Der Brand von Kasan.
AuSzug aus einem Schreiben an H. W. in Pesth>
(Album zum Besten der durch Ueberschwemmung im Jahre 1838Verunglückten in Pesth und Ofen.)
To raubten mir die wiederholten, einander immer überbietendenNachrichten auch noch die letzte AnSsicht, daß Sie in Ihrem Briefeaufgeregt durch alle die Schreckensscenen, deren Zeuge Sie waren,daS Unglück Ihrer Vaterstadt, so groß eS ist, doch in zu grellemLichte gesehen, und daß Ihre Phantasie zu dem Gemälde, das sieentwarf, zu düstere Farben genommen habe. Mir bleibt also nur derTrost, Sie wenigstens unter den Geretteten zu sehen, und da Siewieder zu unü kommen und fürder bei uns bleiben wollen, so würdemir aus dem Unglücke selbst daS Glück erwachsen, den noch übrigenWeg meines Lebens an der Hand meines innigstgeliebten Jugend-freundes zu durchwandern.
. UebrigenS hat, um schon einmal von diesen unseligen EreignissenwcgzuHmmen, Ihre lebhafte Beschreibung desselben eine verwandteSaite Hei mir angeschlagen, und eS wird vielleicht für uns Beidezuträglich seyn, sie eine Weile forttöncn zu lassen, um dadurch dieandere, zu aufgeregte, wieder zu beruhigen und zum Schweigen zubringen. Gift, sagt man, wird durch Gegengift, und ein Unglückdurch ein anderes gut aufgehoben oder doch gelindert. Auch rechnetman, ich weiß nicht, mit welchem Rechte, schon das den armenMenschenkindern zum Troste an, daß sie so leicht Gefährten ihres