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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Gleiche Bewandniß hat es auch mit den Gewerben, Manufak-turen und Fabriken. Ausser einigen geringen Seidenzeug- und Baum-wollenmanufakturen, ausser den oberwähnten Salz - und Eisenwerken,dann ausser den gewöhnlichen Handwerkern, findet man keine Anstaltdieser Art (»).

Beynahe eben so ist es mit der Handlung beschaffen. Dochsind einige Artikel, als: Getreide, Hopfen, Bier, Federn, Wolle,Vieh rc. und der Zwischenhandel, den Bayern mit verschiednen Waarentreibt, hiebon abzurechnen. Der leztere erstrekt sich vorzüglich aufEisen und Stahl aus Oesterreich und Sreyermark, auf Salz, welchesnach Schwaben und in die Pfalz verführt wird, auf Augsburger-undNürnberger-Waaren, dann auf verschtedne Artikel von Manufaktur--und Fabrikwaaren, die aus Italien, der Schweiz, Frankreich, Hol-Land, England rc. kommen, und wovon Bayern selbst einen grossenTheil verbraucht; das übrige aber nach Salzburg, Oesterreich, Böh-men rc. verführt.

So viel es aber das Munzwestn rc. betrift, so kömmt zu be-merken, daß in ganz Bayern, wie in Salzburg, der Vier und zwan-zig Guldenfuß eingeführt ist. Alle Münzsorten gehen also um 20 proCent höher, als in Oesterreich. Kupfermünzen sind keine, von Sil-münzen aber die bekanntesten gangbar. Alle einfachen Dukaten wer-den zu 5 Gulden, die französischen neuen Louisd'or aber zu n Guldenangenommen. Da man also bey diesen leztrrn, in Rüksicht der übri-gen Goldsorten gewinnt, so sind sie auch in diesem Lande sehr häuffig an-zutreffen. An einheimischen Münzsorten hat man: halbe Bazeu, zu 2;ganze Bazen zu 4; Zwölfer zu 12, Vierundzwanzigcr zu 24, undund Thaler zu 144 Kreuzer.

Die

(s) Hrrr Professor Schlärer hat, wenn ich nicht irre, in einem Stük« seines belieb-ten Briefwechsels, ein Verzeichnis ehmaligrc Gewerbe in Bayern geliefert,woraus der ijtge Verfall derselben deutlich zu entnehmen ist.