Venedig. 47s
Ein Nachbarschaft in der Pfarr und Gemeind EaKiZlione indem mittlern 'Werner dcr Graubnndnerischen Landschaft Veltlin.
Vencdiq.
p'meLm, eine I^epublic m Italien/ welche mit ihren Ge-bieten von öi-elLia ,md l^er^mo an die Graubüuduerische Land-schaft Veltlin anstoffet, koinnit hier in Berrachlung wegen aucheint und den andern theils mit verschiedenen Eydgenoßffchen Städ-ten und Orten, theils auch mit dcr Graubündnerifchen Kepuvliegemachten Bündnussen und sonst gehabten Geschäften; gleichdann derensclben halben anzumerken, dasi die Venetianer ineinem Streit mit dem Besitzer von Meyland ä. 14)2. oder 1434-die obbemelte Landschaft Velllin zwar eingenohmen, aber wiederdaraus abgetrieben worden. 1482. hat Herzog Kengru 8 vonLottringen derselben einige Eydgenößische Völker wider den Herzogvon kerrara zugeführt, .z. 1487. aber hat Herzog 8i^i8munchu8 vonOesterreich Völker von Zürich, auch aus Graubündten und demThnrgeu zerr Hilf wider die Venetianer erhalten. 1496. schick-ten nebst dein Kavscr, Pabst, König vor» Spanien auch Venedigeinen Geiandten in die Eydanoßschaft sie von der Freundschaft mitFrankreich abzuhalten, darüber selbige nur bey einigen Städtenund Orten Gehör gefunden. Frankreich führte ^ 1509. auch vielEydgenößische Völker wider die Venetianer, und diesere suchten durcheinen Gesandten Hilf bey den Eydgenossen, Weltbeste aber öffent-lich nicht erhalten mögen, wohl aber einige hundert Mann ohneBewilligung aus der Eydgnosischaft bekommen: es haben auch dieEydgenossen H. lz 12. aus Pabstlicbem Befehl durch eine Gesandt-schaft bey der Kepublie Venedig eine Vereinigung mit dein Kaysekvermittle» wollen, aber auch selbige nicht bewürken mögen, undward auch die von Venedig an die Eydgnoßschaft gesuchte nähereVereinigung hintertrieben.
Es hat diesere kepublic eine sondere Anmuthung und Freund-schaft! bezeuget für die beyden Städt Zürich und Bern, und sel-bigen 161z. eine Büudnus angetragen, welche auch zu Standkommen und den n. ^n. 1617. zu Venedig besiglet, und den
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