Band 
Erster Band.
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Organon der menschlichen Erkenntniß. Von Joh. Jak.Wagner. Erlangen in der Palmischen Verlags-buchhandlung. 1830.

(Jahrbücher der Literatur. 183V. XblX.)

lOer Verfasser dieses Werkes ist schon seit dem Anfange desgegenwärtigen Jahrhunderts als einer unserer ausgezeichnetsten philo-sophischen Schriftsteller in Deutschland bekannt. Seit den letztendreißig Jahren hat er nicht weniger als zwanzig verschiedene, meistensgrößere, dem Volumen nach, philosophische Werke zu Tage gefördert,und das ein und zwanzigste, unser Organon, wird von ihmselbst als daS Ziel seines vielsährigen wissenschaftlichen StrebenS,und als das letzte und bleibende Resultat seines ForschenS ange-kündiget.

Um die genetische Entwicklung dieses letzten Werkes, und über-haupt den Gang, welchen der Geist deS Verfassers eingeschlagen hat,besser zu übersehen, hat er selbst in der Einleitung zu dem Organonseine früheren Schriften chronologisch aufgeführt und kritisch beleuchtet.Eö wäre zu wünschen, dieses Beispiel von mehreren Schriftstellern amEnde ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befolgt zu sehen, da es, wennes auch nur mit einiger Offenheit gchandhabt wird, für die Lesernicht anders als lehrreich seyn kann, diese Autographien kennen zu ler-nen, wenn sie auch nicht alle den innern oder auch, als Kunstwerke,den äußeren Werth haben können, welchen wir z. B. in Göthe'S„aus meinem Leben" bewundern. Zwar wird auch hier, selbst mitdem besten Willen deS Autors, die Eigenliebe nicht ganz entfernt