478 Brewster, über natürliche Magie.
Hülfe abdruckt. Bloß die umständlichen Zeichnungen zu diese: Rechen-maschine bedecken eine Fläche von 400 Quadratsuß.
Der zwölfte und dreizehnte Bries endlich handelt von denkünstlichen Produktionen der Chemie. Diese Wissenschaft, olsschon sieden Namen einer solchen erst in unsern Zeiten verdiente, war vonjeher die reichhaltigste Quelle der sogenannten Wunder. In ihrenLaboratorien schweiften Alchymisten und Magiker und Betrüger allerArt uneingeschränkt herum, um durch Blendwerke den menschlichenGeist zu täuschen. Der Vers. erläutert hier das Verfahren, Feueraus dem Munde auszuhauchen, daö unsere Taschenspieler schon so gutkennen, das aber auch schon im zweiten Jahrhundert n. Chr. derSyrier Eunuö gebrauchte, sich an die Spitze des Sclavcnaufstan-deS in Sicilicn zu stellen, und der Rabbi BarchochebaS, die Ju-den in ihrem letzten Aufstande gegen Hadrian glauben zu machen,daß er der von dem Himmel gesandte Messias sey. — Die Kunst,auf glühendem Eisen oder Kohlen zu gehen, übten schon die Prieste-rinnen der Diana in Cappadocien, wie Strabo erzählt. Der Eng-länder Richardson, der gegen 1690 lebte, kaute glühende Kohlen,verschlang geschmolzenes GlaS und Blei u. f. Unser Vers. sucht dieseund ähnliche Dinge seinen Lesern auf eine einfache Art zu erklären,von dem aber, wie es scheint, Vieles nur auf Hörensagen, nicht auseigenen Erfahrungen beruht. Hieher gehören die Versuche mit Asbest,die Aldini aus Mailand ausführte, um bei Feuersgefahren Lebenund Eigenthum zu retten; ferner die Sicherheitslampe von Davy«. s. w.
Es ist bekannt, daß der Mensch längere Zeit in einer sehr ho-hen Temperatur sich aufhalten kann, ohne dadurch Schaden zu neh-men. Banks und Solander hielten zehn Minuten in einem Zim-mer aus, das auf 80" Röaum. geheitzt war. Blagde« verweilteacht Minuten in einem aus 91" R. geheitzten Zimmer, ohne beson-dere schmerzhafte Empfindungen zu fühlen. Ihre Körper behieltendabei den Grad natürlicher Wärme, und wenn sie auf ein Thermo-meter hauchten, so sank dasselbe um viele Grade. Blagden nahmEier und Beef-SteakS mit in seine Heitzstnbe, und legte sie daselbstauf eine zinnerne Unterlage in der Entfernung vom Ofen, in welcherer selbst sich aufhielt. Die Eier waren in 20 Minuten vollkommenhart gesotten, und das Beef-Steak war in 47 Minuten nicht nur gar,sondern beinahe trocken geworden. Noch weiter trieb diese VersucheChantry in England. Der Ofen, den er zum Trocknen seiner For-