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Die bisher verzeichneten Fabriken unv Bergwerke sind alle lan-.desfürstlich; und wenn sie auch, die Salzsiedercyen ausgenommen, alswelche jährlich eine schöne Revenüe abwerfen, keine grosse Ausbeute ge-ben, so machen ihre Produkte das Land alle Jahr um eine beträchtlicheSumme reicher; und nach einer »lässigen Berechnung kaun man anneh-men, daß sich der Werth derselben, ohne deS Salzes, jährl. auf 400,000Gulden rhl. beläuft.
Strassen, Fuhrwesen und Posten.
Die Strassen sind in dem gröften Theile des Landes eben nichtauf das beste gemacht, ohngeachtet sie leicht zu verbessern wären, da esnirgend an Steinen gebricht. Inzwischen sind sie des Winters auf Schlit-ten gut genug zu passiren; nur sind sie in den meisten Gegenden, be-sonders über den Rastadterrauern so steil, und an manchen Orten anso fürchterlichen Abhängen vorbeygeführt, daß man alle Augenblickemeint, den Hals zu brechen.
Die reitenden Posten sind im ganzen Lande so regelmässig an-gelegt, als in den benachbarten Ländern, und stehen mit diesen in Ver-bindung, so, daß man von Salzburg aus ebenfalls in die ganze WeltBriefe verschiken kann.
Fahrende Posten hingegen giebt es nur drey. Eine, die Dili-gence genannt, ist römisch-kaiserlich, und geht alle i4Täge von Wienüber Salzburg nach Mantua. Der Postwagen von Salzburg nachMünchen geht alle Sonntage dahin ab; der von Salzburg übern Tari-ern nach Tamsweg aber alle Sonnabende. Jede Person bezahlt füreine Meile 10 Kreuzer, und für einen Zentner Bagage 15 Kreuzer; dochist ein halber Zentner frey mitzuführen erlaubt. Für die Extrapostaber zahlt man, ohne Schmier - und Trinkgeld, von jedem Pferde fürdie Meile r s Kreuzer.
Ausser diesen Postwägen giebt es noch andre, die man Bothennennt. Sie fahren gemeiniglich mit zwey Pferden und einer offenen
Chase,