Der Winter.
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Jahres, die «'m Mittel aus vielsährigcn Beobachtungen in Wien gleich-s- 8." 7 ist. Die Zahlen geben ein gutes Maß zur Vergleichnng dereinzelnen Monate sowohl, als auch der ganzen Jahre. So war indem Jahre 1829 die mittlere Temperatur des
Jänner . — 2". 9 Rsaum., also kälter als im Mittel um 2." 0
Februar. — 3. 2
MärzAprilMai .Juni
-st 2. 0-st 8. 4-i- 11. 0-st 13. 0
3. 22. 50- 7
1. 9
2. 4
Oder alle die sechs ersten Monate des Jahres zeichneten sichdurch mehr Kälte als gewöhnlich aus. Auch war die mittlere Tem-peratur des ganzen JahreS nur -st 6." 1 also um 2." 6 geringer, alsim Mittel aus vielen andern Jahren, so daß also das Jahr 1829wenn eS gleich keinen ausgezeichnet strengen Winter hatte, doch zuden sehr kalten gezählt werden muß, und, vielleicht das gegenwärtigeausgenommen, das kälteste von den bisher erlebten Jahren des neun-zehnten Jahrhunderts ist. Die übrigen kälteren Winter dieses Jahr-hunderts sind die von 1800, 1804, 1814, 1820 und l82l, wodie kalten Tage meistens bis in die Mitte des März vorherrschten.
Der erste strengere Winter, dem wir im verflossenen achtzehntenJahrhundert begegnen, ist der von 1799. Die größere Kälte fingsür das mittlere Deutschland am 26. Dezember 1798 an. DieNewa bei Petersburg fror am 23. November fest zu, und thauteerst am 8. April wieder auf. In Wien sank das Thermometer den26. Dezember 1798 aus 18." 3 N. und einen so tiefen Stand habenwir außer diesem Tag sür Wien seit dem Jahre 1778, also seit52 Jahren, denn nur so weit reichen die Beobachtungen der Stern-warte, nicht finden können. (Der gegenwärtige Winter hatte nureinmal, am 30. Jänner 1830, die Tiefe von -17."0 erreicht.)In Augsburg fiel das Thermometer im Jänner 1799 auf -25.",in Abo auf -37", und zur Tornea in Lappland auf -42". AlleFlüsse Deutschlands und Frankreichs froren fest, und die Lagunenvon Venedig waren mit dickem Eise überzogen.
Der Winter von 1795 wird sonst unter den kälteren ausgezählt,weil während ihm die französische Armee über die gefrorenen Kanälenach Holland rückte. Allein diese Unternehmung wurde nur durcheinige kältere Tage begünstigt, und der Winter selbst gehörte nichtzu den strengsten.