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tungeu, von dcn veredelnden Wirkungen der Lustbarkeit und Unter-haltung, und unsern daherigen Vorschlägen, nachdem wir doch i„den ausgelassenen Lustbarkeiten, die bei uns gebräuchlich sind, eineHauptursache der Brauntweinnoth haben erkennen müssen. Darumwollen wir noch einmal sagen, daß wir es nirgends billigen, wodes Guten tu viel gethan wird, etwa im Lei st, wo die ganzehochobrigkeitliche Klerisei des Amtssitzes, sammt Doktor, Pfarrer,Apotheker und Krämer in pflichttreuer Regelmäßigkeit mit einanderlochen, — oder sei es sonst auf eine Art, von Hoch oder Gering.— Und Ihr Studenten zu Bern treibt es auch ganz heiden-mäßig wüst mit Euren dreitägigen Commersen und der ganzen beiEuch eingerissenen Corpssimpelei, Kneiperei und Zubehörde! Undnach bestandenem Examen kommt Ihr unter das Volk als Juristen,Aerzte, Pfarrer und müßt nun entweder Andere strafen in dem,worin Ihr selbst verdammlich seid, oder aber Ihr wollt das nichtund bleibt eben bei Eurer Gewohnheit! Nein, Ihr wollt wederals Heuchler noch als Schlafkappen die Branntweinnoth des Volkesfördern. Nun, so bekämpft bei Euch selbst die Genußsucht undZügellosigkeit, daß Euere Vergnügungen nicht Andern zum Anstoßund Aergerniß werden.
4. Um noch einmal bei der Langeweile anzuknüpfen und ihre»verderblichen Folgen, so meinen wir nun nicht, daß wir derselbe»bloß durch Unterhaltung entgehen wollten und wäre es auchdie angenehmste, sittmmste, bildendste Unterhaltung. Die Langeweileist nicht nur ein Unglück, sondern sie ist auch ein Unrecht; ei»gesunder Mensch darf nie Langeweile haben. Und das Mitteldagegen ist einfach und allbekannt, es heißt Arbeit! — Aber wodie Arbeit herbekommen? Von großem Landwirthcn hört man ostdie Klage: Ich habe Arbeit genug zu vergeben; aber die Arbeiterfehlen mir! Da läuft aber ein bedeutend Stück Selbsttäuschungmit unter. Ja, während den sogenannten großen Werken und imHerbst, bis fertig gedroschen ist, fehlt es Euch an arbeitenden Hän-den. Aber auf Weihnachten entläßt Ihr einen großen Theil EurerDienstboten und Taglöhner und erst das Frühjahr bringt ihmwieder Arbeit und Verdienst, wie wir früher nachgewiesen haben.
Du wirst sagen, das liege eben in der Natur der tandwirth-schaftlichen Arbeiten, daß sie einen Theil der Jahres ruhen müssen