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Bilder aus Rußland.
Schweden oder Edinburgh in Schottland) und bereits durch diesenAufenthalt in dem dort sogenannten gemäßigten Rußland alle Lustverloren, auch noch das nördliche näher kennen zu lernen.
Nach meiner Erfahrung ist eine in diesen Gegenden allgemeineErscheinung, deren Ursache mir übrigens unbekannt ist, daß, so wiedie strengste Kälte eintritt, auch zugleich völlige Windstille herrscht;ein sehr wohlthätiger Umstand, da bei einer so heftigen Kälte jedernoch so kleine Luftzug äußerst lästig ist, und das Gesicht sehr schmerz-haft, wie mit Messern schneidet, und da stärkere Winde wahrschein-lich alle Existenz im Freien unmöglich machen würden. EigentlicheArbeiten unter freiem Himmel hören übrigens auch hier, der Wind-stille ungeachtet, selbst bei der ärmsten Klasse, beinahe gänzlich auf.Jeder Bauer zieht daü früher schon in seinem Hofe zubereitete Brenn-holz, wenn der December herannaht, in sein VorhauS, unmittelbarhinter die Stubenthür, damit er die nächsten sechs Wochen davonnehmen kann, ohne sich inS Freie zu begeben, um eS dort unter demtiefen Schnee hervorzuscharren. Dann werden Thüren und Fensterauf das Sorgfältigste untersucht, jede Ritze ausgestopft, der Randder Thür ringsum mit wollenen Tüchern, die daran festgenagelt,belegt und überhaupt für alles gesorgt, was das Eindringen der Kälteverhüten kann. Da in den acht Wintern, welche ich in Kasan ver-lebte , daö Quecksilber des Thermometers von 5 bis 6 Tagen dreimalganz in die Kugel siel, und da um das Neujahr eine Kälte von 27bis 30" k. drei bis vier Wochen lang zu den ganz gewöhnlichenErscheinungen gehört, so läßt sich die Sorgfalt für den Schutz gegendie Kälte nicht leicht zu weit treiben. Alle öffentlichen Arbeiten undVergnügungen haben ein Ende; die Schauspielhäuser werden geschlossen,die größeren Kirchen werden gesperrt und die nebenanstehenden kleine-ren geöffnet, die von Holz erbaut sind und geheizt werden könne».Auf den Plätzen der Stadt, wo die Fuhrleute mit ihrem Zugviehewenigstens einige Zeit stehen müssen, oder wo der Markt für dieunentbehrlichsten LebenSmittel gehalten wird, brennen große Feuer, andenen sich die Vorübergehenden auf einige Augenblicke zu erwärmensuchen, um gleich darauf ohne Verzug weiter zu eilen, und die warmeStube aufzusuchen.
Wenn diese strengere Kälte eintritt, scheint sich die ganze Naturzu ändern, und alle den Menschen umgebenden Gegenstände scheineneine andere Gestalt anzunehmen. Selbst der Aufenthalt in den Zim-mern ist anders geworden. Die Doppelfenster, von welchen anfangs