Brewster, über natürliche Magie. 471
Schwingungen der Lust in einer bestimmten Zeit gibt die Höhe dcSTonS, so daß derselbe desto höher wird, je mehr Schwingungen derTon z. B. in einer Secunde macht.
Monochord nennt man ein Instrument, das auS einem Kastenvon dünnem elastischen Holz besteht, auf welchem eine gleichförmigdicke und dichte Saite ausgespannt ist, die man mittels eines beweg-lichen Steges mannigfaltig verkürzen kann. Nehmen wir an, daß dieseSeite zwischen ihren beieen Endpunkten so gespannt sey, daß sie,ohne den Steg zu gebrauchen, den Ton der bekannten Saite derVioline gebe. Setzt man dann den Steg in der Mitte dieser Saiteauf, wodurch sie daher in zwei Theile getheilt wird, deren j der nurhalb so lang ist, alö die ganze Saite, und streicht man die eine oderdie andere Halste dieser Saite mit einem Bogen, so dort man dienächst höhere Octave des vorigen GrundtonS der ganzen Saite, d. h.man hört denjenigen Ton, den man bei der Violine auf der L-Sa>temit dem dritten Finger zu greisen pflegt. Stellt man aber den Stegso, daß ein Tbeil der Saite genau "/!,, also der andere ^ der Langeder ganzen Saite hat, und streicht man dann mit dem Bogen denletzten oder längeren Theil der Saite, so hört man die nächst höhereQuinte des vorigen GrundtonS oder man hört den Ton U. Stelltman den Steg so, daß die beiden Theile der Saite und ^ derganzen Länge derselben betragen, so gibt der letzte oder längere The.ildie Quarte oder den Ton 0. Eben so gibt der Theil s/z die großeTerz, ^/z die Text, ^ die Secunde und ^5 die Septime des Grund-tonS. Dasselbe einfache Instrument lehrt uns auch die Anzahl derSchwingungen kennen, die jedem dieser Töne eigenthümlich zugehören.Der erwähnte Grundton /I der Violine z. B. gibt nahe 430 Schwin-gungen in jeder Secunde, und die nächst höhere Octave gibt zweimal,die folgende Octave viermal, die dritte Octave achtmal so vieleSchwingungen, während die nächstniedere Octave dieses GrundtonSnur '/?, die ihr vorhergehende s/j, die dieser vorhergehende Octavenur '/8 Schwingungen gibt u. s. w. Um,nun auch die Zwischentönezu untersuchen, die in jeder Octave enthalten sind, so hat man, wenndie Schwingungen des GrundtonS während einer Secunde durch dieEinheit ausgedrückt werden, und wenn man von ihr allmälich durchjene Zwischentöne aufsteigt, für die Secunde für die TerzQuart §/z, Quint Sert ^/z, Septime und für die nächsthöhern Octavcn selbst zwei Schwingungen in einer Secunde. Wenndaher die ^.-Saite der Violine während jeder Secunde 430 Schwin-