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Wahl wegen schwächlicher Gesundheit ab. Karl HeinrichGschwend, aus Altstätten, in seiner Jugend auf der hohenSchule zu Freiburg, im BreiSgau, gebildet/ hatte spätereine Obcrvogtei und das Amt eines St. gallischen Hof.kanzlcrS bekleidet und war dann im Mai 1798 von derWahlversammlung des Kantons ScntiS/ in welcher er denVorsitz führte, zum Präsidenten des Kantonsgcrichts er.wählt worden. Eine rastlose Thätigkeit und ein lirbcns.würdiger Umgang reihten ihn unter die brauchbarsten Ge.schäftsmänner. FinSler aber hatte sich durch seine lebhafteVerwendung für die Zwischenregierung von Zürich unddurch seinen Kampf mit Laharpc in einen Ruf von Aristo-kratie gebracht, in dem er sonst nicht gestanden hatte.
Obgleich man/ wie in Helvetica / so auch in Frank-reich den Frieden wünschte/ der allein die neue helvetischeRegierung aus ihrer bittern Verlegenheit reißen zu könnenschien, und daher auch Bonaparte sich wenigstens das An-sehen zu geben wußte, den Frieden aufrichtig zu suchen,so kam eS den Meisten doch vor, als ob die daherigeuAuösichten noch sehr in die Ferne gedrängt wären. Dennobgleich Bonaparte eigenhändig an den König von Englandschrieb, so fanden doch seine Anträge kein Gehör, und diemit Oesterreich begonnene Unterhandlung blieb eben sofruchtlos. Und doch hatten die Verbündeten in der jüngstenZeit zwei empfindliche Schläge erhalten, da außer dem er.littenen Mißgeschick in der Schweiz auch die vermeinte Uu-ternehmung der Russen und Engländer in Holland gänzlichgescheitert war und mit der bekannten Kapitulation deSHerzogs von York geendet hatte. Nur in Italien wehteder österreichische Adler noch siegreich. Nach einer mäßigenSchätzung zählte der greise österreichische Feldherr Melas80 bis 90,000 Mann sieggewohnter und mit allen Artenvon Bedürfnissen reichlich versehener Truppen unter seine»Befehlen. Mit Ausnahme der genuesischen, standen alleFestungen Italiens im Besitze der Oesterreicher. DaS fran.zösische, seit dem November von Massen« befehligte Heer