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Zweiter Band. L- Z.
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Neapel

Nay

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Flachs, 370 1' 61" n. Br., 23° 10' 49" ö. L. v. Par. 2) St. ebd., aufder NW.-Küste, 4000 E. Sicherer Hafen für kleine Schiffe; Sitzeines griecb. und kathol. Bischofs.

Nay, St. in Frankreich, Dep. Basses-Pyrönöes, Arr. Pau, amGave de Pau, 3132 E.

Nayakot, St. in Hindostan, Nepal, WNW. bei Gurkah.

Naye, Nayemu, St. in Afrika, Senegambien, Kngr. Bondu, linksam Falerae, SO. von Bulebane.

Nayomont les Forses, Gmd. in Frankreich, Dep. Vosges, Arr.und P. St. Diö, 640 E.

Nayland, Fick, in England, Gfsch. Suffolk, 1200 E. Leder-und Seifenfabrik. Kornhandel. [nado-Bai.

Nayou, Gruppe kleiner Inseln, bei Celebes, N. von der Ma-

Nayrac (le), Gmd. iu Frankreich, Dep. Aveyron, Arr. Espalion,P. Estaing, 1238 E.

Xazaire (St.), 1) Df. in Frankreich, Dep. Charente inför., Arr.Marennes, 1476 E. 2) Df. ebd., Dep. Isöre, Arr. Grenoble, 656 E.8) Hafenst. ebd., Dep. Loire inför., Arr. Savenay, an der Mdg. derLoire, 10,845 E. Beträchtl. Salzhandel. 4) Df. ebd., Dep. Aude,Arr. Narbomfe, 850 E. 5) Df. ebd., Dep. Lot et Garonne, Arr. Mar-mande, P. Lauzun, 417 E. 6) Df. ebd., Dep. Tarn et Garonne, Arr.Moissac, P. Bourg de Visa, 877 E. 7) (Senary-Beau-Port), Gmd.ebd., Dep. Var, Arr. Toulon, 2526 E. Post, Eisenbahn- und Tele-graphenstation. 8) N. de Ladarez (St.), Df. ebd., Dep. Hörault, Arr.Böziers, P. St. Genifes le Bas, 941 E. 0) N. en lloyana, Fick, ebd.,Dop. Dröme, Arr. Valence, an der Bourne, 847 E. Seidenspinnerei.10) X. le Desert, Df. ebd., Arr. Die, an der Roanne, 881 E.

Nazar, Ort in Spanien, Prov. Navarra, Bez. und W. beiEstella,220 E.

Nazareth, 1) Fick, in Brasilien, Prov. Bahia, W. bei San Sal-vador.- 12° 52' 40" s. Br., 41° 17' 0" w. L. v. Par. 2) Df. in Bel-gien, Prov. Ostflandern, Arr. Gent, 5650 E. 8) Bucht an der Küstevon Gabon in Afrika, Ober-Guinea, nimmt O. vom Cap Lopez denglchn. Fl. auf 0° 40' s. Br., 6 (> 45' ö. L. v. Par. 4) (Lower- undLpper-), 2 Herrnhuter Orte in Ver.-St., Pennsylvanien, 1300 und1220 E. 5) N., Nasra, St. in asiat. Türkei, Syrien, Paschalik undSO. bei Akre, W. vom Borge Tabor, 3000 E.

Xazarlo (San), Gmd. in Oesterreich, Venedig, Prov. Vicenza,Distr. und 1 M. von Bassano, 2540 E.

Nazaro, Df. im Schweizer Kant. Tessin, SW. von Locarno, amOstufer des Lago-Maggiore.

Nnze, 1) Cap der Küste von Senegambien, am atlant. Ocean,SO. vom Cap Verd. 2) Cap in Norwegen, Südspitze, am Skagerrack.67° 67' n. Br., 7° 2' ö. L. v. Grwch.

Nazoing, Df. in England, Gfsch. Essex, 760 E.

Nazelles, Df. in Frankreich, Dep. Indre et Loire, Arr. Tours,an der Cize, 1209 E.

Nazly-Bazar, Fl. in asiat. Türkei, Anatolien, Sdsch. Aidin,

O. bei Gusel-iliesar. Vorzügliche Feigen.

Nnzuanfalvft, Df. in Oesterreich. Siebenbürgen, Kr. Maros-Vasarhely, Bez. Mezö-Madaras, 610 E.

Nazurna, Pfrdf. in Oesterreich, Galizien, Kr. Kolomea, Bez.,

P. und 1 M. von Gwozdziec.

Nazza, Df. in S.-Koburg-Gotha, 660 E.

Nazzaro (San), 1) Fick, in Italien, Neapel, Prov. und Distr.Benevento, 1828 E. 2) Gmd. ebd., Lombardei, Prov., Distr. undMand. Brescia, 3393 E. 3) Df. ebd., Prov. und Distr. Como, Mand.Porlezza, 723 E.

X6, 1) Nebenfl. der Charente, links, in Frankreich, Dep. Cha-rente, mündet unf. Cognac in der Charente. 2) Fick, und Gmd. inItalien, Sardinien, Prov. Genua, Distr. Chiavari, Mand. Lavagna,3445 E. [476 E.

Neac, I)f. in Frankreich, Dep. Gironde, Arr. und P, Libourne,

Noagh, (Lough-), grosser See in Irland, Prov. Ulster; stehtdurch den Bann u.Blackwater mit dem atlant. Ocean in Verbindung;20 engl. M. und 12 M. lang breit.

Neant, Df. in Frankreich, Dep. Morbihan, Arr. Ploermel, 1696 E.

Neapel, 1) früher Kngr., welches den ganzen südl. Theil vonItalien umfasste und mit der Insel Sicilien nebst den nahen kleinerenInseln das Königreich beider Sicilien (il regno dolle due Sicilie)bildete, seit 1860 Theil dos Kngr. Italien, 1825,17 QM., 7,146,864 E.Es grenzt landwärts gegen NW. nur an den Kirchenstaat, ist aberweiter ringsum vom Meer umflossen, NO. von dem adriat. Meer, O.dem Kanal von Otranto, SO. und S. dem ionischen Meer mit denBusen von Tarent und Squillace, SW. der Meerenge von Messinaoder Faro di Messina gegen Sicilien, W. dem tyrrhen. Meer mit denBusen von Gaeta, Neapel, Salerno, Policastro, Sta. Eufemia undGioja. Gegen S. läuft die italienische Halbinsel in zwei Landzungenodor Halbinseln aus, zwischen denen sich der grosse Golf vonTarent, und unterhalb diesem der Busen von Squillace einbuchtet.In das adriat. Meer ragt das Vorgebirge Gargano, von dem S. derGolf von Manfredonia, undN. die Tromiti-Inseln sich befinden. Imtyrrhen. Meer liegen die Inseln Procida, Ischia, Capri, Vcntotenaund Ponza. Die Apenninen durchstreichen das Land, worin diehöchste Kuppe der Monte-Corno oder Gran-Sasso 8934 F., nachAnderen nur 8266 F. hoch ist; überhaupt ist die Oberfläche desLandes mehr gebirgig als eben, und es erbeben sich ausser demgenannten Gebirge noch an verschiedenen Orten Berggruppen undBerge, die mit dem Hauptgebirge in keinem Zusammenhängestehen. Die Gewässer, die zum Theil im Sommer austrocknen, sindsämmtlich kurz, die Seen klein. In das tyrrhen. Meer fliessen derVolturno und Garigliano; in das ionische Meer der Crati, Sinno,Basente, Bradano; in das adriat. Meer der Ofanto, Carapella, Cer-varo, Candolaro, Fortore, Biferno, Trigno, Sangro, Pescara, Vomano,Tronto. Von allen diesen Flüssen ist nur der Garigliano schiffbar.Der bedeutendste See ist der Lago Fucino, imN., in den Apenninen.Das Klima ist| warm (mittlere Temperatur in Neapel 16,8° R., inPalermo 17,3° R.), aber durch Seewinde und Gebirge angenehmund erträglich; Kälte kennt man blos auf den Gipfeln des Aetna undGran-Sasso, daher hier immer grüne Bäume das Auge erfreuen. Im

Ganzen ist die Luft auch gesund, doch giebt es auch Geg Pwahrhaft giftige Luft aushauchen. Der Boden ist * ru ® uVvulkanisch, und auf der Westküste steht der Vulkan vvulkanischen Hügeln, besonders denen von Astruni un ^

, UiAatUiDvUOU 1 1 ug VAu, uuoyaMvi u I v “ j), r (

Ueberbaupt sind die Erdbeben häufig und oft furchtbar^^^i

und 1861 im August. Quellen giebt es reichlich in d®» ^ 1B P- - .... die Kwsw;

in dem ihnen nahen Lande, selten sind sie gegen u»»

- - ■ , erstickende J«,

Plage ist der Scirocco oder Sirocco, der eine _

Afrika herüberweht. Der Winter ist in den ebenen Geg ^ gr-eine rauhe Regenzeit. Da das Land meiBt dem Adel un ^ gC b£lichkeit (letztere ist sehr zahlreich und zählte 1842: 1* 'jjö#77 Bischöfe, 17 Prälaten, 32,360 Weltpriester, l2 ’,.. he P**10,056 Nonnen) gehört, so herrscht hier das verderbi» ^System, wonach der -eigentliche Landbauer selten zu » ^kommt. Deshalb ist auch der Ackerbau sehr vernacluäs ». eggleichwohl eine Menge Produkte erzeugt werden, soh®8 ^ jil**ungemeinen Ergiebigkeit des Bodens. Um die ^* ebZ pf e rdfl*|noch schlechter bestellt, und die ehemals berühmtemLandes sind jetzt sowohl in Race als Ausbildung gesun 3^ist das Rind und das Schaf behandelt worden, und ^ u ? deoZ uC^thiere erfreuen sich einiger Aufmerksamkeit. Di©“ 181 ler Ber8*\dagegen bedeutend. Bei dem Mangel an Metallen lieS 4 ^ganz darnieder, und Salzsiedereien aus Soole giebt ®sLande nicht. Gleichwohl producirt das Land mehr Sadarf, aber es wird mehr durch die Sonnenhitze getrock» ,als Steinsalz gewonnen. Die Produkte sind: Getreid® uUeberflusB, vorztigl. Weizen, Wein (um den Vesuv, b°® je#crymä-Christi, und auf der Insel Ischia), Mandeln, OhJ lob&j.

Südfrüchte, viel Baumwolle, vorzügl. Tabak, Zuckerrohr, , ^

brod, Kapern, Galläpfel, Hanf, Flachs, Sumach, gute Y.« u.Maulesel, viele Büffel, Schafe, Wölfe, Luchse, Thunfis® .

Arten, Sardellen, viele Seidenraupen, Bienen, Tarante ’ fit#schrecken, Skorpione, Schwefel, Salpeter, Puzzuolan-J^ n 0 C b i* 1

.

vernachlässigter, als die übrigen Nahrungszweige, wa8 r) e aiiungeheueren Produktivität des Bodens erklären lässt* go? 1 *,Rohprodukte fastohue alle Anstrengung gewonnen weIÜ r gjcb £der Producent lieber Produkte als Zahlung, als dassstrengen sollte, die Rohprodukte in Kunstprodukte . u ® e j])rfli^Ueberbaupt ist der Hang zum Müssiggang ein allgemein D giod ,daher auch die vielen Bettler und Räuber. Am wichtig® wWoll-, Baumwoll- und Seidenmanufakturen, die Handkation, die Verfertigung der Violinsaiten, welche in g a ®

Ruf stehen. Der Ausfuhrhandel beschäftigt sich meist ^«0®^Produkten, deren Werth 1842 14,264,962 Ducati betrug-bei dem Ungeheuern Bedarf an Fabrikaten aller Art .

doch noch um 638,800 Ducati hinter der Ausfuhr *u* ^ 30lässt sich auch daraus auf die enorme Produktivität

Produkten schliessen.land.

is aux uie enorme riouu6M’y „ jcVon der Einfuhr kommen all® 4 » 5 ,

Eingetheilt ist das eigentliche Neapel in die(früher Abruzzo citer.), Teramo (Abruzzoulter. I),ulter. II), Potenza (Basilicata), Benevento, Cosenza(Ca la ^ j?#,Reggio (Calabria ulter. I), (Jatanzaro (Calabria ulter-(Capitanata), Campobasso (Molise), Neapel, Salerno k rciäer.), Avellino (Principato ulter.), Bari (Terra di ®

(Terra di Lavoro), Lecce (Terra di Otranto). Die B®'Italiener, die sich zur römischen Kirche bekennem..Abruzzen und Calabrien leben noch gegen 76,000 Al. 9e p0^iunirte Griechen und zerstreut an 2000 Juden. Für die ^Bildung bestehen 1 Universität, 12 Collegien und Lymedic.-Chirurg. Collegium in Neapel, 1 Akademie der .Wissenschaften etc. Das Volk ist nicht ohne günstig®

Geistes, nicht ohne hellen Verstand und schnelle Auff® 8 der^

namentlich was Zahlen betrifft, denn der gemeinste

lesen noch schreiben kann u. sonst in tiefer Unwissenheit 1 \qiFj

miteinererstaunlioheuFertigkeitimKopfe. Hierzu tritt® p e ^ ;

liches Gedächtniss und eine ungemoin lebhafte Phantasie;L

liegt die tiefe Unwissenheit nicht an der natürlichen

des Volkes, sondern an äusserem Unglück. Hauptch jl»^>

des Volks sind Gutmütigkeit, Trägheit, Aberglauben ^

sinnlichen Genüssen, heftige Leidenschaftlichkeit.

wohl verschwenderisch undprachtliebend, istnicht g® bu

er nicht abgeschlossen unter sich heirathet, sondert,

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Elmo, von welchem aus man ein Panorama geniesst,

kein zweites in Europa. Im Innern ist die Stadt re:

inlicb.

BürgerstüchternEhen eingeht, ohne einer Mesalliance fi - lfl «fi» k

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zu machen. Der Mittelstand ist arglos, gutmüthig uuu j,

der Pöbel roh, abergläubisch, träge, abermässig, fröhli®®* ^^.1und sehr religiös. Die Sprache, wonn aucli weniger ^ ^ei^wals im übrigen Italien, gewinnt durch die Anrnuth u ^ ,, netder angowendeten Gesticulation. Die Männer sind ® c b°Gestalten, wogegen das weibliche Geschlecht durchgeschlafft wird und sehr zeitig altert. Kleidung? fWohnung des Neapolitaners sind armselig, All®® 2Klimas und der Fruchtbarkeit; Gesang, Spiel und pjov-;^

leidenschaftlich betrieben. 2) Prov. ebd., zwischen den 1^

di Lavoro N. und NO., stösst im W. an das tyrrhen. M *

gehören die Inseln Capri, Ischia, Procida, Vontotenft ® l ’ oS »,Inseln ist sie nur 8,75, mit denselben aber 18877,120 E. Sie ist demnach zwar die kleinste, aber a ^ e .völkertste des Staates. Im O. steht der Vesuv und 1 j e8 jC'Monte-Nuovo. 8)N., Napoli, Haupt- und Residenzstad ^reiche beider Sicilien, glchn. Prov., 3 Lioues WNW- »•

reiciis oeiuer bioixiou, gicun. jrrov., 3 jjioues v* ^am glchn. Golf, in einer unvergleichlich schönen Lag®»

Diese herrliche Stadt hat 6 M. im Umfange, erfüllt 1tralisch anstoigendeLandschaft und umfiügolt gleiohsa d0 n ^herrlichen Golf, (Iaksah NnrdanUo Kaonn öto «inen re tiA ,i s.j

, dessen Nordseite besonders einen ^

Alle Schönheiten der Landschaft ® f«

blick gewährt, axjö ocnonneiten aer jjanascu»**’ ”"«eiz- .. ?«durch den furchtbaren Vesuv eiuen eigentümliche»Ueberblick über die Stadt eignet sich am besten 4

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