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1. Hauptthril.
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8- 27.
6. Untersuchung u. Beschreibung der Exposition u. derAbdachung der Probesiäche.
1. Die Exposition wird mittelst eines Taschen-kompasses (8- 20 I. 2. S. 53 ), dessen Anwendungbekannt ist, bestimmt und — je nachdem sie nur gegeneine der 4 Weltgegenden oder gegen zweie zugleichgleichmäsig oder ungleichmäsig geneigt ist — mit Nord,Ost, Süd, West, oder mit N, Ost, S. Ost, S. West,N. West, oder mit N. N. Ost, O. O. Nord rc. be-zeichnet. — Man vergesse dabei nicht, die westlicheAbweichung der Magnetnadel in Abzug zu bringen,nämlich, wenn die Nadel auf der Nordsüdlinie desSterns einspielt, den Nordpol um cn'rou 17° weiteröstlich und den Südpol um ebenso viel weiter westlich(in Gedanken) vorzurücken und diese Linie als denwahren Meridian anzusehen.
2. Der Grad der Abdachung kann mit dem§. 20 I. 3. S. 54 beschriebenen Brettchen in der dortangegebenen Weise bemessen werden. Wenn, was inder Regel nicht sein sollte, die Probesiäche nach 2 ver-schiedenen Seiten hin geneigt wäre, so müßte diesedoppelte Neigung bestimmt werden.
' 8. 28.
v. Untersuchung u. Beschreibung der Höhe nlag e der Probeflächen.
1. Der Unterschied in den Höhen zweier be-nachbarter Waldorte, so wie die senkrechte Erhebungeines Orts über die meeresgleiche Lage, wird am ein-fachsten mittelst Barometer u. Thermometer be-stimmt. Beide Instrumente müssen akkurat gearbeitetsein, daher von einem zuverlässigen Mechanikersbezogen werden. Das — zum-Höhemnessen besonderseingerichtete — Barometer sei nach pariser Linien,das Thermometer nach der lOOtheiligen Skale(6) eingetheilt. Mit Hilfe eines an der Barome-terskale angebrachten Nonius (u. Lupe) lassen sichZehn- u. Hunderttheile einer Linie noch genau ablesen.
Eine Genauigkeit bis auf Zehntel-Linien erscheint darum nichtunwichtig, weil ^ein Fehler von nur einer Linie einen Irr-thum von 70 bis 100 u. mehr par. Fus in der Hohe nach flehzieht, wie anS der auf Seite 79 folgenden Tabelle 2 zu ent-nehmen. — Bei dem leider etwas hohen Preisstande der zum
Höhemnessen tauglichen Barometer (ein einfach, aber gut gearbeite-tes, mir 2 Thermometern, kostet über 30 Gulden) ist es rathsam, wennmehre benachbarte Vereinsglieder zum gemeinschaftlichen Ankaufeu. Gebrauche flch verbinden. Noch wünschenswertster wäre cS,wenn für grösere Forstbezirke (F. Inspektionen -c) zwei solcherWerkzeuge zum Dienstgebrauche aus der Forstkaffe angeschafft wür-den, da die Bestimmung der Höhenlagen der Waldorte, zumal imGebirge, für den ganzen Forsthaushalt von hohem Interesse ist.— Weiter unten (Z. 5) werden wir ein wohlfeileres u. zumTransport bequemeres Barometer angeben, welches in vielen Fäl-len gute Dienste leistet.
2. Die Theorie des baromctr. Höhemessenskann hier nicht vollständig gegeben werden. Man be-merkt nur, daß mit zunehmender Erhebung über dasMeeresnivcau die atmosph. Luftsäule sich verkürzt, dem-nach der Luftdruck u. mil diesem die Höhe der Queck-silbersäule in der Barometerröhre abnimmt. Aus dengleichzeitig beobachteten Barom.-Ständen zweier Orteverschiedener Höhe läßt sich daher ihre gegenseitige Höhe-differenz ableiten. — Dabei ist jedoch eine zweifacheBerichtigung nöthig — nach der an beiden Orten be-obachteten Temperatur des Quecksilbers 1')u. nach der Temperatur der Luft (— t).
Der EinfluS der mit den Breitengraden u. Höhen ver-änderlichen Schwerkraft ist schon viel geringer u. kann unbe-achtet bleiben; der von der Spannung der Wasserdämpfe inder atmosph. Luft wird unter b mit in Rechnung gezogen werden.
u. Da das Volumen des Quecksilbers durch
jede Temperatur-Erhöhung von 1° 6. um
1
5550
ausge-
dehnt wird, so muß man den an einem Orte gefundenenBarometerstand (— 8) aus 0° 6. (für welche die nach-stehende Tabelle 2 berechnet ist) reduziren. Dieß ge-schieht, wenn man die gleichzeitig beobachtete Tempera-tur des Quecksilbers T) — sie zeigt ein neben demBarometer befestigtes Thermometer an — durch 5550
dividirt (nämlich damit« multiplizirt und dieses
Produkt, falls 1 über 0° 6. war, von 8 abzieht,falls aber T unter 0°6. stand, zu 8 addirt. Aus
8 (1T erhält man daher den auf 0° 0. re-
duzirten Barom.-Stand (— i 8).
Zur Vereinfachung der Berechnung fügt man dieTabelle 1 bei, aus welcher sich die Zahlen fürunmittelbar erheben lassen.