Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Diese sind die Arten, unter denen wohl alloAbänderungendesGranits begriffen seyn dürften: der Granit mit eingemischter Horn-blende des Hrn. Kronftedts kann zu mehreren Arten gehören. Dader Schörl sehr oft eine blätterige hornblendartige Gestalt annimmt rindeß vertritt die Hornblende manchmal die Stelle des Glimmers, unddiese Art scheint sehr erzführend zu seyn. In dieser Gebnrgsart findensich die Scharfenberger Silbergänge, und öfters ist dem Gesteine selbstEisenglanz beygemischt; Granit mit Granaten habe ich noch nicht gese-hen, und das 8 LXIIM ZrLllLlicum von 8keffoi.t1§1iire in England, das Hr.Wallerius unter den Graniten anführt, ist mir ebenfalls unbekannt.Seinen OlLnices bütalcicus, der blos aus Quarz und Schörl, und sei-nen Zrrmires Zlimäulokis , der aus Quarz, Spekstein, und Schörl be-stehen soll, kann ich nicht unter Granite zählen, da die Struktur desletzter», und die Mischung des erstem nie unterteil Gebirgsarten derGrundgebirge vorkömmt.

Diese Gebirgsart, und die hier angeführten Arten derselben,ist, wie gesagt worden, diejenige, auf der alle andere Gebirge aufgc-sezt sind. Sie macht die höchsten und am weitesten ausgedehnten Ge-birge unserer Erdkugel aus, die gleichsam die Gebeine der Erde sind.Sie sind gewöhnlich äusserst schroff, und zeigen nur kahle, zerisseneKlippen, oder nakte prallige Wände, die ihr Haupt in die Wolkenverbergen, und mit ewigen Schnee bedeckt sind, wenn sie auch unterder Linie liegen An manchen Punkten der Erdkugel bilden sie aufihren Rücken große unwirthbare Ebenen, oder Plattformen, die sich oftauf viele Meilen erstrecken , und als diejenigen Punkte betrachtet werdenkönnen, die den Erdbewohnern die erste Hütten zu bauen erlaubten.Von diesen Plattformen laufen nach allen Weltgegendcn Zweige aus,die als die höchsten Gebirgszüge unserer Erde den übrigen Gebirgenund dem Laufe der Strömme Geseze geben. Solche ungeheure Platt-formen sind in Asien im Königreiche Kaschimir bey Tibet G); im südli-chen

(-) Bccgmans Physik. Erdb. p. r 54.(b) kaUrzObs. lurle; <I> 1;.