V erei nigte-Staaten
‘790
Vergennes
unter einer Breite liegt, trifft der südlichste ungefähr in die Breiteder nubisch-ägyptiscbeii Grouzo. Im O. vom atlantischen Ocean,im S. vom mejican.Golf und vom raejieau. Staat, im W. vom stillenOcean u. im N. vom brit. Nordamerika begrenzt, hat der Staat eineGrösse von 3,230,572 engl. QM. Grösste Länge von 0 nach W, über500, Breite v. N. nach 8. 370 geogr. M. Gegenw. besteht die Unionaus folgenden Theilen: l) dem Bundesdistrict Columbia; 2) den 33organisirten Staaten: Alabama, Arkansas. Califomien, Connecticut,Delaware, Florida, Georgia, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Ken-tucky, Louisiana, Maine, Maryland. Massachusetts, Michigan,Mississippi, Missouri, New-Hampshire, New-Jersey, New-York,Nortb-Carolina , Ohio, Oregon, Fennsylvanien, Rhode-Island,South-Carolina, Tennessee, Texas, Vermont, Virginia, Wisconsin;3) den Territorien : Colorado, Dacota, Minnesota. Nebrasca, Nevada,Utah, Washington, Neu-Mejico u. Indiauergebiet. Die Oberflächedes grossen Gebiets wird durch 2 Gebirge und 3 Regionen getheilt,nämlich in die atlantische, in die binnenländische und in die still—oceanische. Zu beiden Seiten der binnenländischen Region stehtim O. das Apallachen- oder Alleghany-, im W. das Rocky-Mmin-tains-Gebirge. Die Allcghanys beginnen in Tennessee und ziehenNO. sich immer mehr der Küste nähernd bis aus britische Canadabei 260 M. Länge, 10—35 M. Breite und in oft 6—12 Parallclkettenbei einer Kammböbe von nicht ganz 3000 F. und mit Kuppen von6000 F. Ein so langes Gebirge hat natürlich viele Unterabtheilungen(vergl. Alleghany). Zwischen den Parallelketten senken sich langefruchtbare Thäler ein. Die Rocky-Mountains sind ein Theil dernordamerikan. Cordilleren. Sie trennen den still-oceauisehen Theilder Ver.-St. (Californien, Oregon und Utah) fast wie eine unüber-steigliche Mauer von dem übrigen Gebiete. Dieses Gebirge hatHöhen von 11.800 F. (Longs-Pik). LängB der Küste endlich stehtdie Küsten-Cordillere. Zwischen den Central- uud der Ktisten-Cordillere befinden sich wüstenartige und vollkommen kesselartigeHochplateaus mit Stoppen-Flussgebieten. Nur der Columbia undder Colorado haben sich aus dem Innern den Weg bis zum Meeregebahnt. Von dieser Gestaltung weicht die des binnenländischenTheila wesentlich ab. Hier herrscht nämlich dieKbene so eutschiedenmit südlicher Neigung vor, dass geringe Abweichungen gaT nioht insGewicht fallen. Das atlantische Drittel ist echtes Küstenland mitBuchten, Hafen etc., dem der Alleghany-Abfall den Stempel einerTerrasse aufdrückt. Was nun die Küste selbst betrifft, soiBtvonder Ostküste nur die nördliche Hälfte buchtenreich und felsig , diesüdliche flach, sandig und offen. Die Küste des mejican. Golfs hatihre groaaartige Lagunenbildung, die Strandseen , die Saudinseln,wogegen die Westküste vollkommen geschlossen ist und nur durchden Colorado u. Columbia oine Vermittelung mit dem Binnenland«bietet. Flüsse: 1)atlantische, sämmtlich kurz, nachS. und nach O.gerichtet u. mit zahlreichen Wasserfällon: Schoodiack , Penobscot,Kennebeck, Merrimac, Conuecticut, Hudson. Delaware, SuBque-hanna, Potomak, James. Roanoke, Neuse, Cape-Fear, Pedee, Santee,Savanoab, St. Georg, St. John; 2) go Ifiache, bedeutender, südlichgerichtet, aber gegen das Hauptflussgebiet verschwindend: Apa-lachicola, Perdido, Mobile, Mississippi, Sabine, Trinidad, Brazos,Colorado, Nueces und Rio del Norte ; 3) still-oceanische: Colorado,Sacramento und Columbia. Der reichen Bewässerung durch FlüSßeist man durch Kanalverbindungon in grosaartigem Maassstabe zuHilfe gekommen. Bis zuin Jahre 1851 waren fertig 4000 engl. M.mit 90 Mill. Doll. Kostenaufwand. Unter den Sümpfen ist blos derGreat-Dismal-Swaoip in North-Cavolina und Virginia wichtig.Auch Seen zählt das Gebiet des atlantischen Oceans und des Golfsnur wenig, desto reicher daran ist der westlichste Theil, namentlichUtah, als : Salz- , Pyramid- und andere Seen. Von den sogenann-ten Canadischeu Seen (Oberer, Michigan, Huron, Erie, ODtario)gehört nur der Michigan ganz in das Gebiet des Staates und dieSeen vonWiaconsin undMinnesota sind unbedeutend. Hinsichtlichdes Klimas darf man keinen Schluss ziehen von der geograph. Lage,denn New-York, mit Neapel in gleicher Breite, kann bis— 30°,Neapel nur •— 40 ft. haben, während' die Soramerwärme beiderStädte gleich ist. Dieser Umstand weiset auf ein continentalesKlima mit hohen Temperaturgraden hin. Der 35^ nördliche Breitetheilt daßLand in eine wärmere und kältere Zone. Nördlich von derbezeichnten Linie nehmen die Temperaturunterschiede zu und derTemperaturwechsel an einzelnenTageu ist oft sehr bedeutend. DieOstküste Nordamerikas ist viel kälter als die Westküste Europas,doch nimmt die Kühlo nach Westen zu ab, so dass das MissiBsippi-Tkal den Papagei und den Kolibri bis zura 40<> n. Br., sogar imWinter hat. Die Westküste hatooeanisches und der geographischenLage entsprechendes Klima. Sehr bedeutend sind die Nieder-schläge, im N. der Schnee, im S. die den Tropenregen ähnlichenRegenstürze. Geringer sind die Niederschläge in Californien , wofast Mangel daran ist. Wenn angekoramene Europäer den Accli-matisationsprocess durchgemacht haben, so hat das Klima für siekeinen Nachtüoil mehr, aber eine Plage sind im S. die gelbenFieber u. in den unaufgebrochenen westlichen Strecken die Gallen-fieber. Erdbeben sind unbekannt und Vulkane finden sich nur inden Anden. Produkte: Bison, Pelzthiere, Katzenarten, Antilopen,Beutel- und Stinkthiere, Waschbär, grosser Reichthum an Vögeln,namentlich Wasser- und Sumpfvögel, Taubenvögel, Kolibris, Pa-pageis; Lurche, Kaimans, Schlangen, Sohildkröten, OchBenfrosch,Fische, Käfer, Schmetterlinge, Muskitos, Hausthiere aller Art;Zucker, Baumwolle, Palmen, Magnolien, tropische Nutzpflanzen,Mais, Getreide, Obst, Ahorn, Waldungen aller Art, Hanf, Flachsund andere Kulturgewächse; Kohlen, Eisen, Blei, Kupfer, Gold,Silber, Marmor, Kalkarten, Salze, überhaupt bedeut. Mineralreich-thum. Die Nabrungszweige, als. Ackerbau (auch Plantagenbau),Viehzucht, der Bergbau, die Gewerbe, das Fabrikwesen und derHandel haben einen grossartigen Aufschwung genommen. Die Be-völkerung hat sich reissend vermehrt; sie betrug: 1790: 8,929,830,1800:6.305,000, 1810:7,239,814, 1820:9,638.131» 1830: 12,886,2901840: 17,669,450, 1860: 23,265,498, 1860 : 31,429,891 E. Ein grosserTheil dieser Zunahme kommt auf die Einwanderung aus Europa
(England, Schweiz, Deutschland etc.), die von Jahr zu ‘^? r »7r de rGleichwohl ist die Volksdichtigkoit noch sehr gering- . nv r jgeoBevölkerung wurden 1860: 3,953,587 Sklaven gezählt; di© ^Bewohner sind Anglo-Amerikaner, welchen die Deutschen» ^6 Mill., der Zahl nach am nächsten stehen. Die Jndininö *400,000 Köpfe, kommen nicht in Betracht. — An Eioenb ^ ® 0 jgt.fertig 80,692 engl. M.— Für den Unterricht ist treffli°“ » pellDie Zahl der Schulen hat Bich seit 1840—1852 mehr als ver r g j.und beträgt jetzt über 100,000. Davon sind wirkliche Cß jjy.täten 18, Fakultäten, Collegien, Fachschulen über 800, etCi *»len oder sogenannte Akademien, Real-, lateinische Schuld f0 #8000, Elementarschulen über 90,000. Der Unterricht ®^ fl.dem Staate unterhaltenen Schulen, deren Aufwand ä u ® J -jrd*Section jeder verkauften Townsbip Congressland bestritte ^ist frei. 1860 zählte man über 4 Mill. Schüler in Schul© 11 a .und Über 115.000 Lehrer, Kirchen waren 1860: 36,011 vordomnack kommt auf nur 64 1 E. eine Kirche. Doch giß^t © ^Staatskirche, dafür Sekten in Masse.— Das Postwesenebenfalls unermesslichen Aufschwung genommen. 1790 S* ^575Aemter, 1851: 21,651. Die Länge der Strassen war 1" , ut clrengl. M., 1851: 196,290 engl.M. und die in demselben Je®laufen© Moilenzahl 631/4 Mill. Das Briefporto ist auf e»u * , grecluoirt worden und in keinem Lande der Welt so niedrigBibliotheken gab es 1793: 36 mit 75,000 Bänden, 1851: 1'3.754,000 Bänden ; Banken 1780: 3, 1B30: 330,1862: 921?schiffe 1811: 1, 1839: 828, 1852: 1450 mit fast 5 Mill. Tob»«® ^und 29,000 Mann Bemannung, davon sind 625 See- und •dampfschiffe ; Handelsschiffe 1840: 14,000 mit 89,000 M*“ .. »#l 4 / ö Mill. Tonneu, 1861 : 25.000 mit 140,000 Matrosen u ',Tonneu, ohne kleine Küstenfahrer, welche noch eineu 'l mi jfl.Jflhalt von 1,75 6,000 haben; Telegraphenlinien 1848;
M. Länge. 1862: 100 mit 27,177 M.; Zeitungen 1740: L 1 |fl ^1801: 208, 1860: 2800. 1860: 8242 politische und 277 r© 11 *^Au der Spitze des Staates steht ein auf 4 Jahre gewählter - ( >#als ausübende Behörde. Die gesetzgebende Behörde ©eden beiden Häusern der Senatoren und der Repräsentant^zusammen den Congress bilden. Die Einnahmen49,728.386 Dollars, die Ausgaben: 36.652.081 Doll., dt ‘ r nnih-im Staatschatz : 17,706,169, die Staatsschuld : 64,463,009aber nach Beendigung des langjährigen und gros8artig e11krieges bis auf 3000 Mill. Dollars gestiegen sein. Die Ar1852: 11,025 Mann, von denen etwa 8000 Mann zum “ueuerworbenen Länder verwendet wurden, die Mil*’2,124,958 Mann; die Kriegsflotte: 75 Schiffe mit 2 . ^t* 0 * 1 *!Armee und Flotto sind in grossartigein Maasse verst&rwerden jedoch, nachdem die Rebellion der Südstaaten u e ; iist, reduoirt werden. Der Titel des Präsidenten ist Ex 00 ®Wappen des Staates : ein schwarzer Adler, in der reoht 0 ^ f ; ft | ) el e \Bündel Pfeile, in der linken einen Oelzweig und i® 1 ^Band haltend mit der Aufschrift: E Pluribus unumein oben blaues, uuteu silbernes Schild mit 6 sonkrechauf dem blauen ßchilde so viele Sterne als Staaten. D ,e gitf^
steiß k<
eben so viel weisse und rothe Streifen, als Staaten 0 J ” ‘Bundesregierung ist Washington , im Bundesdistrikt Cosich auch der Congress versammelt. gbufl?’
Vereknye, Fragendorf, Df. in Ungarn, Com. P T ® 8und P. Somorja, 451 E. . ^ rr ,
Ci**’
Ji»;.
ft
Yerel de Moiitbel, Df. in Frankreich, Dep. Savoieböry, P. Pont de BoauvoiBin, am Fl. Fier, 622 K.
Veresegyhaza, 1) DL in Ungarn, Com. Pest, Dez. v ^döllö, 1229 E. 2) Df. in Oesterreich, Siebenbürgen, K r - pStadt. Bez. Reussmarkt, 825 K. hUrß eJ1 ’iJ"
Yeresmart, Kothbaeh, 1) Df. in Oesterreich, Sieb 01 ' p/. e .Kronstadt, Bez. Marienburg, 920 E. 2) V., Bothber»*
Kr. und Bez. Hermannstadt, 769 E. 8) Df. ebd., Kr- * tDl *r, pBez. Bagyon, 691 E. 4) Df. in Ungarn, Com. { j,
Kraszua, P. Szent-Varallya, 926 K. v
Verespatak, Df. in Oesterreich, Siebenbürgen, K*' ^
3335 E. Goldbergwerke. ^ r r. ^
Verctz, Df. in Frankreich, Dep. Indre et Loire, p.
am Fluss Cher, 936 E. Post. . xtt (rtdjN*
Vereux, Df. in Frankreich, Dep. Haute-Saöne, , rt n^Dampierre, 458 E. [2372 E. \ { '\
Verfell, Fick. inFrankroioh,Dep. Haute-Garonne, * T J, bjSVerfeuil, Df. in Frankreich, Dep. Gard, Arr. Uz > [>y
721 E. t qieir©'^
Yerga, niedriges Cap in Afrika, Ober-Guinea, j^itß 1 ^.Yergada, kleine IdsöI in Oesterreich, Dalmatien , v, L,if-Dorf, Kr. Zara. 200 E. 43° 61' 21" n. Br., 18° 9' 22' °' r 0 o, V *Lombardei, P r0 Y:
Vergano, 1) Df. in Italien,
>rdi»i 6ü
f/
Lecco, Mand. Oggionno, 706 E. 12) Df. ebdDistr. Novara, Mand. Borgomanero, 543 E. .
Vergara, Fick, in Spaniern, Baskische Provinz 0 ’ ^ c K epuzcoa, S. nahe bei Plasencia, 3237 E. Bergwerk0ch u 'gesellechaft, beträchtliche Viehmärkte. ^ ^ 0 i ß°
Yergato, Fick, in Italien, Emilia, Prov. und SW« j
am Rono, 3763 E. » r r. C
Vergaville , Fick, in Frankreich, Dop. Meurtbe, ^
SaUns, 1162 E. Baumwollspinnfabrik. „v..ros. A yr ‘
ins, 1162 E. iJaumwouspinniaDriK. civrefl»'
Verge (Ste.), Df. in Frankreich, Dep. Deux-o
Arr
Yi* (
nd
✓
suire. P,' Thouars, 715 E.
Vergeal, Df. in Frankreich, Dep. Ille et Vilain 0 ;
Argentrö, 740 E.
Vergel, Flok. in Spanien, Prov. Alicante, Bez. **- . f ,
1.288 E.
Yergeletto, Df. im Schweizer Kant. Tessin, Bez-^^ c eYergemoli, Df. in Italien, Emilia, Prov. Ma© 8 * /
Mand. Gallicano, 2035 E. k&& it0 iSr
Vergennes, 1) St. in Ver.-St., Vermont,
Otter-Creek, 1378 E. Wollfabrik, Gerbereien, Oel--