Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Physikalisch« Was die physikalische Beschaffenheit -er bahamischen oder lu-Bcschaffcuheit- hgjschen Eylande betrift, so besteh« solche ganz aus dem ober-wähnten Kalksteine, dessen Vertiefungen nahe an der See gröftentheils miteinem feinen Muschelsande, in entfernten und.büschigten Orten aber mit ei-ner sehr dünnen Schichte von Lauberde bedeckt sind; erhabene, hüglichteStellen sind durchaus ein kahler, fester Fels, welchen jedoch die Wurzeln vonverschiedenen Gebüschen und niedrigen Bäumen bis auf die innere, wei-chere Substanz derselben zu -urchdringen wissen, und in den meisten Ge-genden sehr häufig und dichte stehen, wodurch also das Ufer hier undda so schmal gemacht wird, -aß man bey hohem Wasser mit genauerNoth vorbey kommen kann; die Ufer selbst sind durchaus ganz nackt,und durch das unaufhörliche Anspielen der See völlig einer Schlackeähnlich, und so stark durchlöchert, daß sie, wenn mann darauf geht,gleichsam einen Metallton geben; nur an den kleinen Einbuchten sinddieselben sandig und stach; die Fluthen der See, welche sich an diesen Klip-pen brechen, machen ein so schäumendes Wasser, und erfüllen die Luftmit einem so entsetzlichen Rauschen und Brausen, daß man bey einemetwas stärker« Winde sich nicht wohl eine fürchterlichere Scene denkenkaun.

Witterung vnb In Ansehung der herschenden Witterung sind die bahamische«Klima. Wenig von andern westindischen Eykanden verschieden. Man hathier, so wie auf jenen, eigentlich nur 2 Jahreszeiten, eine trockne nämlich, undeine nasse,- nur mit dem Unterschiede, daß die Gewalt der Gewitter undder unregelmäßigen stürmischen Winde in dem sogenannten Um-riconMonathen, welche gewöhnlich im August ihren Anfang nehmen, nichtalle Jahre mit gleicher Heftigkeit als auf dem südlichern Theil der Kettesich einstellen; indessen sind doch die letztem zuweilen stark genug, umauch Bäume uud Häuser auf die Seite zu legen, und die in der Nähebefindlichen Fahrzeuge aufden Strand zu setzen. Die angenehmsten Mo-nathe sind hier Dezember, Januar, und Hornung, wo die Wärme sogemässigt ist, als sie bey uns gewöhnlich bey schönen Herbfttägeu szuseyn pfleget; sich aber niemal so sehr vermindert, daß auch nur die zärt-lichsten Perfohnen einer künstlichen Feuerwärme bedürftig wären. Da-bey genießt man ein beständiges Grün, und die Früchte des nie ganz

ver-