Norwegen
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Norwegen
Nebel und Regen , im Innern ist dagegen die Luft rein und beiter.Der längste Tag im S. dauert 18 Stunden, im N. dagegen 8 Monate.So lange dauert dort der Sommer, welcher, wenn die Sonne aufhörtpermanent am Himmel zu stehen , ziemlich plötzlich in den Winterübergeht. Am Nordcap , jenseit des 71° n. Br., gefriert weder dasMeer, noch das Quecksilber u. eine Kälte von 24 f) R. ist eine Selten-heit , dagegen herrschen dort fast das ganze Jahr hindurch StÜrmo.Klimatische Tabelle.
Höhe der Schneelinie. Pflanzen.
Grade n. Br.58—6060—61Gl—6262—63
5800'
5600'
5410'
5300'
Buche.
63—04
4800'
4300'
66—67
67— 68
68— 69
69— 70
3900'
3760'
3600'
Spargel.
Birnbaum, Eiche, Ulme,Linde.
Aepfel-, KiTsch-, Pflau-menbaum, Ahorn.
.Flachs, Bohnen, Erbsen,Hopfen, Hafer u. selbstWeizeu.
Sommerroggen, Hanf,Kohl, Eschen.
Pochtanne, Roggen-grenze.
700 40'
710
2400'
Birke, schott. Tanne.Wachholderstrauch,Erd - u. Himbeeren.Kohlrüben, Salat, Spi-nat, Mohrrüben.Zwergmaulbeer, Zwerg-birke.
Die ganze skandinavische Halbinsel, welche die Königr. Norwegenuud Schweden umfasst, bildet eine grosse zusammenhängende Ge-birgsmasse, deren Oberfläche, obgleich , besonders in Norwegen,sehr uneben, jedoch im Grossen betrachtet, weit ebener erscheint,als es, ihrer Gebirgsnatur nach , zu erwarten wäre. Der westl. undnördl. Theil der Halbinsel ist ein fortlaufendes Hochland, das imStift (.’hristiansand beginnt und die Stifte Bergen , Trondhjem, sowie Nordlund u. Finnmarken enthält. Gegen W. ist diese Gebirgs-rnasse steil und bildet theilweise ein Plateau mit schroff ins Meerabfallenden Seiten, zum Theil, am Fuss der Gebirge, Striche kultur-fähigen Bodens, die jedoch, wegen der Nähe der Gebirge, nicht sehrausgedehnt sind. Die bedeutendsten befinden sich im Distrikt Jed-deren bei Stavanger und um den Trondhjems-Fjord. Auf der Nord-seite senkt sich diese Gebirgsmasse allmälig gegen SO., und in denbottnischen Meerbusen. An dieser Seite bildet die erstere, ineiniger Entfernung vom Hochlande, bedeut, niedrige Plateaus, die,mit Thon und Sand bedeckt, grosse Strecken urbaren und baufä-higen Bodens darbieten. Im nördlichsten und grössten Theil derHalbinsel gehören diese Vortheile der Abdachung, indem die Grenzezwischen beiden Königreichen eben da bestimmt ist, wo die östl.Absenkung beginnt. Im südl. Theil ist auch Norwegen an diesenVortheilen betheiligt, indem das Stift Aggorhuus, besonders der südl.Theil des Stifts, bedeut, derartige Plateaus hat. In diesem Stiftsenkt sieb dio Bodentläche so weit ab , dass es den Menschen mög-lich wird, sowolil an als auf den Gebirgen sich auzusiedeln. Diebreiten Strecken zwischen diesen Plateaus und dem eigentlichenHochlande der Gebirgsmasse sind eigentlich nur allraälige Abstu-fungen, in welchen sich die Gebirgsmasse gegen das Niveau desMeers absenkt; indessen ist der Abhang von vielen tiefen Thälerndurchschnitten. An der Küste zwischen dem Vorgebirge Lindes-näes bis ChriBtiania bildet die Nordsee einen tiefen Meerbusen.Der SO.-Abhang der Gebirgsmasso bietet in Norwegen die bestenLandstrecken dar. Kaum die Hälfte der ganzen Oberfläche desLandes liegt unter 2000 F. Durch die grosse HochgebirgsmasBe,vom Stift Christiansand bis Finnmarken, wird das Land in 2 Haupt-tbeile. in einen nordwestl. uud südüstl. Theil, geschieden. Die ge-wöhnliche Einteilung in das südl., westl. und nördl. Norwegen istnicht begründet in den Naturverhältnissen. Jene Hochgebirgs-masse beginnt mit dem Vorgebirge Htat, und steht bis zur schwe-dischen Grenze gegen O., von hier aber wieder in derselben Rich-tung, wie im Stift Bergen. Verschiedene Theile dieser grossenHoehgebirgsmasse sind Langfjeld, Dovrefjeld, Jotunfjeld, Sogne-fjeld, Hardanger, Herrungerne, Kjülen etc. Das Gebirge, nament-lich die südl. Fjelde, haben von oben her ein wildes, zerrissenes u.furchtbar ödes Aussehen , deren höchte Kuppen weit in die ewigeSchneeregion herausragen. Man hat diese Haupttbeile des Gebir-ges, in welche verhältnissmässig schmale Thäler und Meerbuseneinschneiden, wie die Rippen eines Rückgrates betrachtet. DieserVorstellung widerspricht jedoch die Naturbeschaffenheit und derBan der Gebirge; denn jene Theile sind nicht abgesonderte Massender Hauptgebirgsmasse , sie sind nicht Gebirgsketten, die sich auseinem verschiedenartigen Boden erheben. Ihre Masse ist ebonso-wohl auf dem Gebirgsrücken als in der Tiefe der Thäler vorhanden,weil diese Thäler nur Einschnitte in das Gebirge sind; demnach istdas Gebirge die Hauptmasse und Grundlage des Bodens, die Thäleraber sind nur Einschnitte in das Gebirge. Oben auf den GebirgenNorwegens giebt es Ebenen von bedeutendem Umfang; z. B. zwi-schen den Stiften Aggerhuus und Bergen giebt es in einer Höhe von3500—4500 F. ü. d.M. solche von 8—12 norweg. oder 12—18 geogr.M. Br. Auf diesen Plateaus erheben sich die Gebirgskuppen, derenhöchste folgende sind: Skagtölstind 8150 F.. Yraesfjeld 8300 F.,Glitfcertind 7860 F., Kjernhultind 7600F., Tykningssuen oderHeil-stuguhöe, 7550 F., Leerhöe . Besköe, Nautgaardstind 7400 F., derSneehättan 7100 F., auf d. Dovrefjeld, Haarteigen 5300 F., auf demHardangerfjeld. Alpengebirge sind nicht gewöhnlich in Norwegeu,obschon es deren mehrere giebt. So haben die Ktippon der wildenJotunfjelde die den Alpen eigenthümliche kegelförmige Pyramidal-form. Eben so giebt es Alpengebirge im Krcbspl. Snaaaen und invuisc-hiedenen Gegenden hn Nordland. Auf der Uatseite erstrecken
§1,1
sich die Hauptthaler beinahe parallel dem Lauf d®r * *jHejeni^
An die Hauptthaler stossen steile, tiefe Seitentbälei^ 1 ^^
njalnli/t im Unrnmer t.Tfit» ilirar Vwihmi gUtO * ,jnift
welche im Sommer, trotz ihrer hohen Lage, gutewähron , worden SUeterdale (Sennertliäler) genannt. g 0 iö«tder Thäler ist das Oesterdal mit don Fortsetzungen *
Oudalen, zusammen in einer Strecke von 45 geogr. *
durchflie8st der grösste dor norweg. Flüsse, Glonime- .^^
lang, aber fruchtbarer und angenehmer ist das Gula
der Fortsetzung an den Ufern des grossen MjOsen-bee • ^
durchttiesst der Laugen, in jenen See. — Das Thal Vniger regelmässig und steigt schnell gegen den Fuss jß V**"Das südl. Ende desselben steht mit dem Distr. King jd-
biudung, und leitet seine Gewässer in den Tyri-See u° fl ngui>^selben in den Drammens-Fjord. — Das Halüngdal isnur wenige Seitenthäler, unter denen das Heinsoda ^tendste, mit einem glohn. Krchspl. Die Gewässer ^ p
einigen sich im Krchspl. Modum mit dem Dramtnen
dnl iof ainu rlar unnaran r l’l,iilur lind llllter dOSS '
letzte, welches ein Hauptthal genannt werden kann;
gross ® 0
See Tyen-Vandet. Dor See Gjcnde-Vandet liegt je'
inseit '
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ten-Grenze; dor Öeresund-See 2360 F. Axu grösston
ter Fall au 600 F.; der Vöringsfos , im Distr. llardang ’ t ,-. ^der Niagara-Fall, 860—900 F.hoch; derFeigumfos,an 730 F. hoch, aber nur im Sommer ansehnlich ; der .'7 Ved^VDistr. Nummodal, 25 M. nördl. von Trondhjem t mltWassormenge, so wie hohem und schönem Fall; der d eöTrondhjem, 1000 F. hoch und durch denNid-Elf gehn“ ’ jbei stiller Nacbt selbst in Trondhjem hören kann. . r jSiwy.
Haupterwerbszweigo sind Ackerbau , dor immerfludet, sorgfältig betriebene Viehzucht, Kabeljau- undJagd auf Hasen, Renuthiere, Fischottern, Wildgeflüg® i jie“Auerhuhn, Haselhuhn, Waldhuhn, Graugänse, Ent®“/pflege der Eidergänse; Bergbau auf Silber, Kupf® r » rP^
Bergwerken, davon nur ein künigl. in Kongsbovg, ovt ‘' # e x1h *«*- - -- emf^rbe"” j|#p. j?
jede
leib
Bei«.
mit
Nummedal ist eins der engeren Thäler, und unter doss lten dste-lern dab Lyngdal mit einem glchn. Krchspl. das bode s ichvon Kongsberg erweitert sich dies Thal allmälig« vere * , n j>£wieder in dor Gfsch. Jarlsberg im Krchspl. Laurdal, bisvig wieder breiter wird. Dasselbe durchtiieast der L®’* i>6(i^
hei Laurvig inB Meer mündet. — Den Distr. Tellen 1 ®* den er<lfein unregelmässiges Netz von Thälern undFlüssen. Yo WiSKren leiten die 4 nördlichsten ihre Gewässer in die ^ ord ? )äfldie beiden südl. dagegen in das Stift Christiansand. Din diesem Stift ist das südlichste von ausehnlicher Läng > nb0 cb^
denn 0 ^ v ,
in Hauptthal genannt werden Kam*) ' . g.»» 1 '
das Romsdal. die Thäler am Trondhjems-Fjord, Nam* ( ®
unbeträchtlich sind, so stehen sie doch den Thälern A ßi Jit eP' aBk**
Norwegens an Länge weit nach, weil das Hauptgebirgenahe tritt. u
Im westlichen Norwegen herrscht dieselbe Regelnder Bildung der Meerb. (Fjorde), wie im östl. in» Bau , eJ1 A IlJ yFlüsse. Die Meerb. dringen in schmalen, meist verzvreig ^ jj. ti -tief eiu, bis au das hohe Gebirge. Die Flut des mehr a gM#ins Land dringenden Sogue-Fjord bespült fast den , u .ij U ppe D i,tölstinden, die höchsten bis jetzt gemessenen ^ebn# 0g 1 $*skandinav. Halbinsel. Diese KüsteneinBchnitte dos , t ei° 6 Aleigen sich keilförmig. Nur der Trondhjems-Fjord mö bB <ieid e •,]nähme mit seinen geräumigen BassiuB, dio mit nicht u» **
Thälern in Verbindung stehen. Diese Meoreinschuitt® unb eMenge Halbinseln an der Westküste, die grösstenthei .sind. Gegen N. hin mehren sich dieselben ansehnlich* ^ oran der Küste von Finnmarken grosse Laudzungen. Ahin liegen eine grosse Menge grösserer u. kleinerer D 1Be ^jjiWLoder Gruppen. Zwischen diesen Inselu und der ^ e8tl t u dr^die Küstenschifffahrt eine sichere Strasse gegen floßheftigen Meerwogon und Strömungen. Dieselbe istnurneu, d. h. von Inseln freien Stellen, gefahrvoll, z. B- b®^
J1Q11, u, XI. VUJ1 lUODIil 11 OlUll OIUlJOll, OlallL V Uil, *. -
Jedderen, Stat und Folden-Fjord. Hinter diese inselu < ^ ^auch die Fische zurück, wo sie dann die Fischergrosse Inselgruppe derLofoden liegt so weit von derK ^
sich dazwischen ein grosser Meerb. oder vielmehr eJÖ f . n dßb' rf jVest-Fjord, bildet, worin die grossen Bänke sich ^ aaAÜdenen sich jährlich der Kabeljau zur Laichzeit in 8 t(versammelt.
trächtlich, doch hat keiner eine Grösse von 20 QM*lange Bygdin-See liegt 8400 F. ü. d. M.; boinahe eben
M. breit) im Stift Aggerhuus und ^
d. br.), Über 2000 F. li. gelogen.
Mjösön (13 M. 1., 8 M. 1
aee ebd. (fl M. 1., 2 M. br.j, uoer zuuu 11. gelegen* "grossen Seen so wie mehrere grosse Moore, die zwischenan der Höhe des Gebirges liegen, sind desshalb bem^^ D geUdass sie durch verschiedene und entgegengesetzte O®* !fliesson. So strömt aus dem See Lessöovand gegen
messon. 00 strömt aus uem »ee Jjessoovanu gogo» *
Elf, und gegen N. der llomdals-Elf. Auch der gegen 0* ü|J( iGlommen-Elf so wie die gegen N. strömenden Namfl ßn ~ ; g^ rElf, sollen einen gemeinsamen Ursprung haben. Aus *Hochmoor Kol im Hardanger-Hochlande entstehen . 0<J be( ieU t9 ^isohiedener Hichtuug strömende Flüsse, von denen die r yigren sind: der Laaven, der durch Nummedal und bei L* * wrpMeer fliesst; der Otteren , der bei Uhristiansaud, und , ß jjiitElf, der bei Stavanger sichergiesst, liu Wintersin«bedeckten Flösse und Seen bequeme Schlitten woge; doC ur un t0 j|i'schiffbar. Unzählbar ist die Menge der Wasserfälle! fle udeut.; z, B. der Kukaufos, im Distr. Tellemarken, d® 88 ®^ b^g^'
&
Kupfer- und Eisenlmmraerwerko, Blau- u. Ghromi®' ru °*'. r tliütten, Branntweinbrennereien, Sägemühleu, Papi®^ r anKfci? 61 !^Schifffalirt und Schiffbau. Den Binnenhandel ^ e ^ a *on^ r $Wohlfeilheit u. gute Fdnrichtutig dosBostwesens, di® Ä jiibf® 11 ' $im südl. Theile, die billige Lebensmitteltaxe in denvon Trondhjem giebt es keine Fahrstrassen m®h r ’ i^j^-Reitwege. Was die Industrie betrifft, so ist sie fu* j)is*'Bedarf fast gedeckt, da die Ansprüche nicht gross 8,,u '