Regulirung der Thurmuhren.
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Uhrmacher bisher nicht gelangen konnten, weil ihre Probeuhr selbstnicht verläßlich war, und sie sonst kein Mittel dazu hatten. Undwelches andere Mittel hat der englische Künstler? Die oben genann-ten Männer haben jeder in ihrem Hause bloß zu jenem Zwecke eineeigene — Privatsternwarte! Da man einen solchen Aufwand vonunsern weniger begüterten Uhrmachern nicht verlangen kann, so wirdes ihnen willkommen seyn, denselben Zweck und ganz eben so sicherauf eine andere Art zu erreichen, die sie wenigstens gar nichts kostet.Um nämlich auch ihnen zu genügen, wird von jenem bezeichneten Tagan der Augenblick des Mittags auf der Sternwarte nicht bloß bei-läufig auf eine viertel oder halbe Minute, sondern ganz genau aufdie Sekunde angegeben werden. Die Mühe, die dadurch der Stern-warte gemacht wird, ist im Grunde nur gering, da doch auf jedemWohlbesorgten Observatorium die Zeitbestimmung als daS erste Erfor-dcrniß aller astronomischen Beobachtungen immer auf die Sekundegenau bekannt seyn muß. Daß aber eine Sternwarte die Mittel be-sitzt, diese Genauigkeit zu erreichen, davon kann jeder, der an der-gleichen Sachen Interesse hat, sich selbst durch Autophie überzeugen.
Die zweite Bemerkung, welche wir hier noch nöthig finden, be-trifft den Unterschied zwischen der sogenannten wahren und mittlere»Zeit. Da von diesen beiden Zeiten selbst im gemeinen Leben so oftdie Rede ist, und doch so mancher nicht die gehörigen Begriffe damit ver-bindet, so mag eS erlaubt seyn, hier noch einige Worte darüber zu sagen.
„Die ersten Gedanken sind die besten." Dieß Sprichwortist wie alle Sprichworte nicht immer richtig. Schon die ältestenVölker, von denen wir noch Kunde in der Geschichte finden, habenihre Wochen nach dem Monde und seinen verschiedenen wechselndenGestalten gezählt, und wenn jedeö derselben eine andere Periodehatte, um ihre Jahre und Menschenalter daran abzuzählen, (manerinnere sich der Julianischen Periode vor 7980 Jahren, der Diony-sischen von 532, der Aera von Constantinopel, des Diocletian oderder Märtyrer-Aera, der olympischen, römischen, der narbonassarischen,mahommedanischen Aera und so vieler anderer), so kommen doch alledarin überein, daß sie für kleinere Zeitthcile die Woche vonsieben Tagen brauchen. Diese Woche ist eine Periode, die ausdem gramsten Alterthume, in welchem sich ihr Ursprung verliert, sichununterbrochen, durch die ganze Reihe der folgenden Jahrhunderteschlingt, indem sie sich den verschiedenen Kalendern aller Zeiten undNationen genau anpaßt. Auf der ganzen Erde, selbst in den Ländern