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Berg- und Gletscher-Fahrten in den Hochalpen der Schweiz / von G. Studer, M. Ulrich, J.J. Weilenmann
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Kammlistock n. a. Da nun mehrentheils solche hohe Bergewenigstens auf zwei Seiten Alpen haben, so erklären sichauch diese Doppelbeuennungen leicht. Noch eine fernereUrsache liegt darin, dass von etwas entfernter wohnendenLandleuten einem ganzen Gebirgsstocke mitunter dergleiche Name gegeben wird, mit dem die nächsten An-wohner eigentlich nur einen kleinern oder Nebentheil derHauptgebirgsmasse bezeichnen. Um von manchen nur einBeispiel anzuführen, wird in einem Umkreise von vielenStunden der UrirothstockGütschen genannt, obgleichdiese Benennung eigentlich nur einem weit niedrigemNebengipfel des Uri-Rothstockes zukommt. Da indessendieser eigentliche Gütschen bis in den Vierwaldstätterseehineinreicht und er daher bei dem lebhaften Verkehr aufjenem Wasser Leuten aus allen benachbarten Kantonenbekannt ist, so nennen diese auch den mit dem Gütschenzusammenhängenden, aber von dem See entfernter liegen-den und darum ihnen weniger bekannten Uri-Rothstockebenfalls nur Gütschen. Ausser diesen beiden Ursachengibt es jedoch noch viele andere, welche zu doppeltenund dreifachen Benennungsweisen hoher Bergspitzen Ver-anlassung geben, deren Aufzählung aber zu weit führenwürde; es ist nur zu wünschen, dass die eidgenössischenIngenieure, denen die topographische Aufnahme für dieneue Karte der Schweiz anvertraut ist, nach Kräften zuBeseitigung jener Verwirrung mitwirken; möchten dannaber nur auch die Hirten und Jäger solche Benennungen,welche einmal in der neuen Karte festgestellt sind, soviel möglich unter sich und gegen Fremde in Gebrauchsetzen!

Unter den fünf Hauptgipfeln jener Gebirgskette, welchedas Schächenthal vom Maderanerthal scheidet, trägt alleinder erste oder am meisten östlich liegende, sowohl aufseiner Nord- als Südseite, im Schächenthale wie imMaderanerthale den gleichen Namen Scheerhorn. Dernächst folgende Gipfel gegen Westen wird schon auf