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Preussen

414

Preussen

Prov.

Schlesien.

Bevölkerung

Rgb,.

QM.

1862

1861

Breslau

248,14

1,226,995

1,295,969

Oppeln

243,06

1,006,609

1,137,844

Liegnitc

260.54

640,667

966,892

741,74

3,173,171

3,390.696

Prov. Sachsen.

Magdeburg

•210.18

714,268

779,754

Merseburg

188,76

763,683

631,968

Erfurt

61,74

360,781

364,696

460, 63

1,828,732

1,976,417

Prov. Westfalen.

Münster

132,17

429,863

442,397

Minden

96,68

471,776

472,146

Arnsberg

140,11

602,613

703,523

367,96

1,504,251

1,618,065

Prov. Rheinland.

Köln

72,40

512,965

567,476

Düsseldorf

98,32

958,814

1,116,365

Aachen

76,66

422,282

458,746

Koblenz

109,64

507,663

529.929

Trier

181,13

604,752

544,269

487,14

2,906,490

3,216,784

Hohenzollern.

20.86

65,634

64,675

Jahdegebiet.

0,28

227

960

Zusammen 5103,97 16.986,420 18,491,220 wovon

268,872 M. Militär.

Die Dichtigkeit der Bevölkerung ist in den einzelnenLandestheilensehr verschieden. Im Durchschnitte für den ganzenStaat kommen3022 Seelen auf 1 QM.; in den Prov. Rheinland 6600, in Westfalen4397, in Schlesien 4571, Sachsen 4290, Brandenburg 3361, Hohen-zollern 8057, Posen 2770, Preussen 2433 und Pommern 2409 Seolen.Von den Regierungsbezirken sind am stärksten bevölkert Düssel-dorf 11,344, Köln 7838, Aachen 6064, "Erfurt 6907 und Breslau 6226;am geringsten der pommersche Rgbz. Köslin mit 2000 S. auf I QM.Der grössere Theil des preusa. Staates (etwa 4030 QM.) gehört dernordeuropäischen Tiefebene an. der fünfte Theil der Oberfläche(1070 QM.), die südlichen Theile von Schlesien, Sachsen, Westfalenund der Rheinprovinz ist Bergland. — Die Gebirge sind: l)dieAusläufer des JCarpatcnsystenis im südöstl. Schlesien , die sich inden Tamowitzer Höhen Im Trockenberge bis zu 1148, im Silber-borge 1031, im St. Annaberge 1296 F. erheben; 2) die Sudeten undzwar: der Glatzer Gobirgszug mit dein Grossen oder SpieglitzerSohneeberge 4536, dem Kleinen Schneeborg 4045, der dürren Kuj>pe4188 F., d. HabelschwerdterGeb. mit dem Heidelberg 3117,SchwarzenBerg 2844 F., der Heuscheuer, das Eulengebirge (hoho Eule 3190,Sonnenkopf 8073 F.), das Schwoidnitzer Gebirge (Heidelberg 3030,Dürre Berg 3011F.), das Riesengebirge (schwarze Koppe 4370 F.),Schneekoppe oder Riesengebirge 5176 F.; 3) die Nordabfiille d«Rsächsischen Berglandes im Rgbz. Merseburg: 4) ein Theil desThüringerwaldes in der Prov. Sachsen, Kr. Schleusingen (grosserBeerberg 3109, Finsterborg 3016, Fichtenkopf 3006 , Dvoiherrnstein2534 F.); 6) dio Berg- und Hügelketten des Thüringer Hügellandos{'Singerberg 1837 F., in Schwarzburg), der Harz im W. der Prov.Sachsen (Heinrichshöhe 3300, Königsberg 3297 F.): 6) ein kleinerTheil des Taunus ira Kreise Wetzlar; 7) der Wosterwald in derRheinprovinz und dem westfäl. Rgbz. Arnsberg; 8) das sauerländ.Gebirge in den Rgbz. Arnsberg. Köln und Düsseldorf (kahle Asten-berg 2468 F.); 9) der Haar-oder Hardstrangin Westfalen (Bischofs-hardö82F.); 10) der Hunsrück in der Rheinprovinz (Walderbes-kopf 2606 F.); 11) die Eifel in der Rheinprovinz (hohe Acht 2406,Schauerberg 2112, Nürburg 2192, Errensberg 2208 F.); 12) das hoheVeen im Rgbz. Aachen bis 2200 F.; 13) das Wesergebirgo in West-falen (bis 1600 F.). Die hohenzollerschen Lande sind von der rauhenoder schwäbischen Alp oder dem schwäbischen Juragebirge durch-zogen, welches das Oberland und Unterland von einander scheidet.Kornbühl 2869, OberhÖrnle an der würtemberg. Grenze 3038 F.).—Die Küste d<*s preuss. Staates ist 115,62 M. lang und wird mit Aus-nahme des unbedeutender Jahdegebietes von der Ostsee bespült.Die von der Ostsee gebildeten Busen und Einbuchtungen sind: diedanziger Bucht, die pommersche Bucht, durch die Inseln Usedomund Wollin gebildet, der Rügonsche oder Greifswalder Busenzwischen der südöstl. Küste Rügens und der pommerschen Küste,das Prorer Wiek an der Ostküste und das Tromper Wiek an derNordostküste von Rügen, der Jasmuuder Bodden, das ProhunerWiek, die Bucht Grabow, der Barthor Bodden, der BodstedterBodden, der Sauler Bodden, vondem nur die östl. Hälfte zuPreussengehört. P. hat 78 schiff- und flössbare und 67 nur flössbare Flüsseund80 schiff- oder flössbare Kanäle. — Das Klima ist bei einer sobedeutenden Ausdehnung von 175 M. zwisohen Ost- und Westpunktund über 100 MV zwischen dem Süd- undNordpunkte sehrverschie-den. Trier hat 11°. Münster u. Arnsberg 10°, Salzwedel, Potsdam.Berlin, Frankfurt, Posen 9°, Rügen, Cösiin, Breslau 8°, Königsberg7«. Memel 6° mittldfre Temperatur.

Die 3 Punkte haben folgende Grade :

Trier

Berlin

Memel

Jahreswftrme

-4- 10,0

- 8,9

4 6,8

Winter

-j- 1,9

- 0,1

— 8,2

Sommer

-j- 17,8

- 17,9

4 16.6

kälteste M.

— 0,0

- 0,3

— 6,1

wärmste M.

+ 18,7

+ 19,3

4 17,9

grösste Hitze

+ 39,0

+ 30.3

4 36,0

grösste Kälte

— 26,6

- 28,0

— 29,0

Regenmenge 27" 19" 20"

Ceberbaupt liegt Preussen im Gebiet des Sommerregen» und

das Klima ist gesund , rauher im Gebirge, und ver be j n #den Küsten. — Dio Hauptflüsse sind der jWeser, Elbe, Oder, Weichsel und Memel. . auf P**14,5 M. auf preuss. Gebiete, ist schiffbar, und.«graben aU ^ : !Gebiete die Szeszuppe und die Tilse und den SpiH ftK ®die Weichsel (in Preussen 38,8 M.) fliessen in * ,r0U !® 6 . die Bf***nietz, Gostina und die Przemza, der Kuf- oder Grtinn jjjgjloüädas Schwarzwasser (22 M. lang), die Montau, die jnpre° 8, £Drewenz u. Liebe. Die Nebenflüsse der Oder (108,1 • ^j 0 dö l .103,6 M. schiffbar) sind: rechts die Olsa, Rudka, P ir j jf. sc® 1 ’Malapsne, Brinitza, Stöber, Weida. Bartsch, Wartn^v ’^ iVd*bar) mit der Prösna, Obra, Ludinia, Wreschina. v . die 0?rMinisca und Netze, die Mietzel, Plöne , Thna; *l D flö» 8 ^Zinna, Hotzenplotz, Proskau, Noisse (80 MV 18»®' 'uober^VJOblau, Lohe, Weistritz, Katzbach(12M. lang)» “ e ,. riß° # lvKneis, die Lausitzer Neisse (26 M. in Preussen)» , i>reu 8!, ^idie Welse. Die Elbe (47,3 M. in Preussen) nimmt *“ Jbiete rechts auf: die schwarzo Elster (25 M. lauff)» eö n*, S 1 ®,der Spree, Nuthe, Stieglitz, Ernster und Plane, dieb *L e08 gew jligks: die Mulde (8 M. in Preussen), Saale (26 ^'J hTd yv}#** 9

der Unstrut, weissenElster, WipperundBode, die D ’

die Aland. die P* 0 ^.

Die Weser berührt mit ihrem rechten Quellt^ 99 Ä de 8Sachsen, dann in ihrem eigentlichen Laufe die Grfälischen Kr. Höxter und durchströmt zuletzt de“ b-• ' Sch:iff ^Ganzen 19,7 M. ira preuss. Gebiet, wovon 17,8geeignet sind. Nebenflüsse derselben in Preuss®!}in der Prov. Sachsen, die Eder und Diemel, die M , 08 ,,

und Else, die Bastau, Esper und Aue. — Die LängePreussen beträgt 46,9 M. Er hat als Nebenflüsse al “. ßjjrGebiete rechts: den Neckar (Hohenzollern 1 M.)» . Ag? er ' h rf'

Wetzlar 5,1 M.), die Wild, Sieg mit der Nister un« ,,jj.if B 'Wupper, die Dilssel, Anger, die Ruhr (31 MV 1 & ,J &!. ' cliöB'Pijfbar) mit der Möhno u. Lenne (17,5 M. 1.), die Ems®! m

links: die Nahe, die Mosel mit der Saar, die Nette, “j jif

Erft. Andere bedeutendere Flüsse, welche nicht t p re u8ß eD ’' ß )(sechs Hauptströme gehören, sind: die Ems(24 M. _ Pe^rVechte, die Jahde, Reckonitz, die Peene, Ucker, K j schm ^Wipper, Stolpe, Leba, Passargo, der Pregel (17,3 W ’^ieP* n ^Vmit der Angerup, Inster, Alle und Deime, die MinfifO’j \Preussen hat 20 schiffbare (45 M.) u. 4 flössbare (M ^ 1/f )’Die schiffbaren sind: der Seokenburger - Kanal 'V i*'-

grosse Friedrichsgraben (2,5 M.), welcher dieMem® 1 Jf-verbindet; der Johannisburger, dor Kraffohl-K 1 ) 1 ** , /ß,8^j,hrder Steponitzer Sohifffahrts-Kanal; der Finow-K ftl ‘welcher die Havel mit dor Oder verbindet undKanal aufnimmt; dor Friedrioh-Wilhelms-Kanal ( , y&tylyr

Oder mit der Spree); dor Ruppiner-Kanal (2,4 M.» ' 11 derB®j

der Havel mit dem Rhin); der 1,6 M. lange Kan aI , &

Spree bei Charlottenburg in die Ober-Spree: der *der Bromberger-Kanal (8,6 M. lg., Vorbindung nf' u , p 1 j|.

der Oder): der Klodnitz-Kanal (6,1 M., von den B 0

werken bei Gleiwitz bis zur Oder) ; der Plauensch®' defjL

aus der Eibe in die Havel); der Torf-Kanal 0«** ‘

. . " '

Rter’sche Kanal (6,6M.); der Nord-Kanal,

Rheinberger-Kanal, Duisburger-Rhein-, Duisburg*

der Torf-Kanal, Ruhrorter-Kanal, in der Bheinpr° v ^ 0ll

LandBeen (Über 300 Morgen) hat Preussen 39 p- 0 bed el **fi, ^

meisten und grössten in der Prov. PreuBsen

sind: der Spirdingsee (1,86 QM.), der Mauorsee (*’ ; d® r _V~

Rheinische-, Lyckor-, Oletzko-Soe im Rgbz. Gum _ fl (0.^® fi

wenz-, Schoben-, Spillings-, Narien- und

BU- unu vroo*«— - ogC ir-

im Rgbz. Königsberg; der Drausen-, Radautien-, * #9^3*

Zarnowitzer-, Jakobsdorfor-, Sarchan-, Löckma®‘ ' ge« ,p

Zieten-See, der Belzig-See, Bettin-See, Wdzidfc®^

Prov. WeRtpreussen; in Pommern der Madue-S®® vPlöner-, der Enzig-und Schützen-See , Wang®*“}" >der Lübbe-, Droziger-, Grosse Kämmerer-, *** , Ktu I,,1ieWilm-, Lützow-, Wurchow-, Papenzin-, Ahlbeck® ’ vC j ge eJi>und Voxohen-See; in Brandenburg die Reihe der .Mügelsee, der Lange-, Scharmüfcz-, Storkow-,und Blanken-Soe, der Schwielung-See (0,6 QMV uD a erdurchströmt); der Werbellin- und Grimmitz-S® 0 - pol 8 'jj 1Dolgen-Seo. der Ruppinersee, der Soldiner-, ^ IOI ^opP e ^ fVHermsdorfer-See; in Posen der Goplosee, KleckO"» aufPturucker-, Gora- und Primenter-8ee; im Rhoinm® u-kanischen Eifel der Laaoher-See (8649 F. lg.* flra tref<5&tief). — An Naturprodukten aus dem Mtf* A* 1 * «gt 8 *Silber, Kupfer, Blei, Eisen, Kobalt, Arsenik, ' An ^' ot {,Mangan ; Schwefel, Steinkohlen, Braunkohlen» , e {er;

Asphalt, Kooh- und Steinsalz, Alaun, Vitriol un ^ nsteine (Chrysopras, Carneol, Achat, Onyx, Chal 00 ® j Jljthyst, Topas, Granaten und Bergkrystall), ^ 6r ^S ar \ett0^ e '^'Marmor, Flussspath, Kalkstein, Gyps, Bau- und >schiefer, Mühlsteine, Trass: Porzellanerde, Walk® A^ 00 ^.Lehm, Ocker und Kreide. Das Pflanzenreich hatscher Kulturpflanzen, aus dem Thierreich Bat e® a aUC ] lund Nutzthioren und verschiedenen Arten von vvi ^»1 lö 8 ^^Luchs und das Elennthier, Seehunde, Delphine un ,,j v iibe? öl !Lji^— Nach der Beschäftigung wurden von der . ron A f ?j)/t Ende Jl858 gezählt: 8,128,164 Landwirthe mi ^ fln und

(ohne die Familienglieder), 3,638,134 bei Gewerl^a

■i^A

bescnaitigte Personen. 82,318 uiviiDeami«, w ;r 0 uc**

lohrte, 61,000 Lehrende und Geistliche. 28,62 > 7U r P erl Vn^72,977 Rentiers und Pensionäre, 211,827 Gesind

Bequemlichkeit, 399,469 von Almosen Lebend®-, .

Schaft beschäftigt fast die Hälfte der Bewohner, » ,so sorgfältig betrieben, dass trotz des grössten 0®^«^Bodens nicht nur fast überall dor nöthige ^ geb®^ 'wfmnflli wird, snnflftrn durchscbnittl. noch 5 Mn •

s,

s

beschäftigte Personen. 82,818 Civilbeamte, Sani tfttBJ> ftiil’ c t \