Ueber die Denkmäler Denderah's *).
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(Wiener Zeitschr. 1824. No. !>2.)
Dieser Gegenstand wird in unsern Tagen, besonders seitdemSe. M. der König von Frankreich daö merkwürdige Monument mit nichtgeringen Kosten nach Paris bringen ließ, so viel besprochen, daß eSerlaubt seyn wird, auch in diesen Blättern nach der bereits frühergelieferten Anzeige noch einmal auf denselben zurück zu kommen.
*) Erklärung des Bildes.
Die hier beigefügte Zeichnung stellt den Zodiakus an der Decke desobern Saales auf der linken Seite des zweiten Vestibüls im Tempel vonDenderah vor. Die ganze Masse nimmt einen Raum von 8 Quadratfußauf einen Fuß Dicke ein. Das Basrelief selbst besteht aus dem Thierkreise,deren Bilder man hier zwischen den 3 ersten concentrischen Kreisen in dernoch bei uns gewöhnlichen Folge erblickt. Es enthält aber nebst LiesenBildern des eigentlichen Thierkreises noch eins große Anzahl anderer, zumTheile astronomischer, zum Theile emblematischer Figuren, die sich wahr-scheinlich aus den Cultus der egyptischen Priester beziehen. Das Ganzewird von 12 menschlichen Figuren mit verschlungenen Händen getragen,von welchen hier nur die obersten Theile abgebildet sind- In den 4 Eckendes Quadrats stehen 4 aufrechte, weibliche Gestalten, und zwischen ihnen 4Gruppen von je 2 männlichen Figuren mit.Sperberköpfen. Wenn man,was dem vielleicht herrschenden Geschmacke und den religiösen Forderungenangehört, wegnimmt, so wird man in der Zeichnung der einzelnen Figuren,so wie in der Anordnung des Ganzen, eine Eleganz und eine Leichtigkeit