290
Labkage, Oeolioe ok soienoes.
in dem Andenken der Nachkommen, während diese der gerechten Ver-gessenheit übergeben werden. Aber vielleicht ist eben dieser Vorzug,den sie sich selbst erworben haben, der Grund, warum man ihnen jeneäußern Vorzüge versagt. Sie mögen sich begnügen mit jener innernEhre, die nicht von andern geschenkt, sondern die selbst verdient wer-den muß, während die äußern Ehren noch ferner nur als Ersatz fürdiejenigen angesehen werden sollen, die jenes innere Gefühl, das demwahren Verdienste beiwohnt, verleugnen müssen.
Wir müssen hier die Bemerkungen unsers VerfS. schließen, ob-schon noch manche andere hätten angeführt werden können, die aberbald z» kaustisch, bald auch zu sehr auf sein eigenes Land berechnetsind, um hier umständlich aufgezählt zu werden. Das Vorhergehendewird mehr als genügen, die Leser auf ein Werk aufmerksam zu ma-chen, das manche Wahrheiten enthält, die vielleicht auch von uns be-herzigt zu werden verdienen, und das diese Wahrheiten auf eine Artsagt, die bei uns nicht zu den gewöhnlichen gehört, und daherschon aus dieser Ursache in dem Gebiete unserer Literatur nicht über-sehen werden darf. Weit entfernt, den Aeußerungen des Verfs. über-all beizustimmen, wird es genügen, auf ihn aufmerksam gemacht zuhaben. Es wird ihm an Lobrednern nicht fehlen, und gewiß noch vielweniger an Gegnern, die Beide ihr Bestes thun werden, ihre Sachezn vertheidigen und die Person des Angreifers zu schützen oder zuverfolgen, je nachdem es die Absicht der Partei fordert, zu welchersie gehören. Wir wollen zu ihrer Zeit auch sie hören, und Allesprüfen — und daS Beste behalten.