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Französische Verfassungsgeschichte von 1789-1852 : in ihrer historischen Aufeinanderfolge und systematischen Entwickelung / dargestellt von Simon Kaiser
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Erstes Hcmptstück. Die Elemente des Alten.

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dies die Elemente waren, die sich bei der Hungcrsnoth nicht hemeisternkonnten und in Paris gegen das Königthum mit dem Verlangen »achBrod, in den Provinzen gegen die Grundherren und ihr Eigenthum, be-sonders ihre Schlösser und Wohnsitze, auftraten.

Geben wir auch hier eine kurze historische Erinnerung, die den ganzendritten Stand umfassen soll! Er hat das Bewußtsein, den Staat erhalten,sich durch eigene Kraft und Thätigkeit emporgearbeitet zu haben, jetzt durchReichthum und Bildung wegen seiner Wichtigkeit in Vermittlung des Ver-kehrs ein bedeutender Bestandtheil des Staates zu sein; so daß er mitRecht auf eine innere Kraft und Lebensfähigkeit, die in dem Staate alssolchem ihren Ausdruck finden will, Anspruch machen kann. Die Geschichtedes Landes, d. i. des Bauernstandes, ist bald angegeben; sie 'st die be-ständige Wiederholung und Fortsetzung des eben auseinandergesetzten Zu-standes, ohne an den Geschicken des Staates Antheil genommen zu haben;nur das hatte er in ihm, baß alle Schläge, die jenen trafen, auch er fühlen»rußte und zwar zunächst fühlen mußte: er war, wenn innere Kriege tobtenoder äußere das Land verwüsteten, wenn nicht gerade den Waffen desFeindes in der Schlachtreihc ausgesetzt, doch der rohen Willkür aufgelösterKriegerschaaren preisgegeben; der finanzielle Druck, den Ad-st und Geist-lichkeit hiebe! fühlen müßten, wurde bald auf ihn zurückgewälzt. SeineBedeutung ist aber zunächst die, die Millionen zu bilden, auf die dieFürsten stolz waren, nach denen sie ihre Macht berechneten und dannin ihrer Thätigkeit die Urproduktion zu besorgen, die in einem Lande, das,wie Frankreich, ungeheure Ausdehnungen hat, die vom direkten Handelder Küsten nicht berührt werden, unumgänglich nothwendig ist und worauf,wenn man die gesammte lebende: Ackerbau, Bergbau, Fischerei und Handeltreibende Menschheit in's Auge faßt, alle Möglichkeit des Handels undunbedingt alle Möglichkeit des Lebens beruht.

(^2) Religion, Sprache und Bildung I

Wenn man in einem Lande, dessen Kulturgeschichte so viel Leben zeigt,mit Gewalt eine Religion hat zur herrschenden machen können, so ist esFrankreich. Nach einer Unzahl von Verfolgungen vom Beginne des Mittel-alters bis zur Aufhebung des Ediktes von Nantes war die einige, heilige,apostolische, römisch-katholischeConfcsfion, des christlichcnGlaubens Staats-religion geworden, von Priestern gepflegt, von den Königen begünstigt. Vonden 26 Millionen Einwohnern waren bei 24Hz Millionen katholisch. Die etwa