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Der Winter.
1658, 1659 und 1660. Drei nahe gleich kalte Winter. ImJahre 1658 zog Karl X. von Schweden mit seiner ganzen Armeeüber den kleinen Belt.
1621. Das Meer um Venedig fror, und von Constantinopelsoll man zu Fuß nach Asien gegangen seyn.
1608. Einer der kältesten Winter der letzten Jahrhunderte. Derstrenge Frost trat erst am 20. Jänner ein. Selbst die Flüsse deösüdlichen Europa'S waren alle zugefroren, und daö mittlere Italienwar durch 6 Wochen unter tiefem Schnee begraben.
1591. Der Rhein und das Meer um Genua und Venedig frorenfest zu.
1565. Die Flüsse im südlichen Deutschland und in den Nieder-landen trugen gegen drei Monate Lastwägen.
1513. Der sehr strenge Winter sing schon am 1. Novemberan, und noch um die Mitte Mai's waren die Wälder in Süd-Preußen mit Schnee und Eis angefüllt.
1443. Ungemein kalter und lang dauernder Winter. In Oester-reich fiel schon am 21. Oktober tiefer Schnee; die strengste Kältedauerte bis Georgi (24. April). Ja selbst noch gegen Ende Mai'Swar es winterlich kalt. Die ärmeren Landleute mußten im FrühlingedaS Stroh von ihren Hüttendächcrn nehmen, um ihr Vieh damit zufüttern. Andere trieben es, daS Futter selbst zu suchen, in die Wäl-der, wo es von den Wölfen, die alle Gegenden unsicher machten,angefallen wurde.
1408. Der äußerst strenge Winter dieses Jahres dauerte vonMartini bis Lichtmeß (1l. Nov. bis 2. Febr.). Aus dem Meerezwischen Dänemark und Norwegen fuhr man mit Lastwägen, und alleFlüsse Deutschlands und Frankreichs waren mit dickem Eise bedeckt.Der darauf folgende Sommer zeichnete sich durch ungemeine Frucht-barkeit aus.
Es wäre sehr wünschenSwerth, von einer großen Reihe vonWintern genau und wissenschaftlich begründete Daten zu haben, umdaraus vielleicht einige Resultate ableiten zu können. Die bisher ge-sammelten scheinen die folgenden allgemeinen Bemerkungen zu bestätigen.
Strengere Winter kommen selten allein, sondern sind meistensmit ähnlichen in den zunächst vorhergehenden oder folgenden Jahrenbegleitet, wovon die Ursache leicht einzusehen ist. Dahin gehörenz. B. die Winter von 1432, 1433 und 1434, von 1512, 1513und 1514, von 1621 und 1622, von 1691 und 1692, von 1783