des MaiiiicS/ der mtk diesem Auftrag beladen werden sollte/reigtc jedoch Reding eben so wenig Erfahrung, als politi-scheu Scharfsinn. Er bezeichnete dafür den Herrn von Dies-dach, vormaligen Gcrichtöherrn zu Carouge und McziercS,denselben/ welcher die vormalige Regierung von Bern zuder höchst unklugen Verhaftung des Pfarrers Martin vcr-anlaßt"") und durch sein persönliches Benehmen dazu bei-getragen hatte/ die Berner in der Gegend von Moudonwenig beliebt zu machen. Während ihm sowohl die durchErfahrung gesammelte Kenntniß so wichtiger Geschäfte/ alseigentliche höhere Welcbildung fehlte/ galt er für einen un-bedingten und leidenschaftlichen Anhänger der frühern Ver-hältnisse/ und schien im Umgänge mehr die Anmaßung einesdamaligen Landcdelmannes/ als die Gewandtheit eines hoch-stehenden Weltmannes an den Tag zu legen. Ihn sollteSprüngli/ ein anderer Berner/ nachmals Tochtcrmann desehemaligen Direktors Bay/ von entgegengesetzten Grund-sätzen/ als Sekretär begleiten. Allein diese Gesandtschaftsand bei der französischen in der Schweiz so wenig Anklang/daß die letztere schlechthin die zur Abreise nothwendigen Pässe""Weigerte. Daher entschloß sich Reding am Ende, selbst"ach Paris zu reisen/ um die Ansichten der französischenLegierung näher kennen zu lernen/ und die noch wal-wnden Anstände zwischen beiden Regierungen wo möglich zu""einigen. Als der Senat amtlich erfuhr/ daß der erste^andamman» »ach PariS abgereist sei/ um dem ersten Kon-der französischen Republik die Wünsche und Gesinnungenb" helvetischen Volkes persönlich vorzutragen/ und wo mög-seine Gunst und sein Wohlwollen gegen dasselbe in so^deutlichen Zeiten zu gewinne«/ schenkte er dem Entschlüssebes LandammannS seinen aufrichtigen Beifall und wünschte>bm den glücklichsten Erfolg "°). Daß er nun dennoch Dicö-""ch als Begleiter mitnahm/ wurde von vielen Seiten mit^kcht getadelt. Auffallen mußte es überdicß/ daß Redingwincn Paß vom französischen Gesandten nicht als erster^adammann / sondern nur als sehr angesehene Per-
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Buch
Von der Staatsveränderung vom 7. Jänner 1800 bis zur Staatsveränderung vom 17. April 1802 / dargestellt von Anton von Tillier
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371
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