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Brewster, Newton.
ihrem dichten Schleier vor uns verhüllt, vnd wie viel davon Andernnoch zu ergründen übrig bleibe. Noch wenige Tage vor seinem Tode,als die ihn umstehenden Freunde ihn wegen der Entdeckungen, dieseinen Namen unsterblich machen werden, glücklich priesen, sagte er:O meine Lieben, es mag seyn, daß die Andern dieß alles anders se-hen, aber ich komme mir nur vor, wie ein Kind, das am Ufer desMeereS spielte, und sich ergötzte, wenn es da und dort ein glatte-res Steinchen, oder eine schönere Muschel fand — aber was ist dasalles gegen den ganzen großen Ocean von Wahrheiten, der uns allenunbekannt, vor uns vorüberzieht.
Seine religiöse Frömmigkeit war allgemein bekannt. Aber erwußte auch anders Denkende liebevoll zu ertragen, und Intoleranz,selbst unter der mildesten Form, war seinem ganzen Wesen fremd. Un-glaube und Sittenlosigkeit war, wo er sie auch traf, seines strengenTadels gewiß. Die h. Schrift, die er immer gern und fleißig laö,war ihm über alles theuer, und Angriffe gegen sie verwundeten ihnin seinem Innersten. Als Halley, einer seiner liebsten Freunde,sich einst einen leichten Ausfall gegen sie erlaubte, brach Newtonschnell das Gespräch mit den Worten ab: „Ich habe diese Dingestudirt, und Sie nicht: schweigen wir davon."
Seine Mildthätigkeit gegen Arme war sehr groß, und er pflegtezu sagen, wer nichts vor seinem Tode gibt, gebe überhaupt gar nichts.Obschon er die letzten zwanzig Jahre ein reicher Mann war, so ach-tete er das Geld doch nicht höher, als in früheren Zeiten. Einenbeträchtlichen Theil seiner Einkünfte gab er hin, der Armuth aufzu-helfen, seine Verwandten zu unterstützen, und Talent und Fleiß derunbemittelten Jugend zu ermuntern.
Seine Liebe zu tiefen Meditationen sah man ihm nicht in derGesellschaft, aber wohl oft genug im Kreise seiner häuslichen Umge-bungen an. Häufig blieb er, wenn er aus seinem Bette aufstehenwollte, Stunden lang unangckleidet darauf sitzen, ganz in Gedankenüber irgend einen Gegenstand verloren, der eben seine Aufmerksamkeitfesselte. Sein alter Diener traf ihn einst des Morgens, als er dasFrühstück brachte, halb angezogen auf dem Bette sitzen, wie er ihnam Abend zuvor verlassen hatte. Selbst der Tisch wurde über diesenDingen oft ganz vergessen. Man erzählt, daß Stukely, Ne.wton'övertrauter Freund, ihn eines Tages zur Mittagszeit besuchte. Er war-tete auf Newton in dem Vorzimmer, wo bereits der Tisch für denletztem gedeckt war. Da er lange nicht kam, hob Stukely den