seine ausgezeichneten Künstler, als durch seine Kunstaus.stellungen Treffliches, so daß man auch eine Kunsthandlungund ein Kunstjournal daselbst fand. In Basel, wo mandie Kunstmaler Birrmann, Bachofcn und Wocher fand,wetteiferte die von Mechel'sche Kunsthandlung mit derHaafischen Schriftgießerei und die hauptsächlich in äußerstseltenen und kostbaren Werken wohl eingerichtete Dccker'scheBuchhandlung, die in Straßburg, Paris und Berlin ihreeigenen Häuser hatte- Die durch Aberli erfundene, nach.her von Nieter, Frcudenberger, Zchender, Lory, Lafon undKönig auf einen sehr hohen Grad von Vollkommenheit ge-brachte Aquarellmanier in der Landschaftmalcrci, hatte derStadt Bern nicht wenig Baarschaft von Fremden zuge.zogen. In der Landschaftmalerei sollte, nach dem Urtheilevon Kennern, Vollmar Gcßnern am nächsten beigekommcnsein. Mehrere schöne Proben seiner Kunst hatte der Bild-Hauer Christen, aus Unterwalden, ein Zögling und Nach.folger TrippelS, in gebrannter Erde geliefert, und in keinemauf feinen Geschmack Anspruch machenden Hause BcrnSdurften in den schönen Zimmern Kunststücke aus seiner oderSonnenschein'S Wcrkstätte fehlen. Eine Künstlergesellschaft,welche sich nach der Umwälzung in Bern bilden wollte,hatte sich bei der Ankunft der helvetischen Regierung wie.der aufgelöst, und es war nichts von derselben geblieben,als daß der Kunstmaler Zehendcr seit dieser Zeit unvcrmö-lichen Jünglingen, die steh irgend einem Handwerke wid.meten, unentgeldlichen Unterricht im Zeichnen ertheilteund Vorlesungen über die Aesthetik der schönen Künste hielt.So gab seit dieser Zeit auch der Baumeister Stürler denJünglingen, die sich der Baukunst widmeten, unentgcldlicheLchrstunden.
Die Wohlthaten des Friedens hatten sich in derSchweiz bald genug fühlbar gemacht. Bonstmen fand be.reitS am Ende des Jahres I8vi, daß das Land wiederdas Aussehen wie vor dem Jahre 1798 gewonnen habe' und der Vorbcireiscnde von wirklichem Mangel keine Spurfinde. Die Stadt Bern nahm an Bevölkerung zu undschien sich auch ausdehnen zu wollen. Die Berncr besaßen