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Anleitung zu forststatischen Untersuchungen : verfasst in Auftrag der Versammlung Süddeutscher Forstwirthe (zu Darmstadt 1845) / von Dr. Carl Heyer
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Einle

Die aus der Mitte der Gesellschaft zur Prüfungu. Begutachtung der Vorschläge des Vers. ernannteKommission, u. Namens derselben Hr. O. F. RathArnsberger, gab dieses Gutachten dahin ab:

Ihre Kommission, m.H., ist mit dem bereits gedruck-ten u. in Ihren Händen befindlichen, Antrage des Hrn.Forstm. Heycr vollkommen einverstanden. Sie an-erkennt die hohe Wichtigkeit, welche diesem Gegen-stände zugewendet werden muß, wenn wir weiter inunserer Kenntnis fortschreiten wollen; sie anerkenntferner den bezeichneten Weg u. alle die Sätze, welchedarin aufgeführt sind, etwa mit Ausnahme der Ver-glcichung der forstlichen mit der landwirthschaftlichcnStatik*), was aber natürlich nur ein untergeordneterGegenstand ist. Sie stellt ferner in Folge dessen denAntrag:

1) daß Hr. Fstm. Heyer ersucht werden möge,sich dem Auftrage zu unterziehen, die Instruktionüber die Vornahme der erforderlichen Versuche,welche unerläßlich ist, um ein gleichartiges Verfah-ren einzuhalten u. dem Material den nöthigenWerth zu verleihen, zu entwerfen;

2) eine Kommission zu ernennen, etwa eine stän-dige Kommission, die vorzugwcise mit der Begut-achtung dieser Instruktion beauftragt würde, umentweder bei der nächsten oder zweitnächsten Ver-sammlung unseres Vereins diese Instruktion zurweiteren Berathung zu unterbreiten."

Die Versammlung trat einstimmig diesen Anträgenbei, jedoch mit der Modifikation, daß vorerst die In-struktion (zu deren Entwurf der Vers. sich verstand),nachdem sie von zwei Mitgliedern begutachtet worden,dem Drucke übergeben u. die ständige Kommission erstbei der nächsten Versammlung von der Gesellschaft er-wählt werden solle. Nach dem Vorschlage des Vers. wurdedas Eine jener Mitglieder in der Person des Hrn. O. F.R. Fhrn. v, Wedckind bestimmt, welcher gemeinschastl.

*) Da die verehrt. Kommission sich nicht darüber ausgesprochenhat, in wie ferne sie mit der von mir gezogenen Parallelezwischen beiden Fächern nicht einverstanden feie, so bin ichauser Stande, zu einer Verständigung über diesen, für denvorliegenden Zweck allerdings untergeordneten, Gegen-stand das Meinige beizutragen. Hr.

i t u n g.

mit dem Vers. einen in der Nähe wohnenden Sach-verständigen zuziehen sollte. Beide kamen überein, denHrn. Reviers, u. Forstlehrer v. Gehren zu Melsun-gen zu wählen und dieser leistete ihrem Ersuchen Folge.

VHI. Bedingungen zur Theilnahme andem forststatischen Vereine.

8. 19.

1. Alle, welche sich in der Lage befinden, forststa-tische Untersuchungen vornehmen zu können wennsie auch nicht gerade dem Vereine der süddeutschenForstwirthe (welcher ohnehin keine abgeschlossene Gesell-schaft bildet) angehören sind angclegcnlichst ersucht,ihre Kräfte dem Vereinszwecke zu widmen, recht zahl-reiche u. brauchbare Beiträge zu liefern u. im Kreiseihrer Bekannten weitere Theilnahme für den Vereins-Zweck zu erwecken.

2. Hauptgegenstand der Untersuchung bleibt zwarvorerst noch die Erforschung der Waldprodukte n-Erträge, an Haupt- u. Nebennutzungen, u. derzwischen beiden stattfindenden Wechselwirkungen.

Da jedoch manche Fachgenosscn nicht in der Lagesind, Untersuchungen dieser Art anzustellen, leicht aberin anderen Zweigen der sorstl. Verhältniskunde; undwohl auch solche, welchen jene Gelegenheit sich bietet,unbeschadet des Hauptthema's, noch Zeit u. Kräfte zuUntersuchungen in anderen Theilen der F. Statik fin-den, gar manches Material sich sogar von selbst auf-drängt, u. es gewiß als ein empfindlicher Verlust be-trachtet werden müßte, wenn diese anderweite Ausbeuteder Wissenschaft entzogen würde so wird der Vereins-Vorstand auch Beiträge der Art willkommen heisen u.sie veröffentlichen. (Im III. Haupttheile findet sich eineUebersicht solcher Untersuchung-Gegenstände.)

3. Alle Theilnehmer erkennen durch ihre Mit-wirkung die Verbindlichkeit an, bei ihren für den Ver-ein bestimmten Untersuchungen die Vorschriften dernachfolgenden Anleitung so lange, als sie nicht durchspätere Beschlüsse der Gesellschaft eine Aenderung erlei-den sollten, genau zu befolgen, wobei eS jedoch jedemTheilnehmer unbenommen bleibt, nebenbei auch an-dere Verfahren zu versuchen u. die Ergebnisse davonmitzutheilen. Wo die Anleitung die Wahl unter mehren

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