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nen; zumal, da von hieraus dem noch ärmeren Stifte zu LremsalleJahre ein beträchtlicher Beytrag gereicht werden muß.
Ich verlies nun mit voller Zufriedenheit dieses nüzliche Insti-tut , und besah' die hiesigen Klosterbibliotheken.
Die erste war die Bibliothek der oben erwähnten Augustiner-Chorherren. Die Bücher sind in zweyen Zimmern, in sehr schönenKästen aufgestellt, und mögen sich wohl auf sooo Bände belauffen;nur Schade, daß aus den neuern so wenige darunter sind. Ein jungersehr gefälliger, und die Wissenschaften liebender Kanonikus, NamensSchikmeyer, war eben beschäftigt, sie in bessere Ordnung zu bringen.Das merkwürdigste und beste darunter ist i) ein sehr schön geschriebn»Alkoran; 2) ein Arabisches Manuscript, das Sprachenkenner vielleichtfthäzbar finden können; und z) das grosse Kupferwerk von Sandrar.Unter den gedrukten Bibeln, die hier aufbehalten werden, ist die älte-ste '.om Jahr 1480. lateinisch. Uebrigens werden hier noch einige an-dre lateinische und deutsche Manuskripte, einige wenige physikalische In-strumente, und einige Mineralien aufbehalten, die aber von keiner Be-deutung sind.
Das Kloster ist ein altes grosses Gebäude mit einer ansehnlichenKirche. Es hat in allem z 8 Geistliche, wovon dermal 20 im Klostersind, und von einem Prälaten, als ihrem Vorsteher geleitet werden.Die Einkünfte dieses Stiftes müssen beträchtlich seyn; denn es besiztzwey schöne Herrschaften, nämlich Ochsenburg und Lasten, den obge-nannten Schweighof, und 9 Pfarreyen; ohne des Zehenden, Kapita-lien und andrer Zuflüsse zu erwähnen.
Die Bibliothek der LarmeUter ist von keiner Bedeutung;das ^beste, was ich darin fand, ist die vollständige Kirchengeschichte vonFleury. Sie wurde mir von einem langen hagern Manne gezeigt,vor dem ich bey dem ersten Anblick beynah erschrak, so eingefallen wa-ren seine Baken, und so tief lagen ihm die Augen. Dies ist, wie maumich nachher versicherte eine Folge seiner strengen abtö-en-en Lebens-art.