lackirt oder vergoldet und wird1 w 80gen Sonne und Regen getragen, anderenfalls dient dertf »ii. -ü der ein Schirm , den jeder Japaner nebst Säbel , J abaks-’ ^a^aksbeutel, Arzneibüchse, Schreibzeug, Brieftasche una\ j^,^ ip fpapior (als Taschentuch) bei sich zu führen pflegt. Hmhält ein Gürtel die Kleidung zusammen. Die Wohnungen^oh p8töc kig, von Holz auf steinernem Fundament, sehr einfach,V&i! er * chi *äen in Stadt und Land. Durch die Dichtigkeit der• 08 isfc die Zahl der Ortschaften ungemem gross. DieJiäd ^eist regelmässig angelegt und zwischen den Häusernw 4n tDe,8 t Gärten. \Tm die Häuser der Vornehmen sind Gräben,a ö iier dauern gozogen und hier und <la ist ein 3 bis 5 Stock'ürin. Schnurgerade Strassen , zum Theil kanalisiit undJL passenden Stellen mit schönen Mmmorbrückon ver-
j ^ einf i 1ac i 1 deckung dient meist Kupfer und Schiefer. Aeusser-^rpi, B Iach ' 8 ind die Häuser innerlich ein angenehmer Aufenthalt,h^tWiV.v ?^ en m i fc Matten und Teppichen belegt und landesüblich/ Möbel dienen: die Schlafmatratze, Bettselurme,
J Hetallspicgul, ausBerdem Poroellan- und Kupfergeflchirr,
ai*"™"' FBBBtiibchcn etc. Bie Flecken und Bürfor bilden meistX Sw, U ;,? 9 ° 0 ’ 80 ’ Hast in keinen. Orte fehlen die «.genannten&« je d 'j ’heeliiiuBer, welche Orte der öffentlichen I.uBt »ind undn° c il,ei, ® lnn eBgenuB8 trefflich berechnete Einrichtung haben.Jievofly wer<l6 " “> Jen Tempeln mit vielem Ceremomel gefeiert.*<" eh, 7™Hra„en werden mei.t in den Häusern eingeechlOBeon! 6,B chlei > ^ er c h e Frauen der niedern Stände können frei un
a"» ,ler Stra *«e ersoheinen, dürfen aber, ausser m Jiei-k , '»W Unno * > roit a " f 1101 Stra.se «rec ien.
V*”\ v ! 6r ' u ' n die Ehen stet, nur iunerlialb einer und derselbenchlossen und Missheirathen gelten als entehrend, ln der
gesellschaftlichen Ordnung findet eine strenge Sonderung der Stände,Kasten, statt. Man unterscheidet 8 Stände, davon 4 die höherenStände sind: a) die Fürsten; dieselben Bind entweder DaYmioe oderKoksecu, je nachdem sie ihre Lohen vom Mikado oder vom Ziogunhaben (s. w. u.). b) Adel (Chadamodo), meist Vasallen der Fürstenund im Besitze der höheren Civil- undMilitärärater, ist wohl unter-richtet, geachtet und hält viel auf sein Wappen, welches an derHausthür prangt, c) Geistliche (Bonzen), welche viele Privilegiengemessen, die sich nach dom Ansehen der Sekte und den Rang-stufen richten, d) Krieger, ein erblicher und sehr geachteter Stand,der thcils unmittelbar unter dem Ziogun, theils unter den Fürstensteht, doch sind erstere angesehener, so dass ein Soldat des Zioguneinem Offizier der Fürsten gleichgeachtet wird. Diese 4 Klassenkönnen 2 Degen tragen. Die unteren Klassen sind: a) die Beamtenund Gelehrten; b) die Kaufleute, welche in geringem AnsehenBtohen, sich aber durch Geldvorscliüsso bei den Fürsten eiuzuhebensuchen, c) die Krämer, Künstler und Handwerker und d) dieBauorn , welche Leibeigene und alle sehr arm sind, die Dienstbotenund Tagelöhner. Hierzu kommen noch die japanischen Pariahs,nämlich Lederarbeiter, Abdecker, Gefängniswärter etc. DieKindererziehung ist zwar sehr ceremoniös, aber in ihrer Art vor-trefflich. Sie fängt mit 7 Jahren in öffentlichen Schulen an und istmit 15 Jahren vollendet. Lesen, Schroihen, Rechnen, vaterländischeGeschichte lernt jeder Japaner, die Vornehmem werden noch inden Sitten- undLandesgeBetzen, im Ceremoniel und Kalenderwosenunterrichtet. Zum Unterricht der Mädchen tritt noch Nähen,Sticken und die Hauswirthschaftskundo. In religiöser Beziehungtheilt sich das Volk in Bekenner dreier Systeme, a) des seit 552 n.Chr. eingeführten Buddhaismus, b) des Sinseiu, der ursprünglichenVolksreligion, welche zugleich Staatsreligion ist, und c) des Siutu,d. li. Weg der Philosophen, dem im Allgemeinen die Gelehrten an-gehöron, derabor von derStaatsreligionangefeindetwird. — Haupt-nahruugsquelle ist der Ackerbau, der auf ungemein hoher Stufestellt, so dass, trotz des unfruchtbaren Bodens und der sehr starkenBevölkerung, noch viel ausgeführt wird. Es ist aber auch jedesFleckchen benutzt und die Berge sind bis zu den Spitzen mit Ter-rassen versehen. Die Nichtbebauung des Ackers wird mit dessenConflscation bestraft. Unbedeutend ist die Viehzucht und Wiesengehören zu den Seltenheiten. Gebaut wird vorzüglich: Reis, dasHauptnahrungsmittel, Südfrüchte, Baumwolle, Tabak, Kürbis,Hanf, viel Theo u. s. w. In der Gärtnerei herrscht der sonderbareGeschmack, entweder unnatürlich kleine oder ungewöhnlich grosseGewächse zu ziehen. Die Jagd wird wenig gepflegt, desto mehrder Fischfang, der in zahllosen Nachen betrieben wird. Jn hoherBlüthe steht der Bergbau, welcher viel Produkte (Gold, Silber,Eisen, Zinn, Kupfer, Blei, Diamanten, Schwefel, Salpeter) liefert.Der Seidenbau ist weit verbreitet, liefert aber ein dem chinesischennachstehendes Produkt. Hinsichtlich tles Kunstfleissos übertreffensie die Chinesen, ja selbst viele civilisirte Völker. So sind ihreMetallwaaren allcrArt ausgezeichnet und dio von ihnen gefertigtenSäbel und Dolche gelten für die bosten derWelt, und ihre Kanonen-giesaereien, die Hammer- und Hüttenwerke sind vortrefflich.Metallspiegel, Kupforwaarcn, Lackirarboiteu, Tischler-u. Drechsler-fabrikate sind unnachahmlich schön, Porzellan, Papier etc. vortreff-lich. In Künsten und Wissenschaften stehon sie weit zurück;Geschichte u. Geographie sind Lieblingswissenschaften und werdeneifrig getrieben. Eb fehlt nicht an Landkarten und Globen. Ihremodicini8chen Kenntnisse erstrecken sich nur auf die dort häufigvorkommenden Krankheiten, als Syphilis, Kolik, Krätze und Läh-mungen. Als Medicamonte dienen blos animalische und vegetabili-sche Stoffe. Anatomie ist unbekannt, weil die Berührung vonTodten verunreinige. Andere Künste, als Baukunst, Malerei,Musik etc. sind noch in der Kindheit. An Schulen fehlt es nirgendsund wenn auch die Japanesen an tiefer Kenntniss den Europäernnachstehon, so weichen sie ihnen doch ganz gewiss nicht in derallgemeinen Verbreitung der Wissenschaften. Im Innern ist derVerkehr lebhaft, nach aussen sehr beschränkt. Die Häfen, die nachden Verträgen den Europäern u. Nordamerikanern geöffnet werdensollen, sind: Hiago (im Süden von Miako), Kanngawa (Yoccliuma,Bai von Jeddo), Niegata (NW.-Küste von Nippon oder Niphon),Hakodadi (Joso) und Nagasaki (Kiusiu). Verträge mit Japan habenabgeschlossen: die Ver.-St. von Nordamerika den 31. März 1864;Grossbritannien, 14. October 1864 ; Russland, 26. Januar 1656; dieNiederlande, 9. Novbr. 1855; Portugal, 3. August 1860; Preussen,25. Januar 1861. — Der Werth der Einfuhr sowie der Ausfuhr stelltsich im Jahre 1362 höher, ale 1860 und 1881 zusammen, und zwardie Einfuhr auf 16,423,680 Frcs., .die Ausfuhr auf 37,828,660 Frcs.,der Gesainmtworth auf 62,268,240 Frcs. Bei der Einfuhr sind be-theiligt: England mit 8,160,067, Amerika mit 2,136.417, dieNieder-lande mit 658,631, Frankreich mit702,936, Preussen mit 8G4,ll0undRussland mit 1,887,707 Frcs. Der Werth der Ausfuhr von J. nachEngland iin Jahre 1862 (grösstentheils für Seide und Tliee) betrug:29,470,380, «ach Amerikas,610,771, nach den Niederlanden 2,206,077,nach Frankreich 1,660,477, nach Preussen 60,013 und nach Russ-land 150,888 Frcs. Im Jahre 1861 liefen in den Hafen von Kana-gawa ein:
87 britische Schiffe von 16,284 Tonnen Ladung,
27 araerikan. „ „ 13,153
9 niederländ. „ n 3392 ”
1 fransö». „ „ 288 l l
74 Schiffe im Ganzen von 31,037 Tonnen Ladung.Im Hafen von Nagasaki löschten im Jahre 1861:
79 britische Schiffe von 32,137 Tonnen Ladung,
39 amerikan. „ „ 12,614 „ «
9 französ. „ „ 934 „ »
1 russ. M n 812 ,, ,
19 nioderlilnd. „ „ 6093 >» *
141 Schiffe im Ganzen von 62,090 Tonnen Ladung, und 7Schiffe mit 2862 Tonnen Ballast.