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Zweiter Band. L- Z.
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Schlestadt

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Schlierbach

der Zacken-, Kochel-, Hains- und Wölfeisfall. Unter den 100 Land-seen, die jedoch eämmtlich klein sind, ist hervorzukebeu derSchlawer-See, 1 M. lang und V* M. breit, und sehr reich an Fischen,und der Kunitzer See bei Liegnitz, so wie der grosse Berauer Teichin Ober-Schlesien; -ferner der Klodnitz-Kanal und der Turower-Kanal. Oer Boden ist im Allgemeinen ergiebig, wovon selbst diesandigen Ebenen rechts der Oder keine Ausuahme machen. Un-gemein fruchtbar ist der Strich von Leobschütz und Neustadt herlängs dem Gebirgsfusse über Neisse, Strehlen, Müusterborg, Franken-stein, Nimptsch, Reicheobach, Schweidnitz, Striegau, Jauer, Lieg-nitz, Goldberg-Haiuau bis gugeu Görlitz bin, und überall wird derBoden gut kultivirt. Das Klima ist gesund und gemässigt mit olm-gefähr 8° Jahrestemperatur, die dem Maulbeerbaum für die inneuester Zeit mit grqjseni Interesse angegriffene Seidenzucht Überall,ausgenommen in denHochgebirgeu, ein gutes Fortkommen sichert.Hauptproduktc: Pferde, Binder, treffliche Schafe, Wild, Bienen,Seidenraupen, Fische; Getreide, Kartoffeln, Hülsen-und Garten-früchte, Oel-, Futter- und Farbepilanzen, Obst, etwas Wein, vor-trefflicher Flachs, auch Hanf. Tabak und Hopfen ; Eisen, Kupfer.Blei, Silber, Zink, Kobalt, Arsenik, blaue Farbe, Steinkohlen,Sch wefel, Salpeter, Porzellanthon, Marmor, Mühlsteine, Torf, Braun-kohlen, Kalk, Gips, Walkererde, Spatbf, viele Mineralquellen, aberkein Küchensalz. Ein. solcher Produktenreichthnm veranlasstmannichfache Erwerbszweige u. Beschäftigungen, doch ist nament-lich die Bevölkerung des platten Landes noch wenig vorgeschrittenin den ferneren Geschäftszweigen, und hat darum auch einen ge-ringen Gewinn von ihrem bienenartigen Fleiss. Von Industrie sindTuch-, Leinwand-und Baumwollwebexei, die Glas-, Motallwaaren-.Fayeuce-, Tabaks-, KunkelrUbenzuckcr-, Branntwein-u. chemischeFabriken, die Färbereien, Bleichereien eto. in Blüthe, ausserdemdas Berg- und Hüttenwesen, besonders iin südöstl. Oberschlesien.Der Handel ist gegen früher kleiner geworden, doch sind die vielenEisenbahnen (Berlin-Stettin-Hamburg, Dresden-Leipzigetc.) nichtohne wesentlich fördernden Einfluss, wogegen die Oderschifffahrtsich vermindert. l)ie Prov. hat 147 Städte, 41 Fick, und 6885 Ufr. in67 Kr. im Aug. 1864 ist die Bildung eines neuen Kreises Neurode,welcher von dein Kreise Glatz abgpzweigt wird, staatlich genehmigtworden. Die Bewohner sind der Mehrzahl nach Deutsche, nur inOberschlesien und r. der Oder an der polnischen Grenze herrschendie Slaven vor. 2) (Oesterreichisch-), Herzogthum und Prov. inOesterreich, liegt 49 u 28' und 60° 26' n. Br., und 14 u 38' und 16° 40'ö. L. v. Par., grenzt im N. an preuss. Schlesien, im (>. an Galizien,im 8. an Ungarn u. Mähren, im W. an Mähren u. preuss. Schlesien,hat einen Flächeninhalt von 98,52 QM. und 462,061 E. (1867), wovon210,000 Deutsche und 230,000 Slaven, in 26 Städten, 6Mrktflckn. und669 Dfrn. Es zerfällt in den Stadtbezirk der Landeshptst. Troppauund in 22 Bezirke: Troppau (Umgebung), Königsberg, Wagstadt.Odrau, Wigstadtl, Benisch, Freudenthal, Jägerndorf, Olbersdorf,Hotzenplotz.Zuokmantel, Freiwaldau,Weidenau, Jauornig.Teschou.Friedek, Oderberg, FreistadtrSchwarzwasser, Bielitz, Skotschauund Jablunkau. Das Land wird durch dasGesenke oder schlesisch-mährieche Gebirge und durch nördliche Ausläufer der Karpathenziemlich uneben gemacht. Flüsse: Oder, 01sa,Oppa, Mora, Weichsel.Biala. Boden ziemlich fruchtbar, Landwirtschaft blühend, auchdie Industrie nicht unerbeblich, deagl. der Bergbau. Hptst.: Troppau.

Schlestadt, St. in Frankreich, Dep. Bas-Rhin, eig. Art., amFl. 111, 9414 E. CiviBribunal, Hospital, Sparkasse , Brauerei. Sei-fenfabrik, Buntpapier-u. Handschuhfabrikation , chemische Pro-dukte, Handel mit Wein, Getreide etc. Eisenbahn- und Tele-graphenstation.

Schleswig, Sleswlg, 1) ein jetzt selbstständiges Herzogtum,im S. der jütischen Halbinsel, zwischen Jütland N., dem kleiuenBelt und der Ostsee O., der Nordsee W., Holstein 8., und davondurch die Eider und den Kieler-Kanal geschieden, 166 QM. und409,907 E. in 13 St., 16 Flokn., 1126Dfrn. Nach dem Vertrage vom30. Oktober 1864 zwischen Dänemark und den beiden deutschenGrossmftohten wurde die Grenze Schleswigs regulirt. Die Enklavenund die Theilung der nordfriesischen Inseln sind weggefallen, Arröeist zux Inselgruppe von Fünen und Langeland gekommen, und dieKöniga-Au, die natürliche Nordgrenze Schleswigs, ist wenigstensim mittleren Theile die politische geblieben. Der Flächeninhaltder gegenseitig abgetretenen Gebiete gleicht sich bis auf 1 QM. aus,welche Däuemaik zu Gute kommt. Von Dänemark ist an Schles-wig abgetreten worden: Enklaven bei Schottburg, 0,1 QM.; En- jklaven Mögeltondern, 4,2; Theil der Insel Köm , 0,8; Theil der jInsel Sylt, 0,4; Theil der Insel Föhr, 0,7; Insel Amrum, 0,4 QM., jim Ganzen 6,1 QM. Von Schleswig ist an Dänemark abgetreten: iWester Wedsbedt, 0,G; Seem, 0 . 1 ; Hjortlund, 1 , 0 ; HalbinselSten-derup nebst Heils, öddis, Wamdrupetc., 3,9; InselArröe, 1,4 QM.; ;im Ganzen 7 QM. Dag Land besteht aus Geestpflugland 88 QM.,Haide und Flugsand 28QM.. Marschland 16QM., Moor- u. Wiesen-grund 16 QM., Waldplan 7 QM., Anbau, Wege, Deiche und Einhe-gungen 6 QM., Seeplan 2 QM. Die KüBten des Landes sind sehrzerrissen und haben tief eindringeude Buchten. Die Kieler Bucht Itrennt die Küste von Holstein und Schleswig; weiter gegenN. sinddie Buchten der Eckeruförder Hafen, die^der Schlcy, der Flftns- 1burg-Fjord, Apenrader Fjord, Hadersiebener Fjord und der Kol- jding-Fjord, der die Küste Schleswigs von Jütland trennt. Ander 1Oltküste liegen die InselnAeröe oder Arröe, Alsen, diese vomFest- ilande durch den Ais-Sund getrennt, Barsöe, Aaröe und Brandsöe. 1Die Westküste hat nicht so tiefe Buchten , ausgenommen im S. dieEider-Mündung, wodurch die westl. Küste von Schleswig u. Hol-stein getrennt wird, und die Bucht von Husum. Uebrigens liegenan der Westküste sehr viele Inseln, z. B. NordBtrand, Pelworm,Sudfall, Süderoog, Norderoog, Hallig, Nordstrandisoh-Moor, Hains- 1hallig, Hoge, Beenshallig, Hamburger-Hallig, Habel, Gröde, Apel-land, Nordmarscb, Olaud, Föhr, Amrum, Sylt, Jordsand, Romöe,Manöe, Hvidding. Die Flüsse sind, ausser der Eider auf der Süd-grenze , und deren Zuflüssen : die Sorge und Treene , zunächst diepuf der Westküste münüen: Arl-Aa, Sholm-Aa, Syder-Aa, Viöl- u.

Wid-Aa, Brede-Aa, Flada-Aa, und Konge-Aa auf d® r , ^jad^Ackerbau, Viehzucht, Fischerei, Schifffahrt und Ha°Haupterwerbszweige. Für die Volksbildung sorgen «*schulen in Schleswig, Hadersleben, Husum, Flensburg*lehror-Seminar in Tondern, gegen 800 Bürger - und b ^ *•Wappen: 2 blaue, leopardirte Löwen, übereinanderaufgesperrtem Rachen in goldenem Felde. 2) Hptst* ^

Westende des Meerbusens Slie oder Sohley, ampl»^ 01 * &oll^steht aus dem Schloss Gottorf im SW., der Altstadt, f“ 1 "!und dem 1 riedrrclisberg, 12,200 E. Unter den K ir< £ ethedrale mit dem Grabmal Friedrich’s I. sehr oinfa c “V pjitsind ferner das Gymnasium , die Taubstummeren«* 1 ppBucbdruckerei, das Irrenhaus, Hospitäler, Waisenh» ’jj.'j.siederei, Leder- u. a. Fabriken. 64 () 81' 8" n. Br., 7 ,

V. * >ar - r flflhO*' *

Schletau, Df. in Hannover, Lddr. Lüneburg, A. ", he jheö*\ISchlettau, 1) 8t. in Sachsen, Krd. Zwickau, GA. n

in einem Thal au d. Zschopau, zwischen dem Scheibe 0 fl( j gilt*

berge, 1971 E. Posamentirwaaren, Bergbau auf60» 33'38" u. Br., 10° 86' 50" ö. L. v. Par. 2) S. .J c .ebd., Krd. Dresden, GA. u. bei Tharand, 366E. «) ^

Rgbz. und Kr. Merseburg, 280 E. 4) Df. ebd., Rg D '' ,

Saalkr., 2»/« M. von Halle, 830 E. c(i . le ,

Schlettenbach, 1) (Nieder-), Df. in Bayern, *Pirmasens, 270 E. Eisengrube. 2) Df. ebd., Bez.-A-266 E.

Schlettstadt, s. Schlestadt. „

Schlettwein, Df. in S.-Meiningen, A.Saalfold, von JiiSchletz , Df. in Oesterr. unt. d. Enns, Bez. u. 1bach, P. Asparn an d. Zaya, 350 E. _

Schletzenhausen, Df. in Kurheesen, Prov. u. /«jd,Schletzenrod, Df. in Kurbessen, Fulda, Br- H l 5 ',:1*^ M. von Burghaun, 120 E. ß

Schleid», Df. im Schweizer Kant. Graubündteu.Schleunchen, Df. in Preussen, Rgbz. Posen, ^-ufd^j:Schleuse, Nebenfluss der Werra r., entspring* w^

Abhang des Thüringer-Waldes, in S.-Meiuingen-R

8-: V

durebfliesst den Kr. Schleusiugen des preuss. Bgmündet bei Themar.

Schleusen, Kanals-Kolonie, Kolon, in Preus« 0und 7 / 8 M. von Bromberg, 420 E. . rt

Schleusiugen, l) Kr. in Preussen, Rgba» Bj 1 ®. ' ,

klavo zwischen den Horzogthürhern S.-Koburg-Got ^ s''*(Ilmenau) NO., S.-Meiuingen-Hildburghauscn SO.» •kurhess. Kr. Schmalkalden NW., 7,2 QM., 36,740das preuss. Henueberg, liegt ganz im Thüringen

mittelmässigen Boden, der den erforderlichen Bo ^

nicht liefert, bat aber viel Holz, Eisen-und Stahl" 'p

fabrikation , Papiermühlen und sonstigen Gewerb 0 ^^ebd., auf einer Höhe am Zusammenfluss der Ed& u golO®'^vereinigt unterhalb der Stadt in die Schleuse flies 00nasium, ein Kupfer- und ein Eisenhammer, Woll' ^ efweberei, Bleicherei, Bleiweissfabr., Holzhandel,Blochhammer, Oel-, Gips-, Walk-, Mahl-, BuK®fühlen, Fichtennadel-Dampfbad und Molkenanata ■ Lj»7° 49' ö. L. v. Par. $x> “g*

Schleus», I)f. in Preussen, Rgbz. Magdeburg; f

Sclilcussig, Df. in Sachsen, Krd. u. GA. ^

Scbleweke, 1) Df. in Braunschweig, Kr. Wolf 00 rqo$-J gtflbürg, 470 E. 2) Df. ebd., A. Lutter am Barenburg’ ^

Schlewlp-tiröiia, Df. mit Gut in Anhalt, J .'i ' * f v

Theil des Dorfes Gröna, 160 E. _ d« r ^jf- pl

Schley, Slle, lange und - sehr schmale BuohtSchleswig, an der Schleswig liegt. Sie ist 4 M< 1*und enthält viele Fische.

Schlich , 1) Df. in Preussen, Rgbz. Aachen, * 1 ^ $> .^1

2) Df. ebd., Rgbz. Düsseldorf, Kr. Grevenbroich»

ebd., Kr. und 1 M. von Neuss, 170 E. - f *

Schlicherum. Df. in Preussen, Rgbz. IN} 1 '

seUor^ä 1 '

. frj* ,njbö 1 ?' fl &

Schlichow, Df. in Preussen, Rgbz. Frankfuvon Kottbus, 230* E. * A*° De 'hiJi

Schlicht, Pfrdf. in Bayern, Oberpfalz, B 0 **' 'Schlichte, eine Waldgegend in Würteinberg*

Fils-und Remsthal.

Schlichten, 1) Pfrwlr. in Würtemberg, 2*J r

dorf, 262 E. 2) S., Sclillchting, Df. in HolBJ» d 4o0 £•maischen, Vogtei Heide, in einer niedrigen^Geg^ py e u® ,e ®

St. iu

Schlichtlnggheim, SzllchtyngowoPosen, Kr. Fraustadt, 1102 E. r1 a M

Schlickburg, Df. in Holstein , Herrsch, una

berg, bei Uetersen , 165 E.

Schlickelde , Bauersch. in Preussen, Rgb*-

ster

P'

/

1*;, M. von Tecklenburg, 380 E. Kr-

Schliebeu , St. in Preussen. Rgbz. Mersob»ij> _ u .am Gyemnitz- und Sohliebenbaoh, 1816 K- H*° D

Flachshandel, Mühlen. l v0 T.ddr-

Schliekum. Df. in Hannover, Calenberg. ^Schllengen, Fick, in Baden, Oberrheinkr.. 1 ■ j’rsokJ HSchlingener Berge , durch welchen die Strasse -„iigr 11 ® t0 f > 1

*■

Basel führt, 1310 E. ernte üinenswui»«--— ■ t0r itrelde- und Weinbau. Sieg der Oesterreioberüber die Franzosen unter Moreau 1796 , 24. O ga

Schlier, Pfrdf. in Würtemberg122 E,

Donaukr.

Schlierbach , I) Ortsch. in Baden, Gnterrb 0 ^ j DHeidelberg, am Neckar, 660 E. Granitbrüche, St« 4) <

Hanau, Kr. Gelnhausen, N. bei W*chtersbacb, 44 O

8) Df. ebd., Niederhessen, Kr. Fritzlar, A- J*®r.inHessen-Darrastadt, Starkenburg, Kr. Linden« 1 ^ ß»e6) Df. ebd., Kr. Dieburg, 374 E. 6) !»• ® pa ”