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Erster Band.
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Witterung des Cholera-Jahres 1831. 179

gleich Lichterscheinungen an verschiedenen Stellen aus der Erde treten,die garstige Dünste verbreiteten; gleich darauf verbreiteten sich bös-artige Fieber.

Im Jahre 1703 hatte in Italien ebenfalls während einer Erd-erschütterung die Sonne mehrere Stunden lang eine ganz dunkelrotheFarbe, und alle Einwohner klagten über Kopfweh und Schwindel,andere litten unter heftigem Erbrechen, ja mehrere starben sogar plötz-lich an Apoplexie.

Das Jahr 1721 war durch viele Feuerkugeln und ein sehr großesNordlicht ausgezeichnet. In Frankreich und Italien hatte man star-ken Heerrauch und in diesem Jahre kam auch das gelbe Fieber zumersten Male nach Europa und zwar nach Lissabon. Jetzt trat auchdie epidemische Kolik auf, die man gewöhnlich dem häufigen Obst-genusse im Herbste zuschreibt, und wurde für mehrere Jahrzehnteeinheimisch.

Das Jahr 1728 kündigte sich durch eine große Anzahl vonNordlichtern an, deren Muschenbroek über 30 beobachtete. Heftigevulkanische Eruptionen in Island gingen einem Erdbeben voraus, dasbesonders stark in Deutschland war, und die Höhen vieler Orte än-derte, so daß man jetzt die Spitzen der Kirchthürme sehen konnte,wo sie früher ganz unsichtbar waren. Diese Vorbereitungen und einnaßkalter Sommer bildeten endlich einen allgemeinen Catarrh odereine Influenza aus, die sich über ganz Europa erstreckte, mit wenigenRemissionen volle 10 Jahre, bis 1738 dauerte, und an vielen Ortendie Gestalt einer gefährlichen Luftröhrenentzündung annahm. DieseKrankheit schien sich von Rußland und Polen über die westlichen Län-der Europa'S zu ergießen. Sie soll sich selbst bis nach Mexico ver-breitet, und die Städte und Menschen, die sie auf ihrem Wege traf,mit Blitzesschnelle überfallen haben.

In Wien wurden im Frühlinge deö Jahres 1729 schon in densechs ersten Tagen über 60,000 Menschen krank. Doch war hier dieSterblichkeit nicht so groß wie in London, wo sie mehr Menschen,als selbst die Pest des Jahres 1666 hingerafft haben soll. ImJahre 1730 nahmen die Nordlichter und andere Meteore, und mitihnen auch die Influenza noch mehr zu. Einen neuen noch höherenAufschwung nahm die Krankheit im Jahre 1737, wo vulkanische Aus-brüche und Erdbeben tobten, wo ein ungeheurer Sturm in den indi-schen Gewässern 20,000 Fahrzeuge, und aus denselben 300,000Menschen zu Grunde richtete, und wo, in England besonders, ein

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