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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Volksschulen werden noch vermisst; nur'ist in jeder Stadt,Markt oder Fleken etwa ein sogenannter Schulmeister, welches ge-meiniglich der Lüster oder Messner des Orts ist, bey dem man dasLesen, Schreiben und Rechnen, oft schlecht genug, erlernen kann.Zwar hat Jemand von einigen Jahren den Vorschlag gemacht, hiereben solche Gcmeinschulen anzulegen, wie in den österreichischen Staa-ten geschehen ist; allein der Vorschlag blieb ohne Unterstüzung und Aus-führung , so heilsam und löblich er auch war.

Die Einwohner und ihre Sitten.

Wenn man die Einwohner des Salzburgerlandes überhauptbetrachtet, so sind sie noch so ziemlich ein rohes unpolirtes Volk, welchessich insonderheit von einigen Gebirgsgegenden sagen last.

Sie sind fast alle von einem starken untersezten Körperbau;ihre Bildung fält also eben nicht auf das schönste ins Auge, und die-ses gilt sorvohl von Manns - als Frauenspersonen^ Deshalb trift manunter ihnen Leute an, die im Stande sind, unglaublich schwere Lastenzu heben- Diesen stark gebauten Körper hat die Natur noch über denmit einer dauerhaften Gesundheit gesegnet,, dergestalt, dass die Leuteüberhaupt in diesem Lande sehr alt werden, wenn sie änderst nicht einelebensverkürreyde Handthierung treiben, wie z: B. der Bergbau ist,Greise von hundert und mehr Jahren zu finden: Die Frauensleute ha-ben überhaupt ein sehr gesundes robustes Aussehen, und eine lebhafteGesichtsfarbe, die auf ihren Wohlstand Messen läst».

Diese Gesunde Leibesbeschaffenheit, die zum Theil in dem Klimaund der reinen Luft ihren Grund hat, wird durch die einfache Lebensart)und die Beschaffenheit der Nahrungsmittel unstreitig lwch mehr beför--dert und erhalten. Der Tisch des salzburgschen Bauers ist mit dem deSObersteyer,chen beynahe der nämliche. Er speißt des Tages 4 bis smal.Fleisch ißt er wenig, und dieses meistentheils geräuchert; aber desto mehrSpeisen von Mehl, Milch, Schmalz, Butter, Kohl oder Sauerkraut,Bohnen, Erbsen rc. Sein Getränk ist gewöhnlich Wasser, wenn er aber

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