52
Märten dieser Steinaxt giebt es besonders in zufälligen Ge-birgen unendlich, da sie in Absicht auf Farbe, Zartheit der Theile, frem-den Beymischungen, als mehr oder weniger Kalk, Bergöhl rc.sehr verschieden sind, die auch dem Gebrauche nach, den man im gemei-nen Leben davon macht, verschiedene Namen bekommen haben. Wohlzu merken aber ist, daß die meisten dieser Benennungen sich blos aufsolche Thonschiefer beziehen, die in zufälligen Gebirgen gefunden werden.So gehören die fetten schwarzen Thonschiefer, die meisten Dachschiefer,die Kohlenschieftr rc. alle unter die zufälligen Gebirgsarten.
Der ursprüngliche Thonschiefer giebt gleich dem Gneiße einesehr fruchtbare Lagerstadt für Erzgänge ab; Die Harzischen Bley-undSilbergruben, die ungarischen Kupfergänge bey Schmölniz, Tvpschau rc.die ungarischen Cisengruben bey Rhoniz, die häufigen Silber - und Ku-pfergruben im altaischen Erzgebirge, die reichen Silbergruben im Joa-chimsthal, und die in Platten, Gottesgab rc. so wie überhaupt alleböhmische Bleygruben; die mächtigen Gänge von derben Spiesglaszu Magurka in Niedcrungarn, die silberhältigen Kupfcrgänge zu Kizbü-chel in Tyrol, die Zinnobergruben bey Rosenau in Oberungarn, das soausserordentlich ergiebige Quecksilberwerk in Jdria (a), das zwar zumTheil im Hangenden, und Liegenden Kalkstein hat, dessen mächtiger Gangaber vielmehr ein zwischen dem Kalkgebirge emporstossender Kamm desunten fortstreichenden Schiefergebirges zu seyn scheint, das sich in man-chen andern Orten m Kram unter dem Kalkstein hervorhebt, gebenBeyspiele genug für die Erzhältigkeit des Thonschiefers.
Die Gänge Verhalten sich im Thonschiefer in Absicht auf ihreMächtigkeit, und Streichen, wie im Gneiße. Daher diese Gebirgsartmit jener unter den Ganggebirgen gleiches Recht behauptet; doch schei-nen silberhältige Bley - und Kupfererze vorzüglich in dieser Gebirgs-art zu Hause zu seyn. Uebrigens ist der Thonschiefer in Böhmen das,
was
(-) Ftrb. von Jdria G. 4-