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Von der Staatsveränderung vom 7. Jänner 1800 bis zur Staatsveränderung vom 17. April 1802 / dargestellt von Anton von Tillier
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zu benutzen verstand. Die französische StaatSumwälzunghatte Lavaters feurigen Geist Anfangs mit Begeisterungerfüllt, ihm dann aber, seit dem Königömorde, einen reli-giösen Abscheu eingeflößt, der nach den Gräueln derSchreckenSzeil sein ganzes Wesen erfüllte. Im Jahre 179Shingegen verwandte er allen seinen Einfluß zur Besänftigungder Regierung und Milderung der in Zürich verbreitetenheftigen Meinung, und suchte hernach das Schicksal derwegen politischer Meinungen im dortigen Zuchthause Ver-wahrten durch freundschaftliche Besuche zu erleichtern unddie Dauer ihrer Gefangenschaft zu verkürzen. Unverhohlenhatte er sich beim Einbrechen der schweizerischen Umwälzungüber die Nothwendigkeit einer politischen Reform in derEidgenossenschaft geäußert, und alS ächter VaterlandSfrcundauf innige Vereinigung und gemeinsame Zusammensetzungaller Kräfte zu Verhinderung aller und jeder fremder Ein-mischung zu arbeiten gesucht. Wie er dann nach der Er-oberung und Umgestaltung der Schweiz mit rücksichtsloserKühnheit, vielleicht hie und da selbst mir Verläugnüng derWürde seines Standes,den französischen Wüthrichen und ihrenhelvetischen Helfershelfern entgegentrat, ist früher erzähltworden. Die Art und Weise seines Todes schien seinemganzen Leben noch eine höhere Bedeutung zu geben. Welchempolitischen oder religiösen Glaubensbekenntnisse man indessenauch huldigte, so konnte doch Niemand läugnen, daß mit Lava-terS Tode dem schweizerischen Volksleben eine seiner bedeu-tendsten Erscheinungen entrückt worden sei.

Die meisten um diese Zeit in Helvetien erschienenenSchriften behandelten das alle Gemüther einnehmende poli-tische Feld, doch zeichneten sich unter der Menge seichterund leidenschaftlicher Erzeugnisse nur wenige vortheilhaftauS; unter diesen die im Frühjahr isoi in Zürich gedrucktenI^ettoes 6'un 8uisse g un olkciei' Uusse, in denen die Haupt-fragen, welche in Helvetien zur Sprache kamen, auf einegeistreiche und leidcnschaftlose Weise erörtert waren, der Ver-fasser sich aber zu Gunsten der Einheit auSsprach; sowie die unter