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Zweiter Band. L- Z.
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Mongolen

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Monkton

aber muskulös, ist das Gesicht wenig markirt, indem die Formen u.Züge fast Zusammenflüssen, die Stirn flach, das Kinn klein undspitz, der Ober- und Hinterkopf gross und fast kugelförmig, daBOhr gross und abstehend , die Augenhöhlen gross , das Auge selbstklein und schiefliegend mit durchdringendem und lebhaftem Blick,die Nase etwas platt zwischen den hervorstehenden Backenknochen,der Mund gross, der Oberkörper ungemein breit und ruhend aufschwachen Beinen mit nusgebogenem Knie und eingebogenem Fuss(d. h. also auf krummen Beinen, hcrrühTend von dom vielen Reiten),weshalb der Gang etwas wackelig istu. die Haltung des Körpers ziem-lich Bchief u. unfest wird, dieHautgelb-oderschwarzbräunlich, dasHaar schwarz und straff, der Bart dünn, die Wangen nur wenig ge-röthet, die Lippen dick und aufgeworfen, und der Hals kurz unddick. Geistig sind sie, nach Schilderung der Reisenden, offen, gast-frei, gutmüthig, sehr ehrlich, freundlich, dienstfertig und aufrichtig,aber auch stolz und zanksüchtig. Der Ruhm seiner weltstttrmendenVorfahren erfülltdenMongolen nochjetzt mitStolz, und des Manneswürdige Beschäftigungen sind nur Jagd und Krieg. Die Besorgungdes Hauswesens, die Erziehung der Kinder, die Wartung des Viehes,die Anfertigung der Kleider, Überhaupt die Ernährung der Familie,ist Ruche der Frau. Obgleich Polygamie gestattet ist, so begnügen«ie sich doch meist mit einer Frau, darum ist auch das Familien-leben im Allgemeinen sehr zärtlich und die AnhänglichkeitzwischenEltern und Kindern gross. Auf den Zügen nach andern Weide-plätzen, was jährlich wohl zehn bis fünfzehn Mal vorkommt, beob-achtet der Stamm eine bestimmte Ordnung, nach welcher die jungenMädchen den Zug schliesaen. Die Wohnungen, transportableJurten, worden Überall mitgenommen und aufgerichtet, und deninnern Raum belegt man, je naoh Vermögen, mit Decken und Tep-pichen, auf die man sich mit untergeschlagenen Beinon setzt, da eskeine Stühle giebt. Den grossen Mangel an Brennholz ersetzen siegegen die Kälte durch warme Pelze, und in Bezug auf Zubereitungder Speise bedürfen sie wenig Feuerung, da ihre Hauptnahrung ausMilch, Butter und Käse besteht. Diese Nahrung giebt ihnen zwarnicht viel Kräfte, aber eine grosse Leichtigkeit und Schnelligkeit,so dass selbst sechzigjfthrige Personen ganz rüstig zu Pferde sitzenund fast unermüdlich jagen. Fleisch, namentlich vom Schafe, essensie wohl auch, doch selten, und noch seltener Wihlpret undFische.Zum Fleische dar Kameele und Pferde greifen sie nur in der Noth.Hauptgetränk ist der Thoe, wovon sich auf dem Herde stets einfertiger Vorrath findet, von dem nach Belieben geschöpft und ge-trunken wird. Dies Recht, sich Thee einzuschöpfen, haben selbstdie Gäste, nur müssen sie sich dazu ihrer eigenen (hölzernen)Schalen bedionen. Die Kleidung ist einfach: ein weites Beinkleid,ein langer Rock, gehalten von einemLedorgürtel, an dem sich stetsMesser und Feuerzeug findet, auf dem bis auf einen Zopf glattgeschorenen Kopfe eine runde Mütze von Seide mit Plüsch verbrämt,im Winter Pelzsachen, und an den Füssen Juchtenstiefeln mit sehrdicken Sohlen: bei den Frauen eine ganz ähnliche Tracht, aber vomKopfe zwei Flechten herabfallond und einiger Putz von Silber-stücken, Glasperlen, Korallen etc. Als Waffen dienen noch immerBogen, Pfeil und ein kurzes Seitengewehr. Pferderennen, Jagd,Schiessen mit Pfeilen sind die Vergnügungen, wogegen man denTanz kaum zu kennen Bfheint. Bei Üblem Wetter dienen in denJurten Airak und Branntwein als Begeisterungsmittel, durchwelche unterhaltende Gespräche, Erzählungen von Helden, kühnenJägern etc., gewürzt durch scharfsinnige Scherze oder durch Ge-sänge mit Begleitung der Flöte oder Zither, horvorgerufen werden.Gesicht, Gehör und Geruch sind ungemein geschärfte Sinne undebenso scharf ist ihre Auffassungs- und Beobachtungsgabe. Ehe-scheidungen sind nicht selten. Will sich der Mann von der Frautrennen, so giebt er ihr eines ihrer besten Kleider und ein gesatteltesPferd, damit sie zu ihren Eltern zurückkehren kann, die übrigeMitgift behält er als Entschädigung für den Kaufpreis. — DieSprache hat viele Härten, doch ist sie ausdrucksvoll und einergrossen Ausbildung fähig, auch ist die Literatur verhiiltnissmässig.reich. Religiöse Heldengesänge, gesellige, Liebes- und Jagdliedersind viele vorhanden, dochtragen sie meist einen dtistem Charakter,wie auch die Weisen, in denen sio gesungen werden, melancholischsind; ausserdem giebt es auch geschichtliche und religiöse Werke,die nicht ohne Werth sind. — Auf Mord, Brandstiftung und gewalt-samen Diebstahl steht der Tod; wer vor dem Feinde flieht, oderauf dem Maische das Wachtfeuer vernachlässigt, verliert ebenfallsden Kopf; wer aber durch Uebermuth oder Unbedaohtsamkeit sichoder dem Heere Gefahr bringt, soll gezüchtigt werden. Tempelund Wohnungen soll man nicht zerstören, Vorüberreisende nichtmuthwilligtödten oder beschädigen, Feinde, die sieb ergeben, nichttödten, sondern verpflegen, ihnen die Kleider nicht abnehmen unddie Weiber nicht von den Männern trennen etc. Id sittlicher Be-ziehung sind die Mongolen weniger, als andere Asiaten, zur Wol-lust geneigt, und Bie sollen auch in Speise und Trank sehr mässigsein. Raub und Diebstahl sind verhasst und werden selten verübt.Dabei sind sie, namentlich diejenigen, welche den Buddhaismnsangenommen haben, sehr religiös. Viehzucht ist und bleibt eineHauptnahrungsquelle, und Ackerbau wird nur in so weit betrieben,als dieViehzueht nicht ausreicht, undist darum auch ärmlich genug.Nur die südöstlichsten Mongolen sind von der Noth gezwungen, inder Hauptsache Ackerbauer zu sein und die Viehzucht nur imKleinen zu betreiben. Von Industrie ist fast keine Rede, denn dieHausväter und Mütter besorgen die Anfertigung von Stricken,Tüchern, Filzen, das Gerben von Leder, die Zurttstung von Jurten,Wagen, Reitzeug und der Waffen meist selbst. Auch die Baukunstgiebt einen schlechten Begriff von mongolischer Kunst, doch machendie Tempel davon eine staunenswerte Ausnahme. Dagegen hatsich, namentlich mit China, ein ungemein lebhafter Handel ent-wickelt. DerMongole holt sich gegen Pferde, Kameele, Ochsen undSchafe lteis, Thee, Tabak, gewebte Zeuge, Gerätschaften,Schmuck etc., wobei als Rechnungswerth nur in seltenen FällenSilber, meist der Thee (der in Ziegelform etwa S 1 ,^ Pfd. schwer ge-presst ist) gilt. — Gesetze und Rechtspflege, desgleichen die militä-

rische Ordnung stehen unter chinesischer Aufsicht. D ftSJustiztribunal hat seinen Sitz zu Peking. x T \ T 0.^

Mongolhat, St. in brit. Ostindien, Guv. Bengalen, hRangpur. Baumwollweberei.

tfongoluarrn, befest. St. in Hindostan, Beejapore, ^Beejapore. Handel. [40' w. b- ■ j

Mongon, Cap der Südküste der Insel Haiti, 17°Mongoyos, wildos Indianervolk in Brasilen, Prov. Ba» 0Mongrando, Fick, in Italien. Sardinien, Prov. Novarft,Biella, 3704 E. Wollzeug- und Flaohsweberei.

Mongrassano. Fick, in Italien, Neapel, Prov. Cosenza. {citer.), Distr. und NNW. bei Cogenza, 2779 E. 0

Mongrecota, St. in brit. Ostindien, Prsdsch.

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Malabar, SO. bei Calicut.

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Mongrnl, St. in Hindostan, Nizam-Staat. Borar, *

33' 60

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Mong-Tching, St. in China, Prov. Ngan-HookBr., 1140 lfi < so" Ö. L. v. Par.

Mong-Tlng-Fou, St. in China, Prov. Yun-Nan, anvon An-Nam. 23° 37' 12" u. Br., 98» 32' f>0" ö. L. v. Par- j/Mong-Tne, St. in China, Prov. Yun-Nan. 23° 24' n. * ’

15' 10" ö, L. v. Par.

Mong-Tsln, St. in China, Prov. und NW. boiHo-Nan-Mommngoii, Ort in Ver.-St., Michigan, an* Nn«® • ijrWayne, 460 E. *

Monguillem, St. in Frankreich, Dep. Gers, Arr.Monguzzo, Df. in Italien, Lombardei, Prov. und D* 8Mand. Erba, 782 E. ^

Monheim, 1) St. in Bayern, Schwaben, Bcz.-A. DonauWcroding, 1221 E. Sitz des Landgerichts und Renta* 0 #brauorei, Nadelfabrik. 2) Df. in Preussen, Rgbz. DüsseSolingen. 1320 E. rf tfj**

Monheurt, Df. in Frankreich, Dop. Lotet Garonne, AP. Damazan, an der Garonne, 743 E. , *

Monhoudon, Df. in Frankreich, Dep, Sartho, Arr. ®Marolles lös Braux, 849 E. Viel« 1 ’ 1 “''

Moni, Noel, Insel im ind, Ocoan, SW. bei Java. Vlnüsse. 10’> 30's. Br., 103<> 15'ö. L. v. Par. Uard'^

Monlcli, brit. Insel in Schottland, Hebriden, SW. von

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Monlenx, Df. in Frankreich, Dep. Vaucluse,

P. Sanlt, 914 E. u

ffloiilfleth, Krchspl. in Schottland, S. bei Forfar, am 12190 E.

Monlga, Df. in Italien, Lombardei, Prov. und Dis* 1 -

728 E.

Monlholz. Df. in Oestnrr. unt.d.Enns, Bez. undP.

Monikie. Krchspl. in Schottland, Gfsch. u.S. b.

Monlllnni, Insel in europ. Türkei, Rumelien, Sdscn. * ,5,1*N. im Golf von Monte-Santo. 40° 19' 69" n. Br., 21° 3*v. Par.

Moiiftiiall, Df. in Schottland, Gfsch, Fifc, 1260 E.Monlptir, St. in Hindostan, Guzerat. SSW. hoi Potto»* -

MonlxterRPP Df. in Italien Nonnnl Prnv. RegP l0 < '

Monlstprace, Df. in Italien, Neapel, Prov. Reg? 10 'ulter. I). Distr. Gerace, Mand. Stilo, 830 E.

Moniatrol (VAllier, t) Df. in Frankreich. Dop. #

Arr. Puy, am Allier, 1022 E. Papiermühle. 2) M. (leMoiit-SPf jj^nrin Spanien. Prov.u.NW. bei Barcelona, 1583E. Tuch- ü*weberei. !l)M. rEvcque, M. anr Loire, St. in Frankreich. DLoire, Arr.Yssengeaux. 4473 E. BiBchöfl. Schloss, kl.Send 1 )’stuinmeninstitut; Fahr, für Spitzen, Blonden, Band, Q° l .Papier, Gerberei, Färberei. .

Montteau, 1) Stdtsch.in Ver.-St., Missouri, Gfsch.Co»®* $02) Stdtsch. ebd., Gfsch. Cooper, 1625 E. 8) Stdtsch. © BCl '’Howard. 1580 E. .

Monlvftird, Df. in Schottland, Gfsch. Perth, 853 E. 48^Montray. Krchspl. in Irland, Connaught, Gfsch. Gal wa -p p«illonjo, Df. in Ungarn, (WojwodBch.), Com. Krasso,

naeska, 730 E.

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Monkarnachl, Insel ln Russland, Kurilen, NW. vonMonk-Bretton. 1) Fick, in England, Gfsch. York, ”

1918 E. 2) M.-FryRtone, Df. ebd., glchn. Krchspl..

WearmoiitJi, Krchspl. ebd., Gfsch. Durliam. am J?, P _v e^'

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Rishop-Wearmouth, 3343 E. 4) M.-Woarnionth-Shore,

15,139 E. , ufK

Monkland, (East-), t) Krchspl. in Schottland. Gfech*ONO. bei Glasgow, 7500 E. 2) (Old- und West-), Krcbsp»- ftr,bei Glasgow, 7350 E. Steinkohlengruben. Hier beginnt ° d*land-Kanal, der, gegen W. gerichtot, NW. boi GlasgowForth-Clyde-Kanal verbunden ist.

Monkleigh. Df. in England, Gfsch. Devon, 627 E-

Monkowarsk, Df. in Preussen, Rghz. und Kr. Bromber^^j

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^1

1) Pick, in Knprland, ^

I K. S) M.-KlelR)!. Ort ebd.. <)>,

Monka - Coppenhall

Krchspl. Coppenhnll. 8163 iv. yjix, c«.. v ,

folk, 878 E. 3) M.-Kirliy, Df. obd., Gfsch. Warwick, 696Rinborough, s. Risborough. 5) M.-Sahain, Ort i oT 'uinGfsch. Snffolk, 442 E.

Monksenton, Stdtsch. in England, Gfsch. North« 0 *Monkstlver, Ort in England, Gfsch. Somerset, 308 E-Monkston, Df. in England, Gfsch. Southampton, 293 *'• (o?Monkstown, !) Krchspl. in Irland, Munster, /fi$L2000 E. 2) Krchspl. ebd., Leinster. Gfsch. Dublin, mit d fl . r . f>f, ^towii, 10,000 E. 8) Df. ebd., Gfsch. Meath, 460 E. f) v ' >Gfsch. Waterford. 1100 E. ^1^

Monkton. 1) Ort. in Ver.-St., Vermont. Gfsch. Addi* 0 ®' pftj2) Df. in England, Gfsch. Kent. 374 E. 8) (West-), Df-Somerset, 1160 F,. 4) M. and PrCBtwiek, Krchspl- in*

in England.lr 9RA E. 7) *•■■■' «pflj

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Gfsch. Ayr. 2000 E. 5) M.-Farley, Df. ...

352 E. fl) M.-Moor, Df. ebd., Gfsch. York, 254 E. ")ebd.. Westriding, 366 E. ft) M.-Tarrant. Df. ebd .

264 E. 0) M. with Narrow, Stdtsch. ebd.. Gfsch. Durb®' 0 ’Goburtsort von Beda Venerabiüs (geh. 673).

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