Wielonek
854 - Wiepersdorf
Wlelonek, Df. in Preussen, Rgbz. Posen, Kr. Samter, 280 K.
Wielopole, 1) Df. in Preussen, Rgbz. Oppeln. Kr. Rybnik,220 E. 2) Marktflck. in Oesterreich, Galizien, Kr. Tamow. Bez.Ropezycy, 1161 E. 3) Df. ebd., Kr. Lemberg, Bez. Janow, 1509 K.
Wlelowies, 1) Df. in Preussen, Rgbz. Bromberg, Kr. Adelnau,
720 E. 2) Df. ebd., Kr. Inowraclaw, bei Gniewkowo, 110 E. 3) Df.ebd.. Kr. Mogilno, bei Pakoac, 280 E. 4) Df. ebd., Rpbz. Posen.Kr. Krotoachiu. 360 E.
Wlelpole-Pllchovritz , Df. in Preuaaen, Rgbz. Oppeln , Kr.Rybnik. 470 E. Eiaengrube, Mühle. [150 E.
Wielpütz, Df. in Preussen, Rgbz. Köln, Hiegkr., bei Siegburg,
Wlelsbeke, Df. in Belgien, Prov. Westflandern, Arr. Ypres,1694 E.
Wlelun, Kreiaat. in Russland, Polen, Guv. Warachau, SO. vonKaliach, 3638 E. Gymnasium, Piaristeu-Collegium.
Wiembeck, Df. in Lippe-Detmold, A. Brake, 200 E.
Wiemelhausen. Bauer sch. in Preussen, Rgbz. Arnsberg, Kr.Bochum, 810 K. [Brilon, 630 E.
Wiemeringhausen, Df. in Preussen, Rgbz. Arnsberg, Kr.
Wieniersdorf, Df. in Holstein, A. Segeberg, N. bei Bramatodt.450 E. [WUhrdon, 290 E.
Wiemsdorf, Df. in Oldenburg, Kr. Ovelgönne. A. Land-
Wien, 1) Hauptst. des öaterr. Kaiserstaatee und kaiserliche Re-sidenz , an der Donau, Alser, Wien und am Donau-Kanal. Nachder Zählung von 1867 653,970 Seelen(5l2,060 Kathol., 17,020 Evang.,21,717 Juden, 3039 Griechen). Die Geburten in selbigem Jahre23,176. — Die Innere- oder Altstadt liegt r. an der Donau u. herumdie 34 Vorstädte in der äussersten Umgrenzung, welche die sogen.Linien, ein 12 F. hoher Wall, bilden. Die Altstadtu. Vorstädto schiedfrüher das Glacis oder Esplanade, ein freier, 600 bis 700 F. breiter u.mit Aleon besetzter Raum an der Stelle der ehemaligen Festungs-werke. Seit 1856 fielen die Glacis der Stadterweiterung zum Opfer,indem sie nach Niederreissung der Thore zum Rayon der eigent-lichen inneren Stadt gezogen und zur Anfbauung hoher, theilsprächtiger Häuser und Paläste, wie zur Anlegung moderner Prome-naden, des Stadtparkes, des französ. Josephs-Quais u. der um dieganze Stadt laufenden Ringstrasse verwendet wurden. Der Ge-sammtfläohen-Iuhalt innerhalb der Linien umfasst 8.612,000 Q.-Klaftern, der Umfang von Stadt und Vorstädten 3deutsche M.,die Zahl der Häuser beträgt nahezu an 10,000, das Zinaertrügniasüber 24 Milli. Guld. — Unter den über die Donau führenden Brückensind ausgezeichnet die Fordinandsbrücke , unfern von ihr stromab-wärts die Franzensbrücke, zwischen beiden die 1864 vollendeteAspernbrücke. Eine Anzahl Brückenketten u. BrÜokenstege, zumTheil vorzüglich gebaut. Von den früheren 12 Thoren steht bisheute nur noch das Burgthor, 1824 eröffnet, aus 12 mächtigen do-rischen Säulen bestehend und fÜnfDurchgänge bildend. Die innereStadt hat 20 Plätze, davon sind bemerkenswert!! der Burg- oder Pa-radeplatz mit der colossalen Brnnzestatuo des Kaisers Franz vonMarchesi. — Nicht zur innem Stadt gehörig sind der äussere Burg-platz mit den Reiterstatuen des Erzherzogs Carl und des PrinzenEugen von Savoyen von Fernkoru, (letztere noch in Arbeit), undder Schwarzenbergplatz am Rennweg, der zur Aufstellung der Sta-tue des Fürsten Feldmarschalls Carl Schwarzenberg bestimmt ist.Der lange Hof, der hohe Markt, der Josephsplatz mit des KaisersJoseph'gStatue, Paradeplatz, der neueMarkt. Paläste giebt esl2S,ohne die kaiserl. Burg; hervorragende Gebäude sind: die kaiserl.Bibliothek, Sohatzkammer, Naturalien-, Münz-Kabinet u. a. Kunst-sammlungen , das neue Kunst-Museum auf dem Ballplatz, das Ab-geordnetenhaus, in der Mitte der Burg der Burgplatz, der Palast desErzherzogs Karl, die Hof- und Staatskanzlei, die Münze, die Bank,die neue Börse, der Heinrichshof, dieHandels-Akademie, das Rath-haus, die Universität mit botanischem Garten, Sternwarte, daskaiserl. und bürgerl. Zeughaus etc., die Reitschule, das grossar-tigste derartige Gebäude in Europa, der Palast des Grafen Czernin,das Majoratzhaus des Fürsten Liechtenstein, das Bürgerspital, derBazar u. v. a., vor Allem die Stephanskirche mit ihrem herrlichen7l , / 1 > Wiener Klafter hohen Thurme und andern Merkwürdigkeiten,die Augustinerkirche mit dem schönen Denkmal der ErzherzoginChristine von Canova, die Kapuzinerkirche mit der kaiserlichenFamiliengruft, die Ruprechtskirche, die älteste der Stadt, aus demJahre 768, die Kirche Maria Stiegen, die Michaelis-, die Schotten-,die Peters-, die italienische Kirche, die neue Kirche in Altlerchen-feld, die St. Barbarakirche an derMaria-Hilf-Linie, und die im Baubegriffene Votivkirche der Alservorstadt; die verschiedenen grossenBibliotheken u. Kunstsammlungen, das kaiserl. brasilian. Museum.dieanatom.Präparatensammlung, die Josephinisch-medicin.-chirug.Akademie mit ihren Sammlungen, kaiserl. Orient. Akademie, dieIngenieur-Akademie, die kaiserl. Akademie für bildende Künste,Normalhauptschule, Thierarzneischule, Blinden-Institut etc. , kai-serl. Kanonengiesserei und die kaiserl. Gewehrfabrik. Merkwürdigist der Volksgarten mit dem berühmten Thesoustempel, und derHofgarten, wegen des grossen Blumensaales. Die 34 Vorstädte sindim Ganzen viel freundlicher, die Rtrasseu breiter und gerader. Wir !heben hervor: die Leopoldstadt mit dem berühmten Prater und dem ;Augarten; die Jägerzeil, die schönste Vorstadt Wiens; die Weiss- igerbervorstadt; der Erdberg, berühmt durch die Gefangennehmung 'Richard’» Löwenherz; Landstrasse und Rennweg mit der Thier- Iarzneischule, dem Schwarzeuberg’schen Palais, dem Belvedere und |der Gemäldegallerie: Wieden mit der schönen Kirche zu St. Karl, \dem polytechnischen Institut, Taubstummeninstitut und der the-resian. Ritterakademie; Mariahilf mit der prächtigen Kirche gl. N.,der Esterhazy’schen Gemäldegallerie; Laimgrube mit Ingenieur-Akademie; Spittelberg mit den k. k. 8tallungen; 8t. Ulrich, derenKirche auf der Stelle steht, woKaraMustapha 1683 sein Zelt stehenhatte; Josephstadt; Alservorstadt mit der mediciniach-chirurg.Akademie, Militärspital, Criminalgerichtsgehäude, militär.-geo- igrapb. Institute, Rossau mit dem Liechtenstein , schen , Palais.Theater: 1) Burgtbeater. fast ausschliesslich für das klassische ,Schauspiel; 2) Kärnthnerthor-Theater für Opern und Ballets; 3) l
das Thoater an der Wien, das grösste in Deutschland; 4) u
poldstädter Theater, das eigentliche Volkstheater, eiu Pracnaus dem Jahre 1847; 6) das Josephstädter Thoater; ein stan ?Circus. — Wien ist der Sitz des kaiserlichen Hofes, desHofßta* •der fremden Gesandtschaften, des Ministeriums, dcsReicbsratder höchsten Verwaltungsbehörden, fernerdes Erzbischofs, Contoriums etc. Die Zahl der Anstalten für Wissenschaft und Au 'ebenso die der Wohltbätigkeitsanstalten ist bedeutend und ndie Stadt in dieser Beziehung eine hohe Stelle ein. Wir habennur einen Theil derselben anführen können. Sehr lebhaft lß i ,j,Betrieb von Gewerben und Fabriken aller Art, für Porzellan. * ^
und Silherwaaren, Kurzwaaren, Seiden- u. Sammtwoberei, SJ ia ’Maschinen, berühmte Blei - und Rothstifte, wie schwarze Kf°Feuergewehre, Flügeliustrumente, Uhren, namentlich Grossu ’berühmte optische, mathematisch^ und chirurgische Inßtrume <Kunstblumen, Papier, Möbel (die vorzüglichsten der Monarc 'Handschuhe u. v. a.. Drechsler-, Meerschaum- und Loderarb®
Der Handel derStadtist der bedeutendste in der Monarchie, »ibahnen, Dampfschifffahrt, Bank, Börse, Handelskammer, H* n ^gerichte, Handelsgesellschaften, Assekuranzon, Leihkasson, P ,kassen. — Die physische Lage der Stadt ist gesund, die | T tfifarfruchtbar und reich an Naturschönheiten , in welcher HinsicD fwenig Hauptstädte gleichkommen. Einen schönen Anblickdie ganze Landschaft geniesst man vom Stephansthurin. T£ n J.i eD ..lizinberg, von (1er TürkeiiRchanze, vom Cobenzlberg, vom Ks ^berg, vom sogen. Himmel bei Siovring. Das Wasser der Sta j Dim Allgemeinen gut, doch haben die niedriger gelegenen lke ^den Vorstädten kein sonderliches Wasser. Vorarbeiten, g* nZ ^mit gesundem Gebirgswasser zu versehen, sind im Gang«* j^ 0 |Klima ist unbeständig, der Witterungs - und Temporaturwe {oft schnell und heftig, dio Luft scharf und mehr trocken als * e j nIn der Stadt sind die Häuser sehr fest gebaut, 4—5 Stock hocden Vorstädten 2 — 3 Stock und von neuerem Style, 1764! *'*».<.1117D8: 228,000, 1815: 289,000. 1832: 838,000, 1844: 375,800 E. ^der Zählung von 1846 hatte die Stadt mit don Vorstädten 8776 ^
ser, 88,868 Familien , 16.421 Gewerbsinhaher, überhaupt 41 • j,nach der Zählung von 1851: 431.000E. — Der "Wiener zeichnet^^aus durch zwanglose Heiterkeit, Humor, Gutmttthigkeit nI ?.gntigungssucht. Nirgends sieht man so viel harmlose Fröh'ic ^und hört man so viel Lärm hei den Vergnügungen als in j,Gleichwohl kommen störende Rohheiten nur selten vor.^ . ^wird man in keinerStadt so leicht heimisch, wenn nur einlungsbrief don Eingang verschafft hat. Kein Fremder, welohortion er auch sei, hat mit Vorurtheilen zn kämpfen, detiu der »* ^
sieht nur auf Humauität und auf Bildung. Sehr hoch 8te ^{ 1 p a ter-Wiener die Freuden der Tafel, Feuerwerke, MuBik, Tanz, Tnferner steht ihm Politik u. Philosophie, wie er auch bei all« r
tournure doch an tieferer Bildung vielen andern Grossstftdtern e y
steht. Die Frauen sind angenehm und kleiden sich goschmac j,|— Seit 1868 neue Mtinzrechnung in Österreich. Währung ^
sss 100 Kr. — Jährlicher Bedarf an Nahrung 102,000 Ochsen,
40
000
Kilho , 120,000 Kälber , 30,000 Schafe, Ziegen u. Schöpso >Lämmer, 14.000 Frischlinge (d. h. junge Schweine, Sp** 1 *;100,000 Schweine, Fische und Krebse jährl. über 20,000 !• ' «)St. Stephanskircho 48° 12' 88" «. Br., 34° 2' 22" ö. L. v. I®j,;.IV., Wyden. Df. ebd.. Mähren, Iglau, bei Gross-Moseritsch, 0fl iWiens», Df. in Preussen , Rgbz. Koblenz, Kr. Neuwle' •Holzbaeho, 326 E. (401 K. Mit 4 B®
Wienbergen, Df. in Hannover, Lddr. Hannover. A.u.boiWieiiekowlce, Df. in Preussen, Rgbz. u. Kr. Posen, 4?0Wiencourt l’Equlpee, Df. in Frankreich , Dep. Somiu«*Montdidier. P. Villers-Bretonneux. 420 E. . gr*
Wiendorf, 1) I)f. in Mecklenburg-Schwerin , Wendisch® jj,,A. Schwaan, 213 E. 2) Df. und Kolon, in Preussen, Rßbz. ( 1 ^Kr. Leobschütz, 410 E. [Brllnu,
Wienergasse, Df. in Oesterreich, Währen, Kr., Bez- '>*
- M derH ßC, L
is®
Wienerherberge, Df. in Oesterr. unt. d. Enns, .
600 E. l ne \v-
Wiener-Kanal, Wienerlsch-Neustadt, s. Nouatadt-Wlenersdorf, Df. in Oesterr. unt. der Enns, (Oberwienerunf. Traiskirchen, 250 E.
Wiener-Wald, Waldgebirge in Oesterr. unt. d. Enns. 6der steiorschen Alpen, der SO. mit dom Sehneoborge zusa^ ^hängt und rechts an der Donau mit dem Leopoldsborg * ,n c ti.Josephs- oder Kahlenberge bei Wien abfällt. Kr ist 12 M*von Süd nach Nord in der Breite von 7—2 M. abnehmend- ^t
so verringert sich auch in derselben Richtung die Höhe. <i j d®*Göller, nahe der atoierBChen Grenze, 6668 F. hoch ißt u jll( rSclmeeberg sogar 6470 F. erreicht, der Kahlenberg dag«?® (}«-1500, der Cobenzl nur 1400 F. hoch ist. Von da ah, wo f0 |S-
‘ * iMangeU^.
birge den alpinen Charakter verliert, ist es trotz demartiger Naturschönheiten, doch lieblich durch
fleißsig« 0
rege Industrie und fleiesige Bevölkerung. Ueberali schönevon klaren Bächen durchflossen, grosse Heerden, schöneAecker. Wiesen, Waldungen, gute Strassen oto. j b*'
Wienhausen, Pfrdf. in Hannover, Lddr. Lüneburg, A- 0 $.Celle, 415 K.
WionlngM, Df. in Oesterr. uut. d. Enns, (Obermannbart® .
»ienkowice, Df. in Preussen, Rgbz. lind Kr. Poson. 2*®, ‘Wienrode, Df. in Braunschweig, Kr. Blankenburg, 330Wiensen, Df. in Hannover. Lddr. Hildesheim, GrubenA. Uslar, 392 E. ^
Wienskowen, Df. in Preussen, Rgbz. Königsberg, Kr. Niea220 E. Mf g.
Wlenskowltz, Df. in Preussen, Rgbz. Oppeln , Kr. Roßö n350 E. ^0 %■
Wlensowuo , Df. in Preussen, Rgbz. und Kr. Bromberg. • ^Wtepeningken, Df. in Preussen, Rgbz. Gumbinnen, Kr* 111bürg. 530 K. „ h ir^'
Wiepersdorf, I) Df. in Preussen, Rgbz. Merseburg, Kr*