Buch 
Flora von Pommern und Rügen / herausgegeben von Dr. Wilhelm Ludwig Ewald Schmidt
Entstehung
Seite
348
JPEG-Download
 

348

Terminologie.

stielS oder des sitzenden Blattes sich finden, sich imisicr früher alsdasselbe entwickeln und nicht aus der Herablaufenden Blattsubstanzgebildet werden. Sie können sein:

1) nach ihrer ?lnhcftung: frei, nur mit ihrer verschmälerten

Basis angewachsen Viel» eassnbio»; angewachsen, kos» osnill» demBlattstiele, 4,str»z»lus dem Stengel.

2) nach ihrer L a g e: seitenständig; winkelstandig l>!sm s»t!-vmn; zwischen den Blattstielen stehend, i»to>'mc,li»o (mehrere Ru-biacecn); dem Blattstiele gegenständig llborc>,i!»Iis »n»n».

Jbre Dauer, Consistcnz, Verwachsung und Gestalt wird wiebei den Blattern bezeichnet, in Bezug auf die Gestalt ist jedoch zubemerken daß meist nur halbirte Formen halbe!-, halbherz-, halb-pfeilförmig u. s, w. vorkommen.

3) Die Tute, Ocbre», ist eine Röhre, die durch die vollstän-dige Verwachsung zweier blattwinkelständiger Nebenblätter entstan-den, und häufig an ihrem Grunde mit dem Blattstiel mehr oderminder verwachsen ist. Sie kann sein: gerade abgestutzt kolvgo-»um Uvckropipor; scharf abgestutzt knlvss konvaloulus; ausgerau-bet 8»I>k!Nrne» Iiorbnee»; gewimpert t'aiv,-,'. !I vUiachp'!,-; 2spaltigkolz,x. »vicolai«; vertrocknet kumiuc u. s. w.

4) Das Blatthäutchcn, lckxul», kömmt nur bei Gräsern,Cypcraceen und Junceen vor, erscheint als ein häutiger, ungefärb-ter, durchscheinender, blattartiger Fortsatz, befindet sich an der Gränzezwischen Blatt und Blattscheibe, und ist die äußerste, freigeblicbeneSpitze der mit der Scheibe nicht verwachsenen Nebenblätter. Esist: länglich ^lopeourus kteniol»k»8; spitz ll?o» trivial!«; stumpfkliimim Itovbmci'i: abgestutzt I'»» pratonsis; zerschlitzt kostuc»svlvatio»; baarig KI>r»ftm!tos ooinmunis; zweivhrig ,!«,,,<!» ovili»;sehr groß ^mmo^illil» »ronari»; sehr kurz ka» nemoratis.

5) Die Deckblätter, kr»eto»o, sind modincirte, sitzendeBlätter, welche unmittelbar am Grunde der Blüthensticlc oder derBlüthen befindlich und von den wahren Blättern meist durch kür-zere und schmälere Gestalt, so wie durch eine andere Färbung sichunterscheiden. Es gelten deshalb auch zu ihrer Bezeichnung diedort angegebenen Kunstausdrücke.

6) Die Blnthenscheide, 8>>»tl,», ein nur bei Monocotnle-doncn vorkommendes, häutiges oder blattartigeS Organ, welches dieBlüthen vor ihrer Entwickelung umschließt und am Grunde derselbenbefindlich ist. Sie ist: einblättrig di.ircissus, Lall»: zweiklappig^.Ilium Lep»; cinblüthig s-»I»lbll» »ivalis; 2 - vielblüthig Ist»rcis-

Iiüloius, ^.liinm Oez>»; zusammengero.llt ^.rum.