Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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bildet worden seyn, welche auch bey günstigen Umständen wirklich be-stimmte Formen annahm, welches die Granite von Loveno tm May-ländischen, und die von St. Gotthardsberge beweisen, wo öfters alledrey Bestandtheile, der Quarz, der Feldspath, und der Glimmer kry-stallisirt sind. Aus dieser Ursache scheint auch die gewöhnlich gleicheGröße dieser Bestandtheile in demselben Granite entstanden zu seyn: dennobgleich diese Größe selbst unendlich verschieden ist, so, daß in einigenGraniten die Theilchen kaum dem Auge sichtbar, in andern hingegenganze Wände von Feldspath, und Glimmer, und ungeheure Klumpenvon Quarz zu sehen sind, so ist doch immer beyläufig gleich viel von jedemBestandtheile, und diese Theile meistens von gleicher Größe in die Zu-sammensetzung der Granitmasse eingegangen. Doch geschieht es wohlauch öfters, daß einer der drey gewöhnlichen Bestandtheile in geringe-rer Menge beygemischt ist, und auch wohl gar vermißt wird, so wie auchzufällig andere Steinarten mit den Graniten verbunden sind; und nachdiesem verschiedenen Verhalten werden die Arten: die Abänderung hin-gegen nach den Farben, und etwa der Größe der Bestandtheile bestimmtwerden.

Im Bruche ist der Granit immer körnig, und sein Gefüge istdicht, ohne je schieferig zn seyn, obgleich seine Bestandtheile oftstreifen-weis liegen. Sein Verhalten im Feuer ist nach dem Verhältniß seinerBestandtheile verschieden: doch fließt fast jeder bey stärkerem Feuer§u einem dichten schwarzen Glase(s).

Die Zeit der Entstehung dieser Gebirgsart fällt m die Zeit derSchöpfung oder jener Reboluzion, die unserer Erde ihre gegenwärtigeAußenseite gab; die Art ihrer Entstehung ist aber ungewiß, da wir vondieser Revoluzion keine Data haben. Doch ist wahrscheinlicher, daßsie durch Wasser, als -aß sie durch Feuer gebildet worden sind, obwohl sich,

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(s) »>a. knff. NiN. nsk. öe mm. 1°. I. s. IZ9 not. . und Hr. Gerhards Ab-handlung von Granit und Gnriß.

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